Wettbewerb "Werkstatt Innenstadt"

Zweiter Platz für Worms

Worms belegt den 2. Platz in der Kategorie über 30.000 Einwohner und erhält ein Preisgeld von 250.000 €.

 
Bild: Flyer Werkstatt Innenstadt (Ausschnitt)

Flyer "Werkstatt Innenstadt" und Förderrichtlinien

Druckfrisch ist jetzt der Flyer zum Förderprogramm "Werkstatt Innenstadt" zu erhalten. In diesem werden die wichtigsten Bausteine und Themen zusammengefasst, sowie die Ansprechpartner benannt.

Hier finden Sie den aktuellen Flyer, sowie die Richtlinien, gebäudebezogene Einzelbögen und vieles mehr zum ansehen und herunterladen!

...zum Flyer und weiteren Downloads!


Luftansicht_Bereich_Dom

Luftansicht von Worms (Dom)

Werkstatt "Innenstadt Rheinland-Pfalz"

Das Projekt "Werkstatt Innenstadt" dient zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Worms durch Stärkung der Einkaufsinnenstadt. Der Landeswettbewerb, in dem Worms den 2. Platz in der Kategorie über 30.000 Einwohner belegt, hat das Ziel, in einem kombinierten Wettbewerbs- und Werkstattverfahren beispielhafte Projekte auszuwählen und die Städte bei der Projektqualifizierung und -realisierung zu unterstützen. Das Projekt versteht sich als landesweiter Arbeits-, Lern- und Kommunikationsprozess zur Innenstadtentwicklung...


Drachen Worms

Drache von Worms

Marktplatz

Marktplatz

KW

KW - Fussgängerzone

Festpiele am Dom bei Nacht

Nibelungen Festspiele vor historischer Kulisse

Kaiser-Passage

Einkaufsmeile:
Kaiser-Passage

Eiscafe mit Blick auf Dom

Eiscafé mit Blick auf den Wormser Dom

Nibelungenmuseum

Nibelungenmuseum

Obermarkt

Obermarkt

Kaemmerer Straße

Kämmerer Straße - Fussgängerzone

Zentrenstruktur

Zentrenstruktur von Worms

Hafergasse

Hafergasse - Fussgängerzone

Brunnen am Marktplatz

Brunnen am Marktplatz

Hof zum Liebenauer Feld

Hof zum Liebenauer Feld

Das Projekt in Worms (Zusammenfassung der Gesamtkonzeption)

Ausgangspunkt des Projektes:

• Die Wormser Innenstadt wird getragen vom Einzelhandel,

• die Mehrzahl der Geschäfte ist klein ( 83 % haben weniger als 
   200 m² Verkaufsfläche),

• diese Geschäfte sind potentiell gefährdet aber

• gerade sie tragen zur Individualität und Unverwechselbarkeit 
   unserer Innenstadt bei.

Das Projekt will die derzeitige Aufbruchstimmung und „kreative Unruhe“ in der Wormser Innenstadt ausnutzen und dazu beitragen, insbesondere diese kleinen Geschäfte zukunftsfähig zu machen, um die Identität, Individualität und Lebendigkeit der Wormser Innenstadt zu erhalten.


Ziele des Projektes sind:

• Wirtschaftliche Stärkung des Stadtzentrums durch Erhalt der 
   Vielfalt der Nutzungen und

• städtebauliche Aufwertung des Stadtkerns durch Erhalt 
   des identitätsstiftenden Stadtbildes.

Das Projekt mit dem Ziel öffentlicher Förderung privater Investitionen dient dabei insbesondere der zeitnahen Umsetzung der erarbeiteten Ziele und der Erprobung zukunftsweisender öffentlicher und privater Partnerschaften.


4 Phasen des Projektes sind geplant:

• Erarbeitung von Richtlinien für die künftige Gestaltung 
   der Einzelhandelsinnenstadt

• Förderung konkreter privater Vorhaben mit modellhaften 
   Lösungen

• Prämierung hervorragender Ergebnisse

• Dokumentation, insbesondere Handbuch für „Wandel im Handel“


Das Projekt ist eingebunden in die Innenstadtentwicklung als Gesamtaufgabe:

• Es basiert auf den Ergebnissen des Innenstadtkonzeptes,
   das die Einzelhandelsinnenstadt abgrenzt und Aufgaben zu
   ihrer Verzahnung mit den Randbereichen benennt.

