Das Stadtarchiv im Raschi-Haus ist das Gedächtnis der Stadt. Es verwahrt die schriftliche und bildliche Überlieferung der Stadt seit 1074 und macht diese zugänglich und nutzbar, dient der Stadtverwaltung und den Bürgern, unterstützt wissenschaftliche Forschung und vermittelt die lange und reiche Geschichte der Stadt an eine breitere Öffentlichkeit.
Papieren bzw. Dokumenten der Dittelsheimer Familie Kirschbaum aus dem 18. und vor allem 19. Jahrhundert stehen nach intensiver Verzeichnung den Interessierten zur Nutzung zur Verfügung.
Am 23. Mai 2013 eröffnet die Ausstellung "Auf den Spuren der Wormser Synagoge" im Jüdischen Museum. Neben einer Einführung in die Geschichte und Baugeschichte der Synagoge stehen vor allem steinerne Zeugnisse aus unterschiedlichsten Epochen im Mittelpunkt. Viele davon werden in diesem Rahmen der Öffentlichkeit erstmals bekannt gemacht (Ausstellung bis Mitte August).
Nach der Gründung der vor allem auch von Kräften der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie mit getragenen Weimarer Republik 1919 als erster Demokratie in Deutschland blühte die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung auch in Worms enorm auf.
Sozialdemokraten wie Bürgermeister Albert Schulte, die Vereine der Arbeiterbewegung von den Sportvereinen über die Naturfreunde bis zum 1920 gegründeten Arbeitersamariterbund waren den Interessen der Demokratie und der sozialen Republik verbunden und erzielten bis 1933 auch in Worms gute Wahlerfolge.
Nichts wird derzeit in Worms so stark diskutiert wie die Frage der Domumgebung und des geplanten 'Hauses am Dom' der Domgemeinde. Das Stadtarchiv präsentiert vor diesem Hintergrund eine Reihe von historischen Fotos zur geschichtlichen Entwicklung der Bebauung im Domumfeld. Die Dokumente aus den reichen Sammlungen der Fotoabteilung des Archivs belegen den Wandel des Erscheinungsbildes im Umfeld des Domes vor allem seit dem 19. Jahrhundert.
Das Stadtarchiv mit seiner Fotoabteilung, dem Jüdischen Museum und der Unteren Denkmalschutzbehörde kann in seinem aktuellen Bericht über die Arbeit im abgelaufenen Jahr wieder eine Fülle von Aktivitäten, Neuzugängen, Erschließungsfortschritten und weiteren Aktivitäten dokumentieren. Der Bericht belegt die Breite der Tätigkeitsfelder, gestiegene Nutzer- und Besucherzahlen und das enorme Engagement der Mitarbeiterschaft in dieser für die Stadt Worms so wichtigen Kultureinrichtung. Alle Jahresberichte finden Sie
Die Kämmererstraße, das Herrnsheimer Schloss und die dortige Pfarrkirche gehören zu den Spuren, die eine der bedeutendsten Adelsfamilien im Südwesten Deutschlands im heutigen Stadtgebiet hinterlassen hat. Die Familie der Kämmerer von Worms (genannt von Dalberg) spielte zwischen dem 13. und 19. Jahrhundert eine herausgehobene Rolle in Politik, Kirche und Wirtschaft der Region weit über Worms hinaus, u.a. als Ortsherren in Abenheim und Herrnsheim, als exponierte Politiker und Kirchenfürsten seit dem späten Mittelalter.
Die gemeinsamen Herausgeber der seit 1926 erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschrift, das Stadtarchiv Worms und der Altertumsverein, haben sich auch in diesem Jahr wieder um aspektreiche Beiträge und die Präsentation neuer Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Forschungen zur Stadt und ihrem Umland seit der römischen Antike bis in die jüngere Zeit bemüht.
Kulturgeschichte, Sozial- und Wirtschaftspolitik, Unternehmensgeschichte und Sozialfürsorge nehmen in diesem hervorragend bebilderten Band einen gleichermaßen hohen Stellenwert ein wie Architektur und Städtebau.
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Dem Bonner Kunsthistoriker Dr. Wilfried Hansmann verdankt das Stadtarchiv Worms eine bedeutende Schenkung: das originale Textbuch des Luther-Festspiels von 1883
Das Stadtarchiv präsentiert in Zusammenarbeit mit der Abteilung 6.2 - Stadtvermessung und Geoinformationen sieben historische Stadtpläne im Online-Stadtplan auf worms.de.
Wie alt ist mein Verein? Wir bereiten eine Chronik vor, haben aber keine Bilder, keine Informationen, kein Material! Unser Gründungsdatum ist unsicher, Unterlagen fehlen....
Das Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen umfangreiche Informationen über das reiche und vielfältige Vereinsleben der Stadt Worms seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Jeder Verein, der ein Jubiläum vorbereitet, eine Chronik oder Festschrift schreiben will oder der mehr über sich und seine früheren Aktiven wissen will, ist gut beraten, sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und seiner reich bestückten Fotoabteilung zu wenden.
Als "Gedächtnis der Stadt" verwahrt das Archiv insbesondere zahlreiche Unterlagen über die Wieder- und Neugründungen von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg. Gerade in den Jahren 1947 bis 1950 wurden zahlreiche Wormser Vereine neu oder wieder gegründet und mussten ihre Bildung bei der Stadt und der französischen Militärbehörde genehmigen lassen. Das Archiv verwahrt diese für die Vereine und Organisationen aufschlussreichen Informationen und stellt diese ebenso zur Verfügung wie Zeitungsberichte, evtl. Fotos, Plakate und Daten zu den Akteuren und weitere Informationen, darunter alte Festschriften und Chroniken.
Als Beispiel sei das im Frühjahr 1947 wiedergegründete Kiefer-Koch-Quartett Neuhausen genannt, das dem Kulturamt der Stadt seine beigefügten Satzungen vorgelegt hat (Abb.). Im selben Jahr fand die Wiedergründungsversammlung des Verkehrsvereins statt, von der sich auch ein Plakat in der entsprechenden Sammlung des Archivs erhalten hat.
Das Stadtarchiv hat in der letzten Zeit zahlreiche Vereinsunterlagen übernommen und verzeichnet und kann diese damit für die Benutzung zur Verfügung stellen. Ein Besuch lohnt sich!
TIPP:
Nähere Informationen zu aktuellen Terminen finden Sie auch in unseren Stadtnachrichten
(Alle Angaben ohne Gewähr; Änderungen vorbehalten)
Stadtarchiv Worms
Raschi-Haus
Hintere Judengasse 6
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