Die Familie der Zwergzebus im Tiergarten Worms wächst weiter. Nachdem am 06. Juni 2008 Bruno das Licht der Welt erblickt hat, wurde am 29. Juli 2008 noch sein Halbschwesterchen Lara geboren. Doch dass die beiden Zwergzebukälber Halbgeschwister sind, davon merkt man bis auf die äußerliche Ähnlichkeit nicht viel.
Bruno, zwei Monate älter als Lara, lässt es sich nicht nehmen, den Tiergarten auch mal auf eigene Faust zu erkunden. Munter schlüpft er, gerade noch „groß“ genug, durch die Gitterstäbe seines Geheges und erforscht sein Umfeld auch mal etwas genauer. Vorbei an den neuen Bewohnern der Fuchsschafe landet er meist auf der gleich benachbarten grünen Wiese, die ausreichend frisches Futter bietet. „Gefahr für die Besucher besteht nicht. Bruno ist äußerst zahm und zutraulich und lässt sich gerne auch mal aus der Hand der Kinder füttern.“, so Revierleiter Oliver Rathmacher.
Schwester Lara hingegen ist da noch etwas zurückhaltender. „Sie kam anfänglich nur sehr schwer auf die Beine und musste von den Tierpflegern zugefüttert werden, da ihre Mutter Michi sie nicht mit genügend Milch versorgen konnte.“, erklärt der gelernte Tierpfleger. Mittlerweile ist Lara zwar immer noch etwas schüchtern, muss aber nicht mehr zusätzlich von den Tierpflegern versorgt werden.
Vater des tierischen Geschwisterpaares ist der kräftige Bulle namens Massai, der den Besuchern durch sein fast schwarzes Fell und sein imposantes Auftreten direkt ins Auge fällt. Er kam im Sommer letzten Jahres in den Tiergarten und hat nun seine vorrangige Aufgabe, für Nachwuchs zu sorgen, erfüllt.
Nicht nur die besagte Zwergzebufamilie aus dem Tiergarten Worms zeigt durch ihren - aus Rückenmuskeln und Fettgewebe bestehenden – Buckel, ebenso wie ihre Artgenossen, Zugehörigkeit zu den Buckelrindern. Die ursprünglich aus dem Kaukasus und aus Sri Lanka stammenden Tiere sind mittlerweile auch in Europa weit verbreitet und werden entweder in der Landschaftspflege eingesetzt oder stellen ein Nahrungsmittel für den Menschen dar. Zebus, die am liebsten Heu, Gras, Kräuter und Blätter fressen werden ca. 20 Jahre alt und bis zu 350 stolzen Kilogramm schwer. Die Kälber dieser Rasse werden durch ihre Herde immer gut behütet und erlernen dadurch Sozialverhalten.
Aber nicht nur der Nachwuchs bei den Zwergzebus wächst im Tiergarten heran, auch die Jungtiere der Europäischen Uhus und der Lachenden Hänse werden flügge. Die bereits im Juni geschlüpften Küken der Europäischen Uhus sind inzwischen munter in ihrer Voliere unterwegs. Unter den aufmerksamen Augen ihrer Eltern erkunden die Jungvögel die Welt und gehen schon fleißig auf Futtersuche.
Auch bei den Lachenden Hänsen, die ihren Namen ihrem gelächterähnlichen Gesang verdanken, haben die im Juli auf die Welt gekommenen Jungtiere zwischenzeitlich ihr Nest verlassen. Sie sind bereits voller Elan dabei die ersten noch unbeholfenen Flugversuche zu machen.