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Jetzt Wormser mit deutschem Pass

17.02.2017

24 Personen aus 13 Nationen erhielten von OB Michael Kissel diese Woche im Rathaus die deutsche Staatsbürgerschaftsurkunde und das Grundgesetz.

Oberbürgermeister Michael Kissel mit den neuen deutschen Staatsbürgern. 
Oberbürgermeister Michael Kissel mit den neuen deutschen Staatsbürgern.

Toleranz und Weltoffenheit der Stadt Worms

Klassische Musik und festliche Atmosphäre: „Heute ist für Sie, aber auch für die Stadt Worms ein besonderer Tag“, verdeutlichte Oberbürgermeister Michael Kissel den 24 Männern und Frauen aus 13 Nationen, die sich am vergangenen Mittwoch zur Einbürgerungsveranstaltung im Ratssaal des Rathauses eingefunden hatten. 

Diesen feierlichen Rahmen habe man bewusst gewählt, um damit den Stellenwert der deutschen Staatsbürgerschaft hervorzuheben, mit der auch die Freizügigkeit in der Europäischen Union verbunden sei, so der Stadtchef nach der musikalischen Eröffnung der Veranstaltung durch Annette Golub und Mariam Kamal  (beide von der Musikschule der Stadt) mit dem ersten Satz aus Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen. 

Michael Kissels Ansprache war ein lückenloses Bekenntnis zur Toleranz und Weltoffenheit der Stadt Worms.  

 

Deutsche Sprachkenntnisse sind wichtige Voraussetzung

„In unserer Stadt sind 140 verschiedene Nationalitäten vertreten. Der Kulturenreichtum ist für uns schon immer eine Bereicherung gewesen und unserer Stadt ging es immer dann am besten, wenn Menschen verschiedenster Herkunft friedlich zusammengelebt haben", blickte der Stadtchef zurück auf die bewegte Vergangenheit von Worms und warb für ein buntes Miteinander. Und seine Wertschätzung für die neuen Wormserinnen und Wormser mit nun deutschem Pass war unverkennbar. „Sie bekennen sich heute zu Deutschland und zu ihrer neuen Heimat Worms mit all den damit verbundenen Rechten und Pflichten“, freute sich der Stadtchef über die feste Absicht und Entscheidung der Eingebürgerten, sich in die Gesellschaft einzubringen und einen Beitrag für die zukünftige Entwicklung Deutschlands und der Heimatstadt Worms zu leisten. „Wormser wird man unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit“, betonte der OB.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des globalen wirtschaftlichen Wettbewerbs sei Deutschland auf Zuwanderung angewiesen. „Wir brauchen und wünschen uns Menschen, die ihre Talente und Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen und damit zur Wertschöpfung und zum Wohlstand in unserem Land beitragen“, merkte Michael Kissel an.

Für die Einbürgerung sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: eine ununterbrochene Aufenthaltsdauer in Deutschland von mindestens acht Jahren, keine Vorstrafen, ein eigenes Einkommen sowie das Bekenntnis zur deutschen Rechtsordnung und zur Demokratie. „An erster Stelle steht jedoch das Beherrschen der deutschen Sprache, um sich mit anderen verständigen zu können“, betonte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache.

Nach der Überreichung der Staatsbürgerschaftsurkunde samt Grundgesetz hörten die Eingebürgerten am Ende der Feierstunde die Deutsche Nationalhymne erstmals als deutsche Staatsbürger und Bürger der Europäischen Union.