Fischerstechen zum Wormser Backfischfest

Deutschlands ältestestes Fischerstecher-Turnier!

Mittelalterliches Kampfspiel mit originellem Rahmenprogramm zum Backfischfest-Ausklang am letzten Festsonntag im Floßhafen.

 
Bild: Fischerstechen (Archivfoto)

Begegnung zweier Mannschaften

Volksbelustigung und Beschwörung der Wassergeister

Der Finaltag des Wormser Backfischfestes am letzten Festsonntag steht nochmals im Zeichen mittelalterlicher Brauchtumspflege, wenn zum Turnier der Fischerstecher aufgerufen wird. Mannschaften aus verschiedenen örtlichen, dem Wasser verbundenen Vereinen bestreiten dieses alte Kampfspiel, das früher nicht nur der Volksbelustigung diente, sondern den Fischern bei dem während der fangarmen Zeit durchgeführten Spektakel durch die Beschwörung der Wassergeister auch reiches Fangglück bescheren sollte. Allerdings kann das Fischerstechen heute nicht mehr auf dem Rhein ausgetragen werden, sondern wird im angrenzenden Floßhafen durchgeführt. Zuvor formieren sich die Akteure des lustigen Wasserturniers sich wie in alten Zeiten im ehemaligen Wohngebiet der Wormser Fischer auf der Großen Fischerweide zum fröhlichen Zug in Richtung Rhein.

Traditionsgemäß wird das Turnier um 14.30 Uhr eingeleitet mit dem lustigen Duell zwischen Bauer und Bäuerin. Diesem heiteren Eröffnungsspiel folgt der Kampf zwischen Stechermannschaften und den Wanderpokal des Oberbürgermeisters der Stadt Worms. Eine Crew besteht aus einem Stecher, der auf einem an der Spitze des Nachens montierten, kleinen Podest steht und mit einer fünf Meter langen Lanze seinen Gegner in das Wasser zu stoßen versucht, sowie zwei Rudergängern. Umrahmt wird der sportliche Teil von verschiedenen Darbietungen örtlicher wassersporttreibender Vereine.



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