Die Geschichte des Nibelungenmuseums





Teil II: 2001 bis 2011

Die Geschichte des
Museums am Torturmplatz



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Die Geschichte des
Stadtmauerensembles am Torturmplatz




Happy Birthday
Nibelungenmuseum Worms!

Seit 10 Jahren begehbares Hörbuch an der Stadtmauer
Seit 2001 existiert das Nibelungenmuseum an der Wormser Stadtmauer. Dort wird das Nibelungenlied – eine der berühmtesten Geschichten der Weltliteratur und seit 2009 Bestandteil des UNESCO-Weltdokumentenerbes – mit moderner Multimedia-Technologie inszeniert. Mit Hilfe von Audio-Guides gehen jedes Jahr rund 21.000 Besucher in dem Literaturmuseum auf eine spannende Entdeckungsreise. Den runden Geburtstag feiert das Museum vom 18. bis zum 21. August mit einem bunten Programm.


Das Nibelungenmuseum bietet eine Reise in jene Vergangenheit, die uns heute genau so beeindruckt und fesselt wie unsere Vorfahren - und wohl auch bei der nachfolgenden Generation Aufmerksamkeit erreichen wird. Beim Spaziergang auf den Spuren der Nibelungen führt der unbekannte Dichter, dem kein geringerer als Mario Adorf seine Stimme lieh, über Kopfhörer durch die Ausstellung und erzählt vom Lied und seiner Geschichte.
Historiker, Architekten, Komponisten und Multimedia-Spezialisten aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland haben bei der Planung und Konzeption dieses neuzeitlichen Museums-Projektes mitgewirkt und ihr Wissen mit einfließen lassen. Entstanden ist daraus eine in sich geschlossene Rauminszenierung der Nibelungensage – ein begehbares Hörbuch sozusagen, bei der das Sehen, Hören und Wahrnehmen im Vordergrund stehen. Vom Eingangsbereich führt der Weg zum Sehturm, über den Wehrgang zum Hörturm und schließlich in das „Mythenlabor“.


Mythenlabor
Im unterirdischen „Mythenlabor“ bieten vier große Wandterminals und ein zu Präsentationszwecken programmierter Master-Terminal die Gelegenheit, vertiefend und ergänzend zum Audio-Rundgang in die faszinierende Welt der Sagen und Mythen einzutauchen. Diverse Kurzfilme des Medienkünstlers Eichfelder präsentieren anschaulich Informationen zu den Nibelungen und anderen Mythen. Die Medien-Datenbank und das Internet ermöglichen weitreichende Recherchen. Stadtführern und Lehrern stehen eigens vorbereitete Module zur Verfügung. Referenten können eigene Daten über den Beamer präsentieren


Das Museum als Teil einer übergeordneten Strategie
Das Nibelungenmuseum zeichnet sich aber nicht nur durch seine ständigen Innovationen im technischen Bereich aus, die auch das Interesse großer Museen in der Region finden, sowie durch seine Anschubwirkung für die Museumsvermittlung in allen Wormser Museen. Es ist auch Teil einer übergeordneten kulturpolitischen Strategie, die aus der überregional bedeutenden Kulturgeschichte der Stadt kulturtouristische Vorteile ziehen will. Kulturkoordinator Volker Gallé erläutert: „Das Nibelungenprofil ist ein Alleinstellungsmerkmal für Worms. Um es aber touristisch nutzen zu können, musste das Thema Ende der neunziger Jahre im Stadtbild inszeniert werden. Das ganzjährige Angebot des Museums bildet dabei einen wichtigen Baustein, der ergänzt wird durch die überregional ausstrahlenden Nibelungen-Festspiele, die Netzwerkveranstaltung Spectaculum und die wissenschaftlichen Tagungen der Nibelungenliedgesellschaft.“


Veranstaltungen für Groß und Klein
Heute zeichnet sich die Arbeit des Nibelungenmuseums vor allem durch die Vielfalt der museumspädagogischen Angebote aus. Ob inszenierte Führungen, szenische Darbietungen, regelmäßige Treffen der Museumskids oder die meist ausgebuchten Ferienspiele: Das Nibelungenmuseum Worms bietet spezielle Angebote für Schulklassen genauso wie jede Menge offene Veranstaltungen für Groß und Klein.

Über die Nibelungen- und Mythen-Thematik hinaus initiiert, entwickelt und erprobt das Museumsteam derzeit unter dem Slogan „museum live“ museumspädagogische Angebote für alle Wormser Museen.



Sonderpräsentationen
Regelmäßig wechselnde Sonderpräsentationen runden das Angebot ab, so zum Beispiel im Jahr 2010 die Sonderpräsentation „Die Staufer“, oder 2011 „Jud Süß“.

Rund 21.000 Besucher im Jahr
Das Nibelungenmuseum hat heute im Jahresdurchschnitt rund 21.000 Besucher. Das ist eine sowohl im städtischen als auch im Landesvergleich ausgezeichnete Zahl; Museen dieser Größenordnung liegen normalerweise zwischen 10.000 und 15.000 Gästen.