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Regionalgeschichtlicher Vortrag (Altertumsverein Worms e. V.)

Wann: 13.01.2017
19:30 Uhr - 21:30 Uhr
Wo: Das Wormser
Rathenaustrasse 11
67547 Worms
Veranstalter: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms
Kategorie: Vorträge & Tagungen
 
 
 

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Referentin: Dr. Michaela Schedl, Kronberg/Ts.

"Wormser Maler am Vorabend der Reformation. Der Boßweilerer Altar und weitere Werke"

Fällt Ihnen ein Maler ein, der am Vorabend der Reformation in Worms tätig war? Kennen Sie einen Flügelaltar, ein Gemälde oder ein Porträt, das von einem Wormser Künstler um 1500 geschaffen wurde?

Historikern und Kunsthistorikern sind vor allem zwei Wormser Maler geläufig: Dies ist zum einen Nikolaus Nievergalt, der bereits in zeitgenössischen Quellen 1505 in einem Flugblatt, das von dem Fund einer Hasenmissgeburt berichtet, erwähnt wird. Hier ist von „dem kunstreichen mayster Niclasen Nyeuergalt maler vnd burger zu worms“ die Rede. Nievergalt bemalte unter anderem 1493 die Fassade des Wormser Rathauses mit dem Bildnis von Kaiser Friedrich III. und mit Figuren aus der Nibelungensage. Leider sind die Wandmalereien des Wormser Rathauses nicht mehr erhalten.
Der zweite aus Worms stammende Maler ist Georg Lust. Ihn kennen wir aus seiner Frankfurter Wirkungszeit. In der Mainstadt führte er unter anderem Wandmalereien in der Weißfrauenkirche aus. Aber auch diese sind nicht mehr erhalten. Erst im Zweiten Weltkrieg wurden sie zerstört.

Von den beiden bekannten Malern, von Nikolaus Nievergalt und von Georg Lust, sind in Worms leider keine Originalwerke mehr zu bestaunen; wir haben nur noch Fotografien ihrer Werke und biographische Angaben. Was bedeutet das für Worms als Ort der Kunstgeschichte? Die Stadt Worms ist kunsthistorisch auf dem Gebiet der mittelalterlichen Tafelmalerei dennoch kein unbeschriebenes Blatt. Es sind auch heute noch Malereien erhalten, die mit einiger Wahrscheinlichkeit von Malern in Worms ausgeführt wurden, nur können wir diese Künstler – wie so häufig im 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts – nicht benennen. Die Kunstgeschichte behalf sich hier mit Notnamen, wie etwa dem des Meisters des Wolfskehler Altars.

Manches spricht dafür, dass dieser Maler in Worms tätig war. Von diesem Meister sind noch zwei hochwertige Altarwerke erhalten: das eine ist der Flügelaltar aus Wolfskehlen, der aus der dortigen Kirche in das nahegelegene Hessische Landesmuseum nach Darmstadt gelangte. Des Weiteren blieben die Flügel des sogenannten Boßweilerer Altars erhalten. Für diesen wird derzeit ein neuer Platz gesucht, da sein letzter Standort – die Speyerer Kirche St. Ludwig – profaniert wurde. Fünf Pfarreien in der Pfalz sowie das Speyerer Domkapitel haben großes Interesse an diesen prächtigen Flügeln bekundet. Die Zeitläufte in den linksrheinischen Gebieten haben dem dort erhaltenen Denkmälerbestand übel mitgespielt. Aber wir können über die Malerei dort am Vorabend der Reformation mehr erfahren, als es zunächst den Anschein hat. Dazu müssen wir uns nur auf eine Reise mit weniger bekannten Pfaden begeben. Der Vortrag wird Sie auf eine solche Reise mitnehmen.

Kunsthistorikern Dr. Michaela Schedl, Kronberg/Ts., wird über diese Maler am Freitag, dem 13. Januar, um 19.30 Uhr, beim Altertumsverein Worms e.V. im Wormser Kultur- und Tagungszentrum, Tiberiasplatz (Rathenaustraße) referieren. Alle Interessierten sind bei freiem Eintritt eingeladen.


Die Veranstaltung findet im Luther-/Burchardsaal statt.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie hier

 
 
 

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Dieser Veranstaltungskalender erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
Kontakt: info@worms.de