Die Feuerwehr hat ihren Einsatz bei Global Malt in Worms-Rheindürkheim heute beendet. Um 12.30 Uhr wurde der Betrieb in einem sicheren Zustand von Feuerwehrinspekteur Michael Hetzel im Beisein von Beigeordneten Hans-Joachim Kosubek, Landesfeuerwehrinspekteur Hans-Peter Plattner, der Gewerbeaufsicht und der Berufsgenossenschaft an das Unternehmen Global Malt übergeben.
Einem aus Duisburg am vergangenen Wochenende angeforderten Hochleistungs-Turbo-Verdampfer ist es zu verdanken, dass die Bekämpfung der Schwelbrände und Glutnester so zügig und erfolgreich durchgeführt werden konnte. Insgesamt wurden von Samstag vergangener Woche bis heute rund 180.000 Kubikmeter Stickstoff in die Silozellen gepumpt, um den Sauerstoff zu verdrängen und mögliche Schwelbrände oder Glut zum Erlöschen zu bringen.
Im Schnitt rund 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten waren bis heute rund um die Uhr vor Ort. Oberbürgermeister Michael Kissel hatte in der schwierigen Entscheidungsphase die Einsatzleitung übernommen. Unterstützung erhielten die Wormser Einsatzkräfte durch Landesfeuerwehrinspekteur Hans-Peter Plattner sowie durch Spezialisten der BASF-Werksfeuerwehr. Im Einsatz waren auch die Feuerwehren Speyer/Frankenthal und aus dem Landkreis Alzey-Worms, die ihre durch den tagelang anhaltenden Dienst extrem belasteten Wormser Kollegen zeitweise ablösten.
Mit dem Abrücken der Einsatzkräfte geht die Verantwortung für die betroffenen Silos jetzt wieder auf das Unternehmen Global Malt über, das in Absprache mit der eingeschalteten Gewerbeaufsicht die Silos entleeren muss. Um die Silozellen sicher entleeren zu können, müssen diese weiterhin unter Stickstoff stehen. Global Malt hat dafür ein externes Unternehmen beauftragt.
Mit der erfolgreichen Inertisierung (Stickstoffbehandlung) der Malzsilos ist der Auftrag der Wormser Einsatzkräfte damit jetzt beendet; warum es in den Silozellen von Global Malt erneut zu brennen begann, wird die Gewerbeaufsicht zu klären haben. Über die entstandenen Kosten können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden.
„Wir erwarten eine umfassende und detaillierte Klärung der Brandursachen sowie eine Prüfung aller Sicherheitsstandards in dem Unternehmen“, fordert Oberbürgermeister Michael Kissel erneut. Es gelte die Frage zu klären, warum es in diesem Unternehmen in den letzten Jahren auffällig oft zu Schwelbränden gekommen sei.
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