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Neue Daten zum Migrationshintergrund in Worms

08.06.2017

Eine neue Analyse zeigt die Zahlen zum Migrationshintergrund in Worms auf.

Jeder dritte Einwohner der Stadt Worms hat einen Migrationshintergrund (33 Prozent), die meisten Personen mit Migrationshintergrund leben in der Kernstadt.  
Jeder dritte Einwohner der Stadt Worms hat einen Migrationshintergrund (33 Prozent), die meisten Personen mit Migrationshintergrund leben in der Kernstadt.

Sozialer Wandel als Herausforderung

Der Umgang mit dem sozialen Wandel ist seit Jahren eine Herausforderung für Sozial- und Stadtplaner. Die demografische Entwicklung der Gesellschaft wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst, allen voran in den letzten Jahren von der Zuwanderung.

Der Bereich Stadtentwicklung – Migration/Integration hatte deshalb vor vier Jahren zum Stichtag 31.12.2012 eine Analyse des Migrationshintergrundes der Wormser Bevölkerung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im September 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Der Dienstleister „Demografie kommunal“ unterstützt Kommunen seit 2010 mit Lösungen wie beispielsweise Bevölkerungsprognosen auf Stadtteilebene oder Bestandsaufnahmen der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund.

 

Vergleich der Daten von 2012 bis 2015 möglich

Aufgrund der zeitlich begrenzten Gültigkeit der Daten stand eine Aktualisierung an, die nun vorliegt. Mit dem Stichtag des 31.12.2015 wurden von „Demografie kommunal“ erneut Analysen angefertigt, die die Daten von 2012 nicht nur ergänzen, sondern auch noch einen Vergleich von 2012 bis 2015 ermöglichen.

Im Überblick lassen sich laut dem Dienstleister fünf Aussagen der aktuellen Analyse zur Bevölkerung der Stadt Worms zusammenfassen:

  • Jeder dritte Einwohner der Stadt Worms hat einen Migrationshintergrund (33 Prozent).
  • Die meisten Personen mit Migrationshintergrund leben in der Kernstadt. In drei Stadtteilen hat fast  jeder zweite Bürger einen Migrationshintergrund (Innenstadt Nord: 54 Prozent, Innenstadt Südwest: 50 Prozent, Stadtzentrum: 48 Prozent).
  • Personen mit Migrationshintergrund sind deutlich jünger als die Gesamtbevölkerung.
  • Von den Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre hat mindestens die Hälfte einen Migrationshintergrund; in den o.g. Stadtteilen sind es mehr als 70 Prozent. Dies bedeutet, dass in den betreffenden Vierteln drei von vier Kindern einen Migrationshintergrund haben.
  • Der stärkste vertretene nationalstaatliche Hintergrund ist die Türkei (22 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund), gefolgt von Staaten der ehemaligen Sowjetunion, Polen und Rumänien.

Stadt im gesellschaftlich-kulturellen Wandel weiterentwickeln

Der Vergleich der beiden Erhebungszeiträume lässt laut „Demografie kommunal“ vier Aussagen zur Entwicklung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zