Mit einem Aufruf zur Mäßigung wendet sich Bürgermeister Georg Büttler im Kassiererinnen-Streit des Freizeitbetriebes an die Öffentlichkeit. Niemand werde aus Bagatellgründen entlassen.
Bereits im letzten Jahr habe er öffentlich dargelegt, dass man sich bei den gewährten Trinkgeldern in einer nicht genehmigten „Schwarzkasse“ auf die von der Richterin vorgeschlagene Abmahnung hätte einigen können.
Durch die hinzugekommene Fundsachenunterschlagung sah er es als nicht mehr vertretbar an, die Geschäftsführung entsprechend anzuweisen. Dabei gehe es nicht um gefundene Badeschlappen oder alte Handtücher, sondern um aus dem Tresor des Bades gestohlene Wertsachen. Geldbörsen mit Inhalt, Schmuck, Uhren oder auch Handys seien nachweislich aus dem Tresor verschwunden, zu dem die vier Kassiererinnen den Schlüssel verwahren und über Listenführung die sachliche Zuständigkeit hätten.
Sie regeln auch die Herausgabe dieser Wertsachen mit entsprechenden Nachweisen. Den Diebstahl dieser Wertgegenstände könne man nicht als Bagatelle bezeichnen. Deshalb sei auch Strafanzeige erstattet worden. Ermittlungen seien Aufgabe der Polizei, nicht des Freizeitbetriebes. Die Straftat müsse jedoch den einzelnen Kassiererinnen persönlich nachgewiesen werden, sonst seien sie nicht zu belangen. Aber auch danach müsse es weitergehen.
Bürgermeister Georg Büttler ist wegen des Diebstahls der Wertsachen aus dem Tresor des Hallenbades sehr enttäuscht. Der Vertrauensbruch sitze tief und auch innerhalb der Belegschaft sei ein tiefer Riss festzustellen. Im Interesse der Kassiererinnen habe er bisher zu den Details des Diebstahls geschwiegen. Dafür sei er persönlich in der Öffentlichkeit sogar angegriffen worden. Die weitere Eskalation, die weiter öffentlich geschürt werde, lasse ihm aber keine andere Wahl.
Einem Mitarbeiter des Freizeitbetriebes, der zu dem Kassiererinnen-Streit eine belastende Aussage gemacht habe, wurde mit einem Hammer das eigene Auto demoliert. Der Leiter des Bades wurde über das Diensthandy privat mit nächtlichen Telefonanrufen terrorisiert. Die Stimmung ist aufgeheizt. „Wir müssen bei aller Unappetitlichkeit um den Diebstahl aus dem Tresor des Hallenbades wieder zu mehr Sachlichkeit kommen“, so Bürgermeister Georg Büttler.
Den Schaden hätten zwischenzeitlich alle. Der Imageschaden für die Einrichtung sei enorm. Die hervorragende und gute Arbeit, die den Bädern einen jährlichen Zuspruch von rund 300.000 Besuchern beschere, dürfe nicht weiter beschädigt werden. Aufarbeitung sei in jedem Fall notwendig. „Wir müssen zur Ruhe kommen“, so der Bürgermeister. Deshalb sei auch Mäßigung das Gebot der Stunde.