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Infos über die Wanderfalken-Webcam

Hoch oben, in einem Turm des Wormser Domes brütet seit Jahren ein Wanderfalken-Pärchen. Im Rahmen eines Wettbewerbs bekamen die beiden die Namen Friedrich und Isabella. Diese Namen sind benannt nach der englischen Königshochzeit im Wormser Dom

 
 
 
"Falscher" Untermieter: eine Taube im Wanderfalkennest. (webcam-Bild vom 17. März 2016) 
"Falscher" Untermieter: eine Taube im Wanderfalkennest. (webcam-Bild vom 17. März 2016)

Brutsaison 2016: Neues Nest, neues Glück?

Der Falken-Brutkasten ist zurück auf dem Dom. Nach abgeschlossener Sanierung des östlichen Turmes konnte dort im Jahr 2016 vom NABU Worms wieder ein brandneuer Brutkasten eingerichtet werden. Ob Friedrich und Isabella an ihren angestammten Platz zurückkehren? Drücken Sie gemeinsam mit uns die Daumen für die kommende Brutsaison.

1. März 2016

Aktuell gibt es keine Anzeichen, dass unser Falken-Pärchen ein Auge auf das neue Nest geworfen hat. "Vergleichen wir vergangene erfolgreiche Jahre mit diesem Jahr, so fehlt der auf der Dreifaltigkeitskirche sitzende und auf die Partnerin wartendende Terzel", erläutert Dr. Hilmar Kienzl, Falken-Experte des NABU Worms. 

Der jetzt stattfindende Gerüstaufbau auf der benachbarten Vierung an der Nordseite des Doms könnten ein Einzugshindernis für dieses Jahr sein, vermutet Kienzl. Eventuell könnten auch erst im kommenden Jahr wieder Falken einziehen, wenn die Sanierungsarbeiten unter der Kunstoffplane weitergehen. 

Altfalken, die ja auch im Winter am Dom bis in den Januar hinein gesehen wurden, hätten um diese Zeit normalerweise schon ihren Nistplatz gewählt. "Aber vielleicht tauchen doch noch spät aus dem Süden zurückkehrende Jungfalken auf", gibt Dr. Kienzl Grund zur Hoffnung. In ca. sechs Wochen wissen wir mehr...

17. März 2016

Der Nistkasten scheint zu gefallen, bisher allerdings nur Tauben. Die "falschen" Untermieter werden immer wieder im Falkennest gesichtet.

 
Wanderfalke im Nistkasten auf dem Dom (webcam-Bild vom 19.3.2016) 
Wanderfalke im Nistkasten auf dem Dom (webcam-Bild vom 19.3.2016)
Federn im Nest - ist eine Taube dem Falken zum Opfer gefallen? (webcam-Bild vom 20.3.2016) 
Federn im Nest - ist eine Taube dem Falken zum Opfer gefallen? (webcam-Bild vom 20.3.2016)

19. März 2016

Ein Wanderfalke wurde im Nest gesichtet. Dr. Hilmar Kienzl berichtet: "Nachdem schon am Freitag ein weiblicher Wanderfalke auf der Sitzstange vor dem  Horstkasten gesehen wurde und später auf dem Kreuz  des nördlichen  Westturms, hat der Blick auf die gespeicherten  Bilder im Internet gezeigt, dass der Terzel es schon einmal mit Probesitzen im Inneren versucht hat. Mit Sicherheit handelt  es sich nicht um ein  älteres  Falkenpaar, wie Friedrich und Isabella,  die inzwischen schon viele Jahre Bruterfahrung haben und in diesen Tagen  schon die  Eiablage beendet haben müssten ... Es bleibt also spannend, wie es jetzt weitergeht. Für das Taubenpaar wurde es offenbar ungemütlich. Diese sieht man nicht mehr im Bild."

20. März 2016

"Essen frei Haus": Das Nest liegt voller Federn. Der Farbe nach zu urteilen, die einer Taube? Dies erklärt vielleicht auch, warum die "Untermieter" nicht mehr zu sehen waren. Ihnen ist der Besuch im Falkennest offensichtlich nicht bekommen. Später am Tag war ein Falkenpaar im Nistkasten zu sehen, das den Boden untersucht - vielleicht nach Resten ihrer Mahlzeit?

 
Was für ein Prachtkerl: Ein Wanderfalke sitzt im Nistkasten. (webcam-Bild vom 23. März 2016) 
Was für ein Prachtkerl: Ein Wanderfalke sitzt im Nistkasten. (webcam-Bild vom 23. März 2016)

23. März 2016

Ja wen haben wir denn da: Im Nest sitzt ein stolzer Wanderfalke. Ob er wieder auf eine Taube wartet?

22. April 2016

Bis heute liegt leider kein einziges Ei im Nest und Falken sind über die Webcam auch nur ganz selten zu sehen. Das "neue" Falkenpaar ist wohl etwas kamerascheu? 

 
Meist sahen wir ein leeres Nest, am 11.5.2016 hielt die webcam ein Bild vom Terzel fest. 
Meist sahen wir ein leeres Nest, am 11.5.2016 hielt die webcam ein Bild vom Terzel fest.
Nur wenige Stunden später ließ sich die junge Falkendame nochmal von der webcam ablichten. Wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! 
Nur wenige Stunden später ließ sich die junge Falkendame nochmal von der webcam ablichten. Wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

2016 leider kein Gelege

Die Hoffnung war groß, dass es auch 2016 zu einem Gelege kommen würde, da der neue Brutplatz zweimal auch als Verzehrplatz von erjagten Vögeln diente und auch immer wieder inspiziert wurde. Die Sitzstange vor dem Kasten wurde auch wochenlang häufig als Aussichtsplatz benutzt. 

Ein erfahrener Wormser Falkenspezialist fotografierte das Paar am Dom, beobachtete sogar einen dritten Interessenten, sodass befruchtete Falkeneier zu erwarten waren.

Nun sieht man hin und wieder die Falken noch im Dombereich,  jedoch kaum noch im Kasten, so dass jetzt sicher ist, dass es dieses Jahr noch  keine Brut geben wird. Der Falkenspezialist hat hierfür auch eine Erklärung, die sich auch mit anderen Beobachtungen deckt:

Der weibliche Falke ist erst ein knappes Jahr alt und wird daher erst nächstes Jahr Eier legen können. Das ergibt sich aus dem für Wanderfalken ungewöhnlich späten Erscheinen Ende Februar am Nistplatz, da Jungfalken ihr erstes Winterjahr im Süden Europas verbringen, und aus den noch braungrauen Rücken und Flügelfedern des weiblichen Falken an Stelle der später blaugrauen Federn reiferer Wanderfalken.

Wir sind aber nun sehr zuversichtlich, dass nächstes Jahr dieses Pärchen früher im Jahr  mit dem Einzug in den Brutplatz beginnt und sind auch sicher, dass die laufenden Restaurierngsarbeiten an dem Helm des Vierungsturms kein Problem sein werden.

Die Redaktion bedankt sich herzlich bei Hilmar Kienzl für die stes fundierten Informationen.

 
 
 

Was bisher geschah:

Über die bisherigen Bruterfolge und leider auch tragische Momente erfahren Sie hier mehr:

Rückblick 2012-2015

Ermöglicht wird der Webcam-Blick von der Internetredaktion der Stadt Worms mit freundlicher Unterstützung der Domgemeinde und des NABU Worms.

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