
Sehr erfolgreich sind die Festspiele 2010 zu Ende gegangen.
Die sieben Aufführungen von „Teufel, Gott und Kaiser“ waren schon vor Beginn der Eröffnung am 16. Juli ausverkauft.
Das Stück um den Stauferkaiser Friedrich II. mit Heinz Hoenig, Meret Becker, Dirk Bach, Peter Striebeck, Roland Renner, Anouschka Renzi, Alexandra Kamp und anderen wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Das Experiment Improvisationstheater ist geglückt und hat gezeigt, dass es durchaus funktioniert, eine andere Thematik als die Nibelungen auf die Bühne zu bringen.
Die Festspiele 2010 sind für alle Beteiligten ein enormer Kraftakt gewesen. Wegen der angespannten Haushaltslage der Kommunen wurden die Zuschüsse für die Festspiele drastisch reduziert, in kürzester Zeit musste ein neues Konzept gefunden werden.
So gab es in diesem Jahr kleine Festspiele, gespart wurde unter anderem am Tribünenaufbau, der Platzanzahl, der Aufführungsdauer und der Probenzeit. Insgesamt standen Festspiel-Intendant und Regisseur Dieter Wedel, den Schauspielern sowie dem gesamten Team nur 14 Tage Probenzeit zur Verfügung.
"Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Festspiele noch atmen", betonte Dieter Wedel. Dass dies so erfolgreich gelungen ist, freut alle Beteiligten. Allen ist aber auch klar, dass dies ein einzigartiger Kraftakt war, der so nicht wiederholbar ist.
Das Kulturprogramm der Festspiele ist ebenfalls sehr gut besucht gewesen. "Der Kindertag" und die "Theaterbegegnungen" zum Thema Josef Süß Oppenheimer zählten zu den Highlights und hatten ein hervorragendes Besucherinteresse, auch die Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen hatten ein großes Publikum.
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"Teufel, Gott und Kaiser" nannte Dieter Wedel das Projekt, das er mit seinem Team an jedem Aufführungsabend neu entwickelte. Es gab kein Theaterstück, lediglich Improvisationen über eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des Mittelalters: den Staufer Friedrich II., deutscher Kaiser und zugleich König von Sizilien, gläubiger Christ und zugleich ein Bewunderer und Freund der arabischen Kultur, machtbesessener Herrscher und zugleich ein beharrlich Fragender, ein Philosoph und Wissenschaftler.
Vom 16. Juli bis 1. August 2010. Open air vor dem Wormser Kaiserdom. Mit vielen Stars wie Heinz Hoenig, Meret Becker, Dirk Bach, Peter Striebeck, Anouschka Renzi, Roland Renner, Tilo Keiner, Dominique Voland, Steffi Plattner und Alexandra Kamp.
Im Mittelpunkt von "Teufel, Gott und Kaiser" stand die historische Gestalt des Stauferkaisers Friedrich II., der Zeit seines Lebens eine enge Bindung zur Nibelungenstadt Worms hatte. Spielort war 2010 der Platz der Partnerschaft. Anders als in früheren Jahren, in denen der Wormser Kaiserdom den Nibelungen-Inszenierungen als Kulisse diente, hatten die Zuschauer dieses Mal den Dom im Rücken.
Statt einer geschlossenen Inszenierung erwartete das Publikum ein Theaterabend, bei dem Improvisationen, Spontanität und Interaktion mit dem Zuschauer im Vordergrund standen. Dieter Wedel leitete als Regisseur die Vorstellungen und verlangte den Darstellern dabei einiges ab.
"Wir inszenieren an sieben Abenden sieben völlig unterschiedliche, einmalige und nicht wiederholbare Theateraufführungen", erklärte der Festspiel-Intendant im Vorfeld. Das Ensemble hatte eine Vielzahl von Geschichten über Friedrich II. vorbereitet, um sie in unterschiedlichster Form auf die Bühne zu bringen – als Lesung, Szene, Improvisation, Lied, Tanz oder Streitgespräch. Wohin dabei die Reise ging, war Sache der Zuschauer, denn sie sollten an jedem Abend den Verlauf der Geschichte bestimmen.
Über Friedrich II. gibt es unzählige spannende, aber auch widersprüchliche Geschichten. Für seine Anhänger war er ein bewundernswerter Weltveränderer, der seiner Zeit voraus war. Mit großem diplomatischem Geschick schloss er mit dem Friedensvertrag von Jaffa ein vorbildliches Abkommen zwischen Christen und Muslimen im Heiligen Land.
Seine Gegner bezeichneten den Stauferherrscher allerdings wegen seines erbitterten Konfliktes mit Papst Gregor IX. um die Herrschaft in Europa als Teufel und Antichrist. Um seine Wissensgier ranken sich ebenfalls viele Geschichten; so soll er grausame Experimente an Mensch und Tier durchgeführt haben.
