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Jugendstilgraphiker und Buchillustratoren

02.05.2017

Ausstellung bis 30. September in der Stadtbibliothek und im Stadtarchiv Worms . Eintritt frei, es werden kostenlose Führungen angeboten.

Otto Ubbelohde: Judenfriedhof;  Illustrationen in: „Hessenkunst“, Band 5.1910. 
Otto Ubbelohde: Judenfriedhof; Illustrationen in: „Hessenkunst“, Band 5.1910.
Otto Ubbelohde: Kreuzgang des Andreasstiftes, Illustrationen in: „Hessenkunst“, Band 5.1910. 
Otto Ubbelohde: Kreuzgang des Andreasstiftes, Illustrationen in: „Hessenkunst“, Band 5.1910.
Sattler: Brennendes Haus zur Münze 1689, Ill in:  Heinrich Boos: „Geschichte der rheinischen Städtekultur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Stadt Worms“ (1897-1901) 
Sattler: Brennendes Haus zur Münze 1689, Ill in: Heinrich Boos: „Geschichte der rheinischen Städtekultur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Stadt Worms“ (1897-1901)

Zwei Ausstellungsorte

Die beiden bedeutenden Jugendstilgraphiker und Buchillustratoren Otto Ubbelohde (1867-1922) und Joseph Sattler (1867-1931) stehen in enger Beziehung zu Worms und werden nun Thema einer gemeinsamen Ausstellung von Stadtbibliothek und Stadtarchiv sein, die vom 2. Mai bis 30. September bei freiem Eintritt in beiden städtischen Kultureinrichtungen zu sehen ist.

Der aus Marburg stammende Ubbelohde war vor allem bekannt durch seine Federzeichnungen von altdeutschen Städten, von hessischen Burgen und Landschaften, die durch die Kalenderblätter des Jahrbuches ´Hessenkunst´ auch in Worms populär wurden.

Zwei Ansichten von 1910 zeigen den Judenfriedhof und den Kreuzgang des Andreasstiftes. Ubbelohdes berühmte Illustrationen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (Erstauflage 1907/09) fanden u.a. in Lesebüchern für die hessischen Schulen Verbreitung. Joseph Sattler, der aus dem oberbayerischen Schrobenhausen stammte und bis 1918 in Straßburg ansässig war, illustrierte im Auftrag von Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim die vierbändige  ´Geschichte der rheinischen Städtekultur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Stadt Worms (1897-1901)´. 

Verfasser war der Basler Historiker Heinrich Boos, dessen 100.Todestag sich am 10. Juli 2017 jährt. Für ´Die Nibelunge´, ein Hauptwerk der Buchkunst des Jugendstils (fertiggestellt für die Weltausstellung in Saint Louis 1904) schuf Sattler die Schrifttype und die Illustrationen. Eines der vier gedruckten Pergamentexemplare dieses Folianten stiftete Heyl der Stadt Worms (heute in der Stadtbibliothek) und eines der 160 auf Büttenpapier gedruckten Exemplare erwarb Heyl für seine Privatbibliothek (heute Stiftung Kunsthaus Heylshof). 

Ubbelohde und Sattler betätigten sich zum Broterwerb als Gestalter von Exlibris, kleine Graphiken, die als Eignerzeichen in Bücher eingeklebt werden. Die illustrierten Bücher und Exlibris der beiden Jugendstilkünstler aus Stadtbibliothek, Stadtarchiv und Heylshof werden in der Ausstellung ergänzt durch Leihgaben aus den beiden größten öffentlichen deutschen Exlibris-Sammlungen: Gutenberg-Museum Mainz und Stadtbibliothek Mönchengladbach (Exlibris-Sammlung Dr. Gernot Blum).


Bedeutende Graphiken von Sattler im Raschihaus

Die beiden bedeutenden Graphikzyklen ´Bilder aus der Zeit des Bauernkrieges (1893)´ und ´Ein moderner Todtentanz (1894)´ von Joseph Sattler werden - als Leihgaben des Gutenberg-Museums - neben einigen handschriftlichen Briefen der beiden Künstler aus dem Bestand des Stadtarchivs im Raschihaus ausgestellt.

 

Kostenfreie Führungen

Für die gemeinsame Ausstellung werden kostenlose Führungen angeboten. Am Samstag, dem 6. Mai, startet die Führung um 11.00 Uhr bei der Stadtbibliothek und am Freitag, dem 26. Mai, beginnt die Führung um 16.00 Uhr im Raschihaus.  Die Dauer der Führungen beträgt mit Besuch beider Einrichtungen etwa 1,5 Stunden.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Worms im Haus zur Münze (Marktplatz 10) sind montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 13.00 Uhr. 

Das Stadtarchiv präsentiert die Ausstellung im Raschihaus (Hintere Judengasse 6) dienstags bis sonntags von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr.