Woogbrücke - einzigartiger Brückenfund in Worms

Bei Straßenbauarbeiten wurde im Mai 2009 ein spektakulärer Fund gemacht: In Höhe des Rheintorplatzes kam ein Brückenbauwerk zu Tage, offensichtlich eine Woogbrücke aus dem 17. Jahrhundert.

Sehen Sie hier eine

Bildergalerie zur Einweihung

Bildergalerie zum Brückenfund
 

Das schreibt die WZ:

"Die Woogbrücke bleibt weiter sichtbar" (vom 28.5.2009)

"Einst von Luther benutzt" (vom 28.5.2009)
 

 
Bild: Einweihung der Woogbrücke am 19.08.2011

Einweihung der Woogbrücke am 19.08.2011

Woogbrücke öffentlich eingeweiht

Die Woogbrücke am Rheintorplatz wurde am 19.08.2011 eingeweiht. Damit ist der einmalige historische Fund "frei zur Besichtigung", lädt Oberbürgermeister Kissel alle Wormser/innen und Gäste herzlich ein.

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Bild: Rheintorplatz mit Woogbrücke

Beleuchteter Abgang zur Woogbrücke


Bild: Fußgängerbrücke über die alte Woogbrücke wird gebaut (Dezember 2009)

eine "Brücke über der Brücke" schützt das historische Bauwerk

Bauwerk über die Woogbrücke muss verschiedenen Anforderungen entsprechen (Juli 2010)

Ab und an sehen sich die Baufachleute und auch Oberbürgermeister Michael Kissel mit der Frage konfrontiert, warum der neue Übergang über die historische Woogbrücke am Rheintorplatz denn „so massiv“ und als Betonbauwerk ausfallen müsse. Zum besseren Verständnis erklären das beauftragte Architekturbüro und die Stadtverwaltung die Hintergründe und die an das Bauwerk gestellten Anforderungen.

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Bild: Fußgängerbrücke über die alte Woogbrücke wird gebaut (Dezember 2009)

Eine Fußgängerbrücke wird gebaut

Fußgängerbrücke entsteht (Dezember 2009)

Direkt über der alten Woogbrücke aus dem 17. Jahrhundert, die bei Straßenbauarbeiten im Mai 2009 entdeckt wurde, entsteht derzeit eine Überquerung für Fußgänger

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Bild: Fundstelle Woogbrücke

Wurde am 7.5.2009 bei Straßenbauarbeiten entdeckt: eine alte Woogbrücke aus dem 17. Jahrhundert

Bild: Fundstelle Woogbrücke

Sie soll einst einziger Zugang vom Rhein her in die Stadt gewesen sein

Bild: Woogbrücke mit Bastion vor 1689 (Zeichnung von Peter Hamman)

Abbildung der Rheintorpforten vor der großen Stadtzerstörung 1689 (Zeichnung von Peter Hamman)

Bild: Darstellung der Verkehrssituation Variante 7

Darstellung der verkehrstechnischen Untersuchung zu Variante 7

Was und wann?

Entdeckung der „alten Woogbrücke“ am 7. Mai 2009 im Zuge des Ausbaus des Rheintorplatzes

Entscheidung Bauausschuss am 27. Mai 2009:

Der Rheintorplatz soll mit sichtbarem Erhalt der „alten Woogbrücke“ umgebaut werden.

Priorität hatte eine Lösungssuche mit sichtbarem Erhalt ohne Eingriff in Privatgrundstücke. Dabei erhielt von den sieben vorgestellten Varianten die "Variante 7: Verlegung Wallstraße Richtung Osten mit Bypass" den Vorzug.

Dass bedeutet:

  • Alle Verkehrsbeziehungen bleiben erhalten
  • Leistungsfähigkeit gegeben 
  • Fußgängerführung über die Woogbrücke
  • Platzgestaltung durch großzügige Innenfläche möglich
  • Tankstelle nur über Wallstraße zu erreichen
  • Radwegeführung muss noch geprüft werden

 

Welche Anforderungen sind zu erfüllen?

  • Verkehrstechnische Anforderungen:
    - Hauptknotenpunkt von Rheinbrücke auf Innenstadtring
    - Abwicklung von rund 20.000 Kraftfahrzeugen pro Tag
     
  • Denkmalpflegerische Anforderungen:
    - Archäologischer Fund aus dem 16./17. Jahrhundert
    - Vermessung und Dokumentation
    - Erhalten und Verfüllen oder 
    - Erhalten und erlebbar (sichtbar) lassen
     
  • Stadtgestalterische Anforderungen:
    - Stadtkern näher an Rhein bringen
    - Platzgestaltung
    - Stadteingangssituation

 

Kostensituation

Mehrkosten entstehen durch

  • Zusätzliche Planungsleistungen:
    - Umplanung des gesamten Knotenpunktes –
      Straßenplanung
    - Umplanung der Signalisierung
    - Neuplanung der Platzgestaltung
    - Änderung der Software der Lichtsignalanlage
    - Architektenkosten für Planung Brücke
     
  • Zusätzliche Bauleistungen:
    - Leitungsumverlegung der Versorgungsträger
    - Behinderung der ausführenden Baufirma seit ca. 3 Wochen
    - Weitere Stillstandskosten aufgrund der Umplanungsphase
    - Mehrkosten durch Vertragsgestaltung
    - Sicherung des ca. 100 Jahre alten gemauerten Kanals des
      ebwo
    - Baugrubensicherung durch Betonwandeinfassung
    - Ausführung der „Fundgrube“ nach Vorgabe der Denkmal-
      pflege
    - Entwässerung der „Fundgrube“
    - Restaurierung der Woogbrücke
    - Versiegelung der Woogbrücke mittels Schutzanstrich etc.
    - Fußgängerbrücke inkl. Geländer als Stahlkonstruktion über
      Woogbrücke
    - Anstrahlung/Beleuchtung der Woogbrücke
    - Errichtung einer Infotafel
    - Platzgestaltung

 

Kostenverteilung

  • Baugrubensicherung ist Teil der Baumaßnahme, somit Kostenregelung laut Vereinbarung Landesbetrieb Mobilität/Stadt 70/30
  • Restkosten gehen zu Lasten der Stadt

 

Terminschiene

  • Ursprünglicher Fertigstellungstermin zum 19.06.2009 ist nicht zu halten
  • Keine Fertigstellung bis zum Backfischfest Ende August 2009 möglich

 

Die komplette Präsentation zur Entscheidung über den Erhalt der Woogbrücke sehen Sie ...hier (PDF)

Die ursprüngliche Planung können Sie hier einsehen.


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