• Es ist abgestimmt auf das Verkehrskonzept, das die
   Erreichbarkeit der Innenstadt sichert, sowie die Überlegungen
   zum Grünmasterplan, der die innerstädtischen Freiräume zu
   einer grünen Perlenkette verbindet.

• Es wirkt mit seiner Zielrichtung „private Investitionen“
   zusammen mit den öffentlichen Investitionen in den ´
   Bereichen Gestaltung des öffentlichen Raumes (Marktplatz,
   Fußgängerzonen), Kultur (Kultur- und Tagungszentrum,
   Nibelungenfestspiele) und innerstädtisches Wohnen
   (Liebenauer Feld, Lebenszyklushaus) bei der Sicherung der
   Innenstadt als Zentrum der Möglichkeiten.

• Es entwickelt die bisherigen Verfahren zur aktivierenden
   Beteiligung (Hauseigentümer, Geschäftsinhaber, Investoren)
   und Kooperation (IHK, Architekten, Lokale Agenda,
   Werbegemeinschaft) weiter.

• Es konkretisiert die Landesinitiative Werkstatt Innenstadt
   und zeigt eine Alternative zum BID


Das Projekt wurde im Rahmen, während und aufgrund der
Werkstatt Innenstadt weiterentwickelt:

Im letzten halben Jahr wurde die ursprüngliche Projektidee in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, der Werkstattassistenz und den anderen Modellgemeinden weiterentwickelt. Offene Fragen konnten zum Teil beantwortet, andere zumindest geklärt oder konkretisiert werden; es wurden aber auch neue Fragen aufgeworfen. In kleinem Rahmen konnten konkrete Projekte durch Beratung aber ohne finanzielle Unterstützung begleitet werden. Gleichzeitig wurden vorhandene Netzwerke intensiviert bzw. Kontakte zu Banken geknüpft.

Konkret:

• Die Einzelhandelsinnenstadt muss sich gegenüber der „grünen“ 
   und „grauen“ Wiese profilieren, um bei der zu erwartenden 
   Bipolarität bestehen zu können.

• Zur Profilierung der Einzelhandelsinnenstadt ist als Beitrag zur 
   Vertiefung des Innenstadtkonzeptes ihre Gliederung in Struktur-
   und Funktionsbereiche und die Definition von 
   Handlungsschwerpunkten erforderlich (Gutachterkosten: 
   ca. 10.000,-- €, Zeitrahmen: ca. 6 Monate)

• Zur Sicherung der Gestaltqualität des öffentlichen Raumes 
   wurden Sondernutzungsrichtlinien erarbeitet, insbesondere 
   mit den Inhalten: Allgemeine Anforderungen (Reinigung, 
   Energieversorgung, Durchgänge, ...), Warenauslagen, 
   Werbeelemente, Außengastronomie sowie 
   Verkaufseinrichtungen und Infostände.

• Mehrere Gebäude in A- und B-Lagen wurden umgebaut und 
   modernisiert und dabei die Ziele des Projektes verwirklicht. 
   Diesen Prozess gilt es zu verstetigen, wenn möglich durch 
   finanzielle Unterstützung zu beschleunigen.

• Die Kooperationen wurden verstetigt und ausgebaut 
   (Arbeitsgruppen und Gesprächskreise mit Maklern, Händlern, 
   Immobilieneigentümern, Architekten, IHK ...).

• Die ortansässigen Banken (Sparkasse, Volksbank) wurden in 
   die geplante Förderung einbezogen und gemeinsam Wege der 
   Förderung abgeklärt und abgegrenzt.

• Bei der laufenden Modernisierung der Verwaltung  wurden u. a. 
   durch das Büro für Stadtentwicklung mit Citymanagement sowie 
   die Gründung des Stadtmarketing e. V. die Ziele des Projektes 
   berücksichtigt und Strukturen zu dessen optimaler Umsetzung 
   geschaffen.


