Sonntag, 14. April 2010
Einlass: 16:00 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Vorverkauf: 11,00€
Abendkasse: 12,00 €
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Abenteuer Rocky Mountains
Auf dem Rücken der Pferde die Welt entdecken. Leben wie die Nomaden, frei und unabhängig dem Abenteuer entgegen. Den Sternenhimmel als Dach, den Horizont als Ziel. Durch Landschaften, so eindrucksvoll und fantastisch, dass man sie nicht in Worte fassen kann. In Gegenden, in die kein Fremder sonst vordringt. Wo die Menschen noch freundlich sind und hilfsbereit. Lachende Kindergesichter, wenn am Lagerfeuer die unglaublichen Geschichten erzählt werden.
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, der Zivilisation zu entfliehen, einfach los zu ziehen, dem Sonnenaufgang entgegen? Günter Wamser lebt diesen Traum.
Er ist einer der letzten großen Abenteurer unserer Zeit. Sein Traum: die Durchquerung des amerikanischen Kontinents von Feuerland nach Alaska auf dem Pferderücken.
11 Jahre war er auf seinem Ritt durch Süd- und Mittelamerika bereits unterwegs. Doch 20.000 Kilometer waren dem Weltenbummler nicht genug.
Im August 2007 startete er erneut ins Abenteuer. Seine Reise führte ihn und Partnerin Sonja Endlweber durch die wunderbar wilde Bergwelt der Rocky Mountains. Sie waren unterwegs mit vier Mustangs "Dino", "Lightfoot", "Azabache" und "Rusty", den legendären Wildpferden Amerikas. Wie könnte man den Wilden Westen auch besser entdecken, als vom Rücken der Pferde? Begleitet wurden die beiden von Leni, einer kleinen Jack Russel Hündin.
Am 11. April 2010, um 17 Uhr Uhr im LincolnTheater erzählt Günter Wamser mit eindrucksvollen Bildern und bewegenden Worten von den Erlebnissen dieser ungewöhnlichen Reise.
Entlang des 5.000 Kilometer langen Continental Divide Trails (CDT), dem schwierigsten der acht Weitwanderwege der Vereinigten Staaten, ritten die beiden Abenteurer quer durch die Rocky Mountains von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze.
Sie durchquerten Wüsten und farbenprächtige Canyons in New Mexico. In Colorado waren sie in luftigen Höhen auf über 4.000 Metern Seehöhe unterwegs. In Wyoming ritten sie über windgepeitschte Ebenen und durch seenreiche Grantiberge und erreichten schließlich die zerklüftete Bergwelt Montanas. Drei Nationalparks – Rocky Mountain Nationalpark, Yellowstone Nationalpark und Glacier Nationalpark – lagen auf ihrem Weg. Wochenlang waren die beiden Reiter in der Wildnis unterwegs, ohne auch nur eine Strasse überqueren zu müssen. Wie einst die ersten Siedler zogen sie mit ihren Reit- und Packpferden auf historischen Wegen durchs Gebirge, vorbei an Geisterstädten und alten Bergbauminen. Der Santa Fe Trail, Oregon Trail, Mormonen Trail und auch der legendäre Pony Express kreuzt ihren Weg. Geschlafen wurde im Zelt, gekocht am Lagerfeuer. Waschen konnten sich die Abenteurer im Fluss. Der Verzicht auf Komfort fällt leicht. „Für mich ist das Leben in der Natur ein Privileg. Für die Ruhe, die ich hier finde, verzichte ich gerne auf ein bisschen Luxus“, meint Wamser.
Auch Leni fühlte sich als Begleithund pudelwohl. Tagsüber folgte die Hündin interessanten Fährten, in jeder Pause wollte sie spielen, abends ging sie als Erste ins Bett, in der Früh schlüpfte das schlaue Tier, in die noch warmen Schlafsäcke.
Jeder Bundesstaat brachte neue Herausforderungen. In New Mexico hatten die beiden Reiter und ihre Pferde mit der Hitze und dem Wassermangel zu kämpfen. Einheimische warnten sie vor den Klapperschlangen, die sich in diesen Witterungen besonders wohl fühlen. Besonders Leni war über Temperaturen von 40 Grad Celsius nicht gerade begeistert. Auch sie musste daher reiten lernen. In Colorado musste die kleine Karawane auch im Frühsommer noch Schneefelder überqueren und sich vor den heftigen Gewittern, die jeden Nachmittag über den Bergen niedergingen in Acht nehmen. Weiter im Norden zogen sie durch das Land der Grizzlybären. „Nichts verzaubert mich so sehr wie die Begegnung mit wilden Tieren“, schmunzelt Wamser, „doch einem Grizzly wollen wir trotzdem lieber nicht zu nahe kommen.“
Von den wenigen Menschen, denen die beiden Reiter begegnen, wurden sie herzlich empfangen. Sie erlebten Amerika von einer naturverbundenen und gastfreundlichen Seite.
Günter Wamser zeigt in seinem eineinhalbstündigen Vortrag faszinierende Landschaftsbilder und erzählt in seiner bescheidenen und liebenswerten Art Geschichten vom einfachen Leben in der Natur und von den oft amüsanten Erlebnissen mit seinen Tieren. Langsam, Schritt für Schritt, so wie er sich selbst auf seiner ungewöhnlichen Reise vorwärts bewegt, nimmt er die Zuschauer Bild für Bild mit in eine Welt, von deren Eindrücken man sich nur schwer lösen kann.
„Mit meinem Vortrag will ich meine Zuschauer ein Stückchen aus ihrem Alltag entführen, ihnen Zeit schenken zum Staunen, Lernen und Träumen, aber sie auch inspirieren, ihre Träume zu leben.“