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Nach 132 Jahren wieder in Worms

29.05.2017

Das Stadtarchiv erwarb eine schmuckvolle Glückwunschadresse an Fürst Bismarck und holte damit ein wichtiges Dokument nach 132 Jahren zurück nach Worms.

Glückwunschadresse der Arbeiter der Cornelius Heyl’schen Fabriken in Worms an Fürst Bismarck, 1885. (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Glückwunschadresse der Arbeiter der Cornelius Heyl’schen Fabriken in Worms an Fürst Bismarck, 1885. (Quelle: Stadtarchiv Worms)

Eindrucksvolle Dokumentation der Verehrung

Nach der Reichsgründung von 1871 wurde die Person des Reichsgründers Fürst Otto von Bismarck (1815-1898) für viele Deutsche zu einer Art lebenden Legende, verehrt und vielfältig (vor allem bei runden Geburtstagen) mit Geschenken und Grußadressen aus dem gesamten Reich und darüber hinaus überhäuft. Ein Teil dieser Sammlung wurde jetzt bei einem renommierten Auktionshaus in Königstein/Ts. versteigert. Dem Stadtarchiv Worms gelang es dabei, ein für die Geschichte der Stadt und ihres lange Zeit wichtigsten Arbeitgebers, der Lederwerke Cornelius Heyl, gleichermaßen wichtiges und repräsentatives Stück zu erwerben. 

Es handelt sich um eine aufwendig künstlerisch gestaltete, dem Reichskanzler 1885 (zu seinem 70. Geburtstag) überreichte Glückwunschadresse der Arbeiter der Cornelius Heyl’schen Fabriken in Worms. Neben dem mit farbiger Aquarellmalerei und kalligraphischem Text versehenen Schmuckblatt finden sich dort die Namen aller ca. 1800 Arbeiter der Werke mit ihren Unterschriften. 

Das Dokument unterstreicht die besondere Verehrung Bismarcks (seit 1870 Ehrenbürger von Worms) durch die kurz zuvor geadelte Familie von Heyl, die ihm 1890 ein erst kürzlich im Heylshofpark wieder errichtetes Denkmal stiftete. Das in Ledereinband mit goldgeprägten Deckeltitel gestaltete Geschenk ist nun nach mehr als 132 Jahren wieder nach Worms zurückgekehrt und dokumentiert eindrucksvoll die besondere Hochachtung, die dem Reichsgründer gerade hier zuteil geworden ist.