Das Projekt wird weiter umgesetzt:

Unabhängig von der Unterstützung durch das Land Reinland-Pfalz werden die Ziele des Projektes durch die Stadt Worms weiter verfolgt. Intensität und Mitteleinsatz sind jedoch von der Förderung durch das Land abhängig. Die konkrete zeitnahe Umsetzung setzt eine sichere Finanzierung voraus.

Es soll ein Büro mit der Erarbeitung der Richtlinien und parallel dazu ein Büro zur Moderation des geplanten kooperativen Prozesses beauftragt werden. Für diese ursprünglich erste Projektphase ist auf der Grundlage von Angeboten ein Zeitrahmen von einem Jahr und Kosten von 75.000,-- € geplant. Inhalte dieser Aufträge sind:

• Moderation des Arbeitsprozesses zur Entwicklung der Richtlinien

• Definition von Fördertatbeständen / Kriterien zur 
   Förderfähigkeit privater Maßnahmen

• Entwicklung einer Förderfibel

• Dokumentation des Prozesses als auch auf andere Städte 
   übertragbares Handbuch

dabei nach Schaffung der Arbeitsgrundlagen,

• Berücksichtigung verschiedener Typologien (Nutzungen, 
   Gebäude und Fassaden, Stadträume) bei der 
   Flexibilisierung der Nutzungseinheiten

• bei gleichzeitiger Wahrung  bzw. Wiederherstellung der 
   ästhetischen Identität

• mit dem Ergebnis einer Gebäude-, Fassaden- und 
   Raumtypologie,

• aus der ein prinzipieller Handlungsleitfaden abgeleitet 
   werden kann.

Diese beiden Aufträge mit dem Ziel eines „best practice“ Handbuches, das wegen seiner Übertragbarkeit auch für andere Städte von Interesse ist, sollen als erste Projektabschnitte laufen. Die 2. Phase des Projektes, die Förderung konkreter privater Vorhaben schließt sich daran an. Diese Vorhaben können erst bei definitiver Förderzusage benannt werden, da erst dann konkret private Investitionen kalkuliert werden können. Hierfür sind, abhängig vom Ergebnis der Prämierung bis zu 500.000,-- € Fördersumme möglich. Für die Phase III, Prämierung hervorragender Ergebnisse, sind 20.000,-- € und für die Phase IV, Dokumentation, in der modellhafte Lösungen auch anderen Städten als Beispiele dienen sollen, werden Kosten in Höhe von 30.000,-- € kalkuliert.


Unabhängig davon wird das Projekt zur Stärkung der Einkaufsinnenstadt in Worms weiter verfolgt, insbesondere durch :

• Erarbeitung eines Flächenmanagements
   Fragebogenaktion an Immobilieneigentümer und 
   Geschäftsinhaber

• Beteiligung der Banken
   Zusammenstellung von Förderprogrammen inklusive 
   Darstellung von Steuervorteilen

• Beratende Begleitung von Bau- und Modernisierungsvorhaben


Resümee

Die zentrale Fragestellung des Wormser Projektes, die eine der existenziellen Themen für die Zukunft lebendiger Innenstädte aufgreift, gilt für viele Städte:

• Wie kann die Attraktivität des Einzelhandelsstandortes 
   „Innenstadt“als Beitrag zu einer nachhaltigen, gesamthaften 
   Innenstadtentwicklung erhalten und möglichst gesteigert 
   werden?

Insbesondere aufgrund der Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf andere Städte ist das Projekt als Modell für das Land Rheinland-Pfalz geeignet.


Präsentation aus Worms zum Wettbewerb

Präsentation zum Wettbewerb

Präsentation zum downloaden

Der Beitrag der Stadt Worms steht in Form einer Präsentation als pdf-Datei zum download zur Verfügung (Bild der Präsentation per Mausklick öffnen).


Kontakt

Fragen zum "Werkstatt Innenstadt" Wettbewerb?
Ihre Ansprechpartner:

Heike Noeller

Telefon: (0 62 41) 8 53 - 72 02
Telefax: (0 62 41) 8 53 - 70 99
E-Mail: heike.noeller@worms.de

und

Guido Frohnhäuser

Telefon: (0 62 41) 8 53 - 61 00
Telefax: (0 62 41) 8 53 - 63 99
E-Mail: guido.frohnhaeuser@worms.de


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