Ziel des Klimaschutz- und Energieefizienzkonzept der Stadt Worms ist es, den CO2-Ausstoß in allen Sektoren nachhaltig zu senken. Darunter fällt neben den Wormser Haushalten, den städtischen Liegenschaften und dem Verkehr in Worms auch der Bereich der Wormser Wirtschaft.
Erfahrungen aus der Schweiz und aus vom Modell Hohenlohe e.V. seit 2002 durchgeführten Demonstrationsvorhaben zeigen, dass Energieeffizienz-Netzwerke helfen, Energiesparpotentiale in Unternehmen zu erschließen (Effizienzfortschritte durchschnittlich 3 % pro Jahr), den CO2–Ausstoß zu senken und damit Kosten zu sparen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative die Bildung und Durchführung von insgesamt 30 Pilot-Netzwerken dieser Art in Deutschland mit einem Zuschuss von jeweils 1/3. Zuschussfähig sind dabei die anfallenden Betriebskosten des Netzwerkes für die Dauer von 3 Jahren.
Das beantragte Pilot-Netzwerk wurde für Worms genehmigt und nahm mit dem ersten Netzwerktreffen am 19.08.2010 seine Arbeit auf. Damit ist Worms neben Trier die zweite Stadt in Rheinland-Pfalz, die sich in den Kreis der vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative geförderten „30 Pilot-Netzwerke“ einreiht.
Die Initiatoren des EnergieEffizienz-Tisches sehen in diesem Projekt eine ideale Verknüpfung zwischen betriebswirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs und der Energiekosten sowie den Zielen des Klimaschutzes. Die Kombination aus ingenieurtechnischer Beratung und moderiertem Erfahrungsaustausch ist der Schlüssel zum Energieeinsparerfolg. Das Wormser Netzwerkprojekt läuft zunächst über 3 Jahre und wird vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI evaluiert. Die weitere Entwicklung wird zudem durch die regelmäßige Fortschreibung der CO2 –Bilanz der Stadt Worms überprüft.
Am EnergieEffizienz-Tisch (EE-T) Worms beteiligen sich die folgenden 11 Unternehmen:
Durch eine Vor-Ort Begehung der Ingenieure des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement IfaS am Umwelt-Campus Birkenfeld und des Modell Hohenlohe e.V. wurde für jedes Unternehmen ein Verbesserungspotential zur Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der CO2-Emissionen herausgearbeitet. Die Maßnahmen reichen von der Optimierung von Beleuchtungs- und Druckluftanlagen über die Nutzung von Blockheizkraftwerken bis hin zur Verwendung von regenerativen Energien.
6% Energieeffizienzsteigerung und 6% Reduktion der CO2-Emissionen, das sind die Ziele, die sich die 11 Teilnehmer bei der letzten gemeinsamen Sitzung der Unternehmensvertreter Anfang Juni gesetzt haben. Diese Ziele sollen bis Ende 2012 durch Umsetzung verschiedener Einzelmaßnahmen bei den Unternehmen erreicht werden. Dabei sichert die jährliche Datenerhebung und der Abgleich mit dem Vorjahr die Zielverfolgung.
Die Gruppe der Unternehmensvertreter trifft sich regelmäßig, um über die Möglichkeiten der Energieeinsparungen in den einzelnen Querschnittstechnologien wie zum Beispiel Heizung, Lüftung, Beleuchtung oder Druckluft zu diskutieren und sich gegenseitig Tipps zu geben. Unterstützt werden diese Erfahrungsaustauschtreffen durch externe Fachreferenten, die über den jeweiligen Stand der Technik Auskunft geben.
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