Heinz Hoenig - Schauspieler. Bekannt aus Filmen wie "Das Boot", "Sieben Zwerge – Männer allein im Wald" oder "FC Venus" sowie aus den TV-Mehrteilern unter der Regie Wedels "Der große Bellheim", "Der Schattenmann", "Der König von St. Pauli" und "Die Affäre Semmeling".
Meret Becker - Schauspielerin, Sängerin, Musikerin. Ihren unkonventionellen, häufig skurrilen Figuren ringt sie Glaubwürdigkeit und Einzigartigkeit ab. Ihr facettenreiches Spiel macht sie zum Star der deutschen Filmszene. Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren wie Matti Geschonnek, Sönke Wortmann, Doris Dörrie, Dominik Graf, Helmut Dietl, Joseph Vilsmaier, Dani Levy und Steven Spielberg.
Dirk Bach - Schauspieler und Entertainer. Bekannt aus der TV-Sitcom "Lukas" und Shows wie der "Dirk Bach Show" oder "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Bewies in seinen unzähligen Rollen in Theaterproduktionen nicht nur sein komisches, sondern auch sein ernsthaftes Talent.
Peter Striebeck - Schauspieler und "Theaterkind". Mit Stationen im Burgtheater in Wien und im Thalia Theater Hamburg. Umfangreiche Film- und Fernsehtätigkeiten. Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, Mitglied der Freien Akademie.
Anouschka Renzi - zum 3. Mal bei den Nibelungen-Festspielen. War unter anderem in den TV-Serien "SoKo" und "Balko" sowie in den TV-Mehrteilern unter der Regie Wedels "Der König von St. Pauli", "Die Affäre Semmeling", "Der Schattenmann" und "Gier" zu sehen.
Roland Renner - zum 3. Mal bei den Nibelungen-Festspielen. Engagements an großen, deutschen Bühnen. Er war in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, z. B. im Tatort sowie in Dieter Wedels Mehrteiler "Gier".
Tilo Keiner - seit 2005 bei den Nibelungen-Festspielen dabei. Drehte mit Steven Spielberg "Saving Private Ryan". Spielte im TV u. a. in "Girlfriends", "Soko", "Helilcops" und Dieter Wedels Mehrteiler "Gier".
Dominique Voland - bei den Nibelungen-Festspielen seit 2002 dabei. Die ausgebildete Tänzerin spielte u. a. in Dieter Wedels TV-Mehrteilern "Gier" und "Die Affäre Semmeling".
Steffi Plattner - Ausbildung 2003-2007 an der Berliner Schule für Schauspiel. Spielte verschiedene Bühnen-Rollen sowie in Dieter Wedels TV-Mehrteiler "Gier".
Isabel Scholz - war unter anderem in dem Kinofilm "Das Parfum" unter der Regie von Tom Tykwer zu sehen.
Alexandra Kamp - Schauspielerin, wirkte in zahlreichen internationalen Theater- und Filmproduktionen mit, u.a. im belgischen Dogma-Film „Vampires“.
Auch 2010 konnten sich die Zuschauer auf ein spannendes Kulturprogramm freuen.
In Vorbereitung auf die geplante Uraufführung von "Jud Süß" im Jahr 2011 beschäftigten sich die Theaterbegegnungen am 25. Juli 2010 mit Joseph Süß Oppenheimer. Auch wurde über die neuesten Forschungsergebnisse zur historischen Figur diskutiert.
Ein großer Tag für die Kleinen war der Kindertag am 18. Juli 2010 im Heylshofpark mit Basteln, Spielen und viel Theater.
Teil des vielfältigen Kulturprogramms waren auch Vorträge zu Historie, Musik und Literatur der Stauferzeit sowie Konzerte mit alter Musik in romanischen Kirchen der Stadt.
für die Theaterabende von "Teufel, Gott und Kaiser":
Kategorie I: 54,90 €
Kategorie II: 39,90 €
(inkl. Vorverkaufsgebühr)
Die Zuschauerzahl war auf 500 Plätze pro Theaterabend begrenzt!
Alle Vorstellungen waren AUSVERKAUFT !
Der Heylshofpark mit seinem wunderschönen Flair und kleinem Musikprogramm blieb für die Besucher bis zum 1. August 2010 geöffnet.
Unter dem Motto "Essen im Park" war im wunderschönen Ambiente des Heylshofparks das Festspielrestaurant des Parkhotel Prinz Carl geöffnet und bot Köstlichkeiten und Leckerbissen à la carte für Einzelpersonen und Gruppen. Unabhängig von einem Besuch der Open-Air-Veranstaltung!
Weitere Informationen
Mehr über die Nibelungen-Festspiele in Worms, etwa zu Ensemble, Kulturprogramm, Kartenbestellung oder Essen im Park, dazu viele Fotos finden Sie
im Internet unter www.nibelungenfestspiele.de.
Nibelungen-Festspiele 2010:
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E-Mail: sponsoren@nibelungenfestspiele.de
(Fotos, sofern nicht anders angegeben, nibelungenfestspiele.de; Alle Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)