Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Schriftvergrößerung
AAA

Röchling Automotive verzichtet auf Erweiterung

11.01.2017

Die Firma Röchling Automotive verzichtet auch die ursprünglich angedachte Erweiterung ihres Geländes auf dem angrenzenden Kleingartenbereich.

von links: OB Michael Kissel, Robert Eimer und Volker Roth, Geschäftsführer der Wirtschaftsfärderungsgesellschaft für die Stadt Worms mbH, sprechen über die Entwicklung des Röchling-Standorts in Worms. 
von links: OB Michael Kissel, Robert Eimer und Volker Roth, Geschäftsführer der Wirtschaftsfärderungsgesellschaft für die Stadt Worms mbH, sprechen über die Entwicklung des Röchling-Standorts in Worms.

Zu hohe Aufwendungen

Am Firmensitz von Röchling Automotive in Worms entsteht zurzeit ein moderner Neubau mit Büroarbeitsplätzen im Bereich Forschung und Entwicklung. Jetzt hat sich die Unternehmensführung dazu entschieden, auf die ursprünglich angedachte Erweiterung ihres Geländes auf dem angrenzenden Kleingartenbereich zu verzichten. Dies teilte Röchling Automotive Geschäftsführer Robert Eimer dem Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel unmittelbar nach der entsprechenden Entscheidung in der Röchling-Gruppe mit.

„Ausschlaggebend für diese Entscheidung war, dass die Kosten der Grundstücksbereitstellung weit über den an deutschen Standorten üblichen Werten liegen würden“, so Robert Eimer. Er betonte, dass dies nichts mit dem verhandelten Kaufpreis zu tun habe. Vielmehr hätten die durch die Lage bedingten Aufwendungen, vom Artenschutz über die Verlagerung der Kleingärten und der Bebauungsplanänderung bis insbesondere zur Baureifmachung zu Beträgen geführt, welche die Wirtschaftlichkeit des Investitionsprojektes infrage stellten. 

 

Konstruktive Zusammenarbeit mit Stadt und wfg

Oberbürgermeister Michael Kissel, der sich stets dafür eingesetzt hatte, dass die Erweiterung möglich wird, hat gleichwohl für die Entscheidung des Unternehmens Verständnis. „Wir wissen, dass Erweiterungen an bestehenden Standorten schwierig sind, weil dabei auf durch das Umfeld bedingte Gegebenheiten besonders Rücksicht genommen werden muss. Das führt stets zu längeren Projektlaufzeiten, aber eben meist auch zu höheren Entwicklungskosten“, so Oberbürgermeister Kissel. Kissel weiter: „Zwar bedauere ich diese Entscheidung, habe aber andererseits erfreut zur Kenntnis genommen, dass dadurch der Röchling-Standort Worms nicht in Frage gestellt wird.“

Im Gegenteil: Der Vorstandsentscheidung folgend, setzt Röchling Automotive am Standort künftig sowohl auf eine weitere Verbesserung von Betriebsabläufen auf dem eigenen Gelände, als auch auf eine Optimierung von Fertigungskapazitäten zwischen verschiedenen Röchling-Werken. Die Fertigstellung des Technical Centers für bis zu 250 Mitarbeiter wird für Mai 2017 erwartet. Eine Produktionshalle mit 3.000 Quadratmetern Grundfläche und einem geschätzten Baukostenvolumen von acht Millionen Euro wird  ebenfalls 2017 in Betrieb genommen werden.

Noch ein Stückchen weiter in die Zukunft blickt Geschäftsführer Robert Eimer, wenn er die geplante Niederlegung eines älteren Gebäudeteils in der Mitte des Firmengeländes mit anschließender Neubebauung zur Optimierung der Betriebsabläufe ins Auge fasst. „Wir haben am Standort Worms in der Kooperation mit Wirtschaftsförderung (wfg) und Verwaltung  beste Erfahrungen gemacht. Wir wissen, dass hier auch die mit den geplanten, internen Baumaßnahmen verbundenen Abläufe  kompetent und konstruktiv begleitet werden. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung ist insbesondere in Zeiten knapper Gewerbeflächen ein wesentlicher Standortfaktor“, so Robert Eimer. Dabei kommen auch die Synergieeffekte aus der langfristig vereinbarten Kooperation mit dem Wormser Logistikdienstleister Rhenania zum Tragen.