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Vorträge über das Jüdische Erbe

16.02.2017

Unter dem Titel "Innenräume – Außenperspektiven" berichten internationale Wissenschaftler ab März 2017 bis Mai 2018 über das jüdische Erbe der SchUM-Städte.

SchUM-Städte e.V. bietet Vorträge und Diskussionen

Die jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter den Verbund der SchUM-Städte, der die Architektur, Kultur, Religion und Rechtsprechung der jüdischen Welt nicht nur in Europa zutiefst prägte. Steinerne Zeugnisse – Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder (Mikwaot) – berichten gemeinsam mit den religiösen Überlieferungen von der Blütezeit der SchUM-Städte. Die SchUM-Städte und ihr Erbe sind bis heute für das jüdische Leben bedeutsam. Mehrere Zehntausend Besucher jährlich tauchen bis heute ein in diese Lebenswelten. Die Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder (Mikwaot) sollen 2021 UNESCO-Welterbe werden.

Renommierte Wissenschaftler/innen aus dem In- und Ausland werden ab dem 9. März 2017 bis einschließlich Mitte Mai 2018 in Vorträgen und einer Filmvorführung das jüdische Erbe der SchUM-Städte aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Mit Annäherungen an Räume und Orte, Liturgien und die religiöse Rechtsprechung sowie der Diskussion, wie ein adäquater Umgang mit deutsch-jüdischem Erbe in Deutschland und Europa aussehen könnte, möchten wir an die gelehrte Tradition der SchUM-Städte anknüpfen und das Publikum zu Gesprächen und eigenen Perspektiven anregen. Die Tradition der jüdischen Lehrhäuser der SchUM-Städte soll wieder aufleben.

 

Vortragsreihe erinnert an die Tradition der Lehrhäuser in SchUM

Stella Schindler-Siegreich, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz: „Diese Reihe setzt die Tradition von SchUM fort: die Vermittlung des religiösen und geistigen Erbes der Juden durch bedeutende Gelehrte  und Lehrer an die nächste Generation Ihrer Schüler. Die Vortragsreihe erinnert auch an die Tradition der Lehrhäuser in SchUM: eine Tradition der  Vermittlung der Lehren des Judentums  und die Auseinandersetzung mit vielfältigen Aspekten im Spannungsfeld des Wechsels der Perspektiven zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft, Diaspora und Jerusalem, Tempel und Synagoge sowie den Imperativen ‚Erinnere!‘ und ‚Lebe!‘“.  

Start am 9. März in Mainz

Prof. Julius H. Schoeps wird am 9. März 2017 um 19.00 Uhr in der Neuen Synagoge in Mainz für den Auftakt dieser Reihe sorgen und spricht über: „Das Stigma der Heimatlosigkeit: Vom Umgang mit dem deutsch-jüdischen Erbe“. 

Weitere Vorträge widmen sich im Jahr 2017 unter anderem der jüdischen Grabkultur in Worms und Speyer, den liturgischen Dichtungen der SchUM-Städte, Synagogen entlang des Rheins oder der besonderen Aura  einer Mikwe. In 2018 werden die jüdische Erinnerung an SchUM und der Umgang mit jüdischen Räumen diskutiert.

Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.

Service

Das komplette Programm ist als Flyer an verschiedenen Infostellen der drei Städte zu erhalten, Plakate geben ebenfalls Auskunft. Alle Informationen sind auch unter www.schumstaedte.de abrufbar.

Möchten Sie Produkte mit dem SchUM-Logo erwerben? Dann besuchen Sie den Shop auf der Website - seit dem 8. Februar 2017 übrigens auch in hebräischer Sprache verfügbar.

Die SchUM-Städte 

Schin (Sch) = SchPIRA = Speyer 
Waw (U) = Warmaisa = Worms 
Mem (M) = Magenza = Mainz 

Seit 2005 engagiert sich das Land Rheinland-Pfalz für die Aufnahme der SchUM-Städte in das Welterbeprogramm der UNESCO. SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e.V. wird getragen vom Land Rheinland-Pfalz, den Städten Worms, Speyer und Mainz, der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz.