Zweiter Platz für Worms
Worms belegt den 2. Platz in der Kategorie über 30.000 Einwohner und erhält ein Preisgeld von 250.000 €.

Druckfrisch ist jetzt der Flyer zum Förderprogramm "Werkstatt Innenstadt" zu erhalten. In diesem werden die wichtigsten Bausteine und Themen zusammengefasst, sowie die Ansprechpartner benannt.
Hier finden Sie den aktuellen Flyer, sowie die Richtlinien, gebäudebezogene Einzelbögen und vieles mehr zum ansehen und herunterladen!
...zum Flyer und weiteren Downloads!
Das Projekt "Werkstatt Innenstadt" dient zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Worms durch Stärkung der Einkaufsinnenstadt. Der Landeswettbewerb, in dem Worms den 2. Platz in der Kategorie über 30.000 Einwohner belegt, hat das Ziel, in einem kombinierten Wettbewerbs- und Werkstattverfahren beispielhafte Projekte auszuwählen und die Städte bei der Projektqualifizierung und -realisierung zu unterstützen. Das Projekt versteht sich als landesweiter Arbeits-, Lern- und Kommunikationsprozess zur Innenstadtentwicklung...













Ausgangspunkt des Projektes:
• Die Wormser Innenstadt wird getragen vom Einzelhandel,
• die Mehrzahl der Geschäfte ist klein ( 83 % haben weniger als
200 m² Verkaufsfläche),
• diese Geschäfte sind potentiell gefährdet aber
• gerade sie tragen zur Individualität und Unverwechselbarkeit
unserer Innenstadt bei.
Das Projekt will die derzeitige Aufbruchstimmung und „kreative Unruhe“ in der Wormser Innenstadt ausnutzen und dazu beitragen, insbesondere diese kleinen Geschäfte zukunftsfähig zu machen, um die Identität, Individualität und Lebendigkeit der Wormser Innenstadt zu erhalten.
Ziele des Projektes sind:
• Wirtschaftliche Stärkung des Stadtzentrums durch Erhalt der
Vielfalt der Nutzungen und
• städtebauliche Aufwertung des Stadtkerns durch Erhalt
des identitätsstiftenden Stadtbildes.
Das Projekt mit dem Ziel öffentlicher Förderung privater Investitionen dient dabei insbesondere der zeitnahen Umsetzung der erarbeiteten Ziele und der Erprobung zukunftsweisender öffentlicher und privater Partnerschaften.
4 Phasen des Projektes sind geplant:
• Erarbeitung von Richtlinien für die künftige Gestaltung
der Einzelhandelsinnenstadt
• Förderung konkreter privater Vorhaben mit modellhaften
Lösungen
• Prämierung hervorragender Ergebnisse
• Dokumentation, insbesondere Handbuch für „Wandel im Handel“
Das Projekt ist eingebunden in die Innenstadtentwicklung als Gesamtaufgabe:
• Es basiert auf den Ergebnissen des Innenstadtkonzeptes,
das die Einzelhandelsinnenstadt abgrenzt und Aufgaben zu
ihrer Verzahnung mit den Randbereichen benennt.
• Es ist abgestimmt auf das Verkehrskonzept, das die
Erreichbarkeit der Innenstadt sichert, sowie die Überlegungen
zum Grünmasterplan, der die innerstädtischen Freiräume zu
einer grünen Perlenkette verbindet.
• Es wirkt mit seiner Zielrichtung „private Investitionen“
zusammen mit den öffentlichen Investitionen in den ´
Bereichen Gestaltung des öffentlichen Raumes (Marktplatz,
Fußgängerzonen), Kultur (Kultur- und Tagungszentrum,
Nibelungenfestspiele) und innerstädtisches Wohnen
(Liebenauer Feld, Lebenszyklushaus) bei der Sicherung der
Innenstadt als Zentrum der Möglichkeiten.
• Es entwickelt die bisherigen Verfahren zur aktivierenden
Beteiligung (Hauseigentümer, Geschäftsinhaber, Investoren)
und Kooperation (IHK, Architekten, Lokale Agenda,
Werbegemeinschaft) weiter.
• Es konkretisiert die Landesinitiative Werkstatt Innenstadt
und zeigt eine Alternative zum BID
Das Projekt wurde im Rahmen, während und aufgrund der
Werkstatt Innenstadt weiterentwickelt:
Im letzten halben Jahr wurde die ursprüngliche Projektidee in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, der Werkstattassistenz und den anderen Modellgemeinden weiterentwickelt. Offene Fragen konnten zum Teil beantwortet, andere zumindest geklärt oder konkretisiert werden; es wurden aber auch neue Fragen aufgeworfen. In kleinem Rahmen konnten konkrete Projekte durch Beratung aber ohne finanzielle Unterstützung begleitet werden. Gleichzeitig wurden vorhandene Netzwerke intensiviert bzw. Kontakte zu Banken geknüpft.
Konkret:
• Die Einzelhandelsinnenstadt muss sich gegenüber der „grünen“
und „grauen“ Wiese profilieren, um bei der zu erwartenden
Bipolarität bestehen zu können.
