Dem Wetter getrotzt: 20.000 Besucher bei "Worms: Jazz & Joy"
„Worms: Jazz & Joy” hat auch im 20. Jahr seines Bestehens nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Bei durchweg angenehmen Temperaturen und trotz des einen oder anderen Sommerregens genossen rund 20.000 Besucher das dreitägige Festivalprogramm mit 39 Bands auf fünf Bühnen. Damit wurden wieder die Besucherzahlen des Rekordjahres 2010 erreicht. Auch die Sanitätsdienste, Feuerwehr und Polizei vermeldeten ein durchweg friedliches Fest ohne größere Vorkommnisse.
Vom Programmbeginn bis Mitternacht
herrschte an allen Tagen ein quirliges Treiben auf der Flaniermeile. Die
beleuchteten Kirchen, die liebevoll eingerichteten Pagodenzelte der
Gastronomen und die stimmungsvolle Dekoration der Flaniermeile sorgten
gerade in den Abendstunden für ein tolles Ambiente. Lässig flanierten
junge Cliquen, ältere Paare und Familien mit Kindern von Platz zu Platz,
genossen das bunte Programm und das reichhaltige gastronomische
Angebot. Hier ein gemütlicher Plausch mit Bekannten und Freunden, dort
das Genießen von leckeren Weinen aus der Region. Wieder an einer anderen
Stelle ausgelassenes Tanzen und Feiern oder vor allem im Andreasstift
das hochkonzentrierte Genießen von Musik: bei „Worms: Jazz & Joy“
war auch 2011 wieder für alles Platz.
„Die Rückkehr zu den
Wurzeln im vergangenen Jahr hat sich mehr als bewährt. Das Gesamtkonzept
des Festivals ist stimmig und wird auch von den Besuchern gut
angenommen“, freut sich Sascha Kaiser, der Kaufmännische Geschäftsführer
der Kultur und Veranstaltungs GmbH: „Toll ist auch, dass die Sponsoren
in diesem Jahr mit eigenen Aktionen das Rahmenprogramm bereichert
haben.“
Vielfältiges Musikprogramm auf fünf Plätzen
Egal
ob das Eröffnungskonzert mit der „Nils Landgren Funk Unit“ auf dem
Weckerlingplatz, ob „Auletta“ vor der Jugendherberge, „Sheik Yerbouti“
auf dem Schlossplatz oder Ana Popovic am frühen und verregneten
Samstagabend: volle Plätze wo das Auge hinsah und ausgelassen tanzende
und groovende Menschen. Auch das Sonderkonzert mit Ronan Keating am
Freitagabend begeisterte nicht nur die Wormser, sondern auch extra
angereiste Fans aus Holland, Skandinavien und Schottland.
Für
Jazz-Puristen bot das Andreasstift wieder ein exzellentes Musikprogramm
mit zeitgenössischem Jazz von „Ajoi“, Mélissa Laveaux, dem „Emil
Mangelsdorff Quartett“, „Brian Auger’s Oblivion Express“, dem „DUO
HAAG/SCHWALLER“, Florian Poser Vibes Trio feat. Cezary Paciorek und
Renaud Garcia-Fons Bereits am Samstagnachmittag konnte sich Laveaux über
ein bis zum letzten Platz gefülltes Andreasstift freuen.
„Ein
rundherum gelungenes Festival“, resümiert dann auch Wolfgang Schall,
einer der drei musikalischen Leiter und freut sich, dass auch die
Konzerte mit unbekannteren Bands einen guten Zuspruch hatten: „Die Leute
bleiben beim Flanieren immer mal wieder stehen und lassen sich auf neue
Musikerlebnisse ein.“ Sein Kollege David Maier ergänzt: „Das Niveau der
Bands war durchweg herausragend, nicht nur bei den Highlights, sondern
auch bei den Nachwuchsbands.“ Insgesamt, so Stefan Traub, der dritte
musikalische Leiter, lief einfach alles rund; es habe es keine großen
Verzögerungen und technischen Probleme gegeben.
Flaniermeile lockt mit einem buntem Programm
Rund
um die Musikbühnen sorgte ein buntes Rahmenprogramm für Abwechslung und
Spaß: Beim Kinderfest vor dem Dom tobten die Kleinen, während die
Älteren in einem eigens abgesperrten Areal die nagelneuen E-Fahrräder
des Sponsors EWR AG ausprobieren konnten. Evonik Industries AG
präsentierte sich mit einem Gewinnspiel und für Oldtimerfans gab es am
Sonntag vor dem Dom viele Klassiker zu bestaunen. Auch
Oberbürgermeister Michael Kissel empfand das Festival als überaus
gelungen: „Es war wieder eine sehr gute Programm-Mischung, die wirklich
für jeden Musikfan etwas bot. Schön, dass die exzellente Arbeit des
Organisationsteams durch den sehr guten Zuspruch des Publikums belohnt
wurde.“
Am Samstagabend konnten leider nicht alle Fans zu „Selig“
Am
Samstagabend musste auf Grund des großen Zuspruchs der Zugang zum
Konzert der Band „Selig“ zeitweise gesperrt werden. Zu viele Menschen
strömten gleichzeitig auf den Platz der Partnerschaft. „Das bedauern wir
natürlich, aber die Sicherheit geht immer vor“, betont Ulrich Mieland.
Der Technische Geschäftsführer der Kultur und Veranstaltungs GmbH bittet
bei den Besuchern um Verständnis für solche Maßnahmen, die in den
vergangenen Jahren übrigens schon öfters – auch im Andreasstift – nötig
waren. In der Regel entspannt sich die Situation aber im Laufe des
Konzerts durch Besucher, die zu anderen Plätzen weitergehen. So auch am
Samstag, als in der Mitte des Konzertes die Tore zum „Selig“-Konzert
wieder geöffnet wurden. Mieland erläutert die Vorgaben des
Sicherheitskonzepts, welches unter dem Eindruck der schrecklichen
Ereignisse bei der Love Parade in Duisburg für 2011 noch einmal
überarbeitet wurde: „Mit den Biertischgarnituren im hinteren Bereich
dürfen nur noch 1600 Personen auf den Platz, da ansonsten die geordnete
Entfluchtung nicht mehr gewährleistet ist.“ Auch bei Joy Denalane am
Sonntagabend ist mit einem ähnlichen Ansturm zu rechnen, weshalb Sascha
Kaiser verspricht: „Wir werden die gesamte Bestuhlung wegnehmen und so
für das Abschlusskonzert die Kapazitäten zumindest auf 2400 Plätze
erhöhen.“
Festival ohne Sponsoren nicht realisierbar
Ein Festival der Größenordnung von „Worms: Jazz & Joy“ wäre ohne die freundliche Unterstützung einer ganzen Reihe von Partnern nicht denkbar. Der besondere Dank der Veranstalter gilt deshalb dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes für die Förderung der Veranstaltung sowie namhaften Unternehmen und Einrichtungen für Ihr Sponsoring: Evonik Industries AG – Standort Worms, EWR Aktiengesellschaft, Globus Bobenheim-Roxheim, Kultursommer Rheinland Pfalz e.V., Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, NEU’s Fruchtsäfte, Pepsico Deutschland GmbH, Peterstaler Mineralquellen GmbH, Rhenania Worms AG, SKODA AUTO DEUTSCHLAND GmbH, Sparkasse Worms-Alzey-Ried, SWR1, Volksbank Worms-Wonnegau eG, Verlagsgruppe RheinMain.











