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Worms in 24 Stunden

Sie haben nur wenig Zeit oder sind auf der Durchreise? Hier sind unsere Vorschläge für einen Tag in der Nibelungenstadt voller beeindruckender Sehenswürdigkeiten und überraschend sagenhaften Momenten!

Zur besseren Orientierung empfehlen wir unseren touristischen Innenstadtplan
"Zu Fuß durch zwei Jahrtausende", den Sie auch direkt bestellen können.

Rheinbrücke - Nibelungenturm (Foto: R. Uhrig)
Rheinbrücke - Nibelungenturm (Foto: R. Uhrig)

Der Sage nach versenkte Hagen den Nibelungenschatz bei Worms im Rhein. Welchen besseren Ausgangspunkt für Ihren Stadtspaziergang könnte es also geben als die Nibelungenbrücke über den Rhein? Der mächtige Torturm wurde Ende des 19. Jhs. im „Nibelungenstil“ erbaut. 

Wenige Gehminuten nördlich erinnert an der Rheinpromenade das bronzene Hagen-Standbild an die sagenumwobene Geschichte der Stadt.

 
Außenansicht des Nibelungenmuseums (Foto: R. Uhrig)
Außenansicht des Nibelungenmuseums (Foto: R. Uhrig)

10 Fußminuten stadteinwärts liegt am Fischerpförtchen das 2001 eröffnete Nibelungenmuseum. Hinter der malerischen Fassade – das Museum ist in zwei Türmen der staufischen Stadtmauer beheimatet – verbirgt sich modernste Mulit-Media-Technik, die Sie auf spannende und ungewöhnliche Weise mit der Nibelungensage vertraut macht.

 
Turm des Paulusstift (Foto: R. Uhrig)
Turm des Paulusstift (Foto: R. Uhrig)
Dreifaltigkeitskirche am Marktplatz (Foto: R. Uhrig)
Dreifaltigkeitskirche am Marktplatz (Foto: R. Uhrig)

Tauchen Sie jetzt ein in das Worms der Kirchen. Sieben sind es im Zentrum, keine davon später erbaut als 1744. 

Wenige Schritte vom Nibelungenmuseum liegt rechts von der Petersstraße die Kirche St. Paul, eine Hallenkirche aus dem 11. bis 13. Jh. mit sehenswertem Dalberghochaltar und gotischem Kreuzgang. Die orientalisch anmutende Türme sind eine Besonderheit der Region und werden auch "Heidentürme" genannt.

Links von der Petersstraße in Richtung Markt liegt die barocke Dreifaltigkeitskirche aus dem Jahr 1725. Sie sehen schon den mächtigen Dom, doch lohnt sich noch ein Abstecher nach links. 

An der Südseite des Doms vorbei gelangen Sie zur Magnuskirche. Die schlichte Einraumkirche hat ihre Wurzeln in der karolingischen Zeit des 9. Jhs und wurde später romanisch und gotisch erweitert. Sie gilt als eine der ältesten Reformationskirchen Südwestdeutschlands.

 
Andreasstift Blick auf Kreuzgang und Innenhof (Foto: R. Uhrig)
Andreasstift Blick auf Kreuzgang und Innenhof (Foto: R. Uhrig)

Das ehemalige St. Andreasstift auf der anderen Seite des Weckerlingplatzes beherbergt heute das städtische Museum. Es zeigt die Stadtgeschichte von der Vor- und Frühzeit bis zur Neuzeit. Das „Lutherzimmer“ erinnert an den Aufenthalt des Reformators während des Reichstags im Jahre 1521. Tipp: Besonders sehenswert ist der malerische Innenhof mit dem spätromanischen Kreuzgang!

 
Grabsteine auf dem Judenfriedhof (Foto: R. Uhrig)
Grabsteine auf dem Judenfriedhof (Foto: R. Uhrig)
Dom Südseite mit Blindenmodell (Foto: R. Uhrig)
Dom Südseite mit Blindenmodell (Foto: R. Uhrig)

Hinter dem Willy-Brand-Ring liegt der „Heilige Sand“, der älteste jüdische Friedhof Europas aus dem 11. Jh. mit über 2000 erhaltenen Grabinschriften. 

Anschließend steht der herrliche Dom St. Peter auf dem Sightseeing-Programm. Die romanische Basilika stammt aus dem 11. und 12. Jh und gehört wie Mainz und Speyer zu den drei berühmten Kaiserdomen am Rhein. Ein Höhepunkt aus jüngerer Zeit ist der barocke Hochaltar von Balthasar Neumann. Am nördlichen Kaiserportal soll übrigens der legendäre Streit zwischen den Nibelungen-Königinnen Kriemhild und Brünhild stattgefunden haben, der schließlich zur Ermordung Siegfried des Drachentöters und zum Untergang des burgundischen Reiches führte.

 
Museum Heylshof - imposantes Treppenhaus (Foto: R. Uhrig)
Museum Heylshof - imposantes Treppenhaus (Foto: R. Uhrig)
Radfahrer bewundern das Lutherdenkmal (Foto: R. Uhrig)
Radfahrer bewundern das Lutherdenkmal (Foto: R. Uhrig)

Gegenüber des Doms liegt, umgeben von einem Park, das Museum Heylshof. Hier befindet sich eine der bedeutendsten Kunstsammlungen in Rheinland-Pfalz. Im Heylshofpark stand einst der ehemalige Bischofspalast, der historische Schauplatz der Begegnung zwischen Kaiser Karl V. und Martin Luther beim Reichstag im Jahre 1521. Martin Luther weigerte sich, seine Thesen zu widerrufen, Gedenkplatten im Heylshofpark erinnern an dieses Ereignis. 

In Sichtweite steht schräg gegenüber das 1868 errichtete Lutherdenkmal. Es zeigt Luther im Kreis weiterer Reformatoren und ist neben dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf das größte seiner Art auf der Welt.

 
Außenansicht der Gartenseite der Synagoge (Foto: R. Uhrig)
Außenansicht der Gartenseite der Synagoge (Foto: R. Uhrig)
Liebfrauenkirche im Abendlicht (Foto: R. Uhrig)
Liebfrauenkirche im Abendlicht (Foto: R. Uhrig)

Durch die dem Verlauf der einstigen Stadtbefestigung folgenden Parkanlagen kommen Sie zur Kirche St. Martin, einer romanischen Basilika aus rotem Sandstein mit schönem Westportal. 

Weiter geht es über die Kämmererstraße in das ehemalige jüdische Viertel. Synagoge, Mikwe und Jüdisches Museum im Raschi-Haus setzen zusammen mit dem jüdischen Friedhof ein beeindruckendes Zeichen der Erinnerung an die einst einflussreiche jüdische Gemeinde „Warmaisa“ im mittelalterlichen Worms. Worms bildete zusammen mit den jüdischen Gemeinden in Mainz und Speyer – genannt die SchUM-Städte - die Wiege jüdischer Gelehrsamkeit. 

Nach so viel Sightseeing wird es Zeit, die Weinstadt Worms zu entdecken. Spazieren Sie weitere 10 Minuten Richtung Norden zur gotischen Liebfrauenkirche.

 

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