• Zur Profilierung der Einzelhandelsinnenstadt ist als Beitrag zur
Vertiefung des Innenstadtkonzeptes ihre Gliederung in Struktur-
und Funktionsbereiche und die Definition von
Handlungsschwerpunkten erforderlich (Gutachterkosten:
ca. 10.000,-- €, Zeitrahmen: ca. 6 Monate)
• Zur Sicherung der Gestaltqualität des öffentlichen Raumes
wurden Sondernutzungsrichtlinien erarbeitet, insbesondere
mit den Inhalten: Allgemeine Anforderungen (Reinigung,
Energieversorgung, Durchgänge, ...), Warenauslagen,
Werbeelemente, Außengastronomie sowie
Verkaufseinrichtungen und Infostände.
• Mehrere Gebäude in A- und B-Lagen wurden umgebaut und
modernisiert und dabei die Ziele des Projektes verwirklicht.
Diesen Prozess gilt es zu verstetigen, wenn möglich durch
finanzielle Unterstützung zu beschleunigen.
• Die Kooperationen wurden verstetigt und ausgebaut
(Arbeitsgruppen und Gesprächskreise mit Maklern, Händlern,
Immobilieneigentümern, Architekten, IHK ...).
• Die ortansässigen Banken (Sparkasse, Volksbank) wurden in
die geplante Förderung einbezogen und gemeinsam Wege der
Förderung abgeklärt und abgegrenzt.
• Bei der laufenden Modernisierung der Verwaltung wurden u. a.
durch das Büro für Stadtentwicklung mit Citymanagement sowie
die Gründung des Stadtmarketing e. V. die Ziele des Projektes
berücksichtigt und Strukturen zu dessen optimaler Umsetzung
geschaffen.
Das Projekt wird weiter umgesetzt:
Unabhängig von der Unterstützung durch das Land Reinland-Pfalz werden die Ziele des Projektes durch die Stadt Worms weiter verfolgt. Intensität und Mitteleinsatz sind jedoch von der Förderung durch das Land abhängig. Die konkrete zeitnahe Umsetzung setzt eine sichere Finanzierung voraus.
Es soll ein Büro mit der Erarbeitung der Richtlinien und parallel dazu ein Büro zur Moderation des geplanten kooperativen Prozesses beauftragt werden. Für diese ursprünglich erste Projektphase ist auf der Grundlage von Angeboten ein Zeitrahmen von einem Jahr und Kosten von 75.000,-- € geplant. Inhalte dieser Aufträge sind:
• Moderation des Arbeitsprozesses zur Entwicklung der Richtlinien
• Definition von Fördertatbeständen / Kriterien zur
Förderfähigkeit privater Maßnahmen
• Entwicklung einer Förderfibel
• Dokumentation des Prozesses als auch auf andere Städte
übertragbares Handbuch
dabei nach Schaffung der Arbeitsgrundlagen,
• Berücksichtigung verschiedener Typologien (Nutzungen,
Gebäude und Fassaden, Stadträume) bei der
Flexibilisierung der Nutzungseinheiten
• bei gleichzeitiger Wahrung bzw. Wiederherstellung der
ästhetischen Identität
• mit dem Ergebnis einer Gebäude-, Fassaden- und
Raumtypologie,
• aus der ein prinzipieller Handlungsleitfaden abgeleitet
werden kann.
Diese beiden Aufträge mit dem Ziel eines „best practice“ Handbuches, das wegen seiner Übertragbarkeit auch für andere Städte von Interesse ist, sollen als erste Projektabschnitte laufen. Die 2. Phase des Projektes, die Förderung konkreter privater Vorhaben schließt sich daran an. Diese Vorhaben können erst bei definitiver Förderzusage benannt werden, da erst dann konkret private Investitionen kalkuliert werden können. Hierfür sind, abhängig vom Ergebnis der Prämierung bis zu 500.000,-- € Fördersumme möglich. Für die Phase III, Prämierung hervorragender Ergebnisse, sind 20.000,-- € und für die Phase IV, Dokumentation, in der modellhafte Lösungen auch anderen Städten als Beispiele dienen sollen, werden Kosten in Höhe von 30.000,-- € kalkuliert.
Unabhängig davon wird das Projekt zur Stärkung der Einkaufsinnenstadt in Worms weiter verfolgt, insbesondere durch :
• Erarbeitung eines Flächenmanagements
Fragebogenaktion an Immobilieneigentümer und
Geschäftsinhaber
• Beteiligung der Banken
Zusammenstellung von Förderprogrammen inklusive
Darstellung von Steuervorteilen
• Beratende Begleitung von Bau- und Modernisierungsvorhaben
Resümee
Die zentrale Fragestellung des Wormser Projektes, die eine der existenziellen Themen für die Zukunft lebendiger Innenstädte aufgreift, gilt für viele Städte:
• Wie kann die Attraktivität des Einzelhandelsstandortes
„Innenstadt“als Beitrag zu einer nachhaltigen, gesamthaften
Innenstadtentwicklung erhalten und möglichst gesteigert
werden?
Insbesondere aufgrund der Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf andere Städte ist das Projekt als Modell für das Land Rheinland-Pfalz geeignet.
Präsentation zum downloaden
Der Beitrag der Stadt Worms steht in Form einer Präsentation als pdf-Datei zum download zur Verfügung (Bild der Präsentation per Mausklick öffnen).
Kontakt
Fragen zum "Werkstatt Innenstadt" Wettbewerb?
Ihre Ansprechpartner:
Heike Noeller
Telefon: (0 62 41) 8 53 - 72 02
Telefax: (0 62 41) 8 53 - 70 99
E-Mail: heike.noeller@worms.de
und
Guido Frohnhäuser
Telefon: (0 62 41) 8 53 - 61 00
Telefax: (0 62 41) 8 53 - 63 99
E-Mail: guido.frohnhaeuser@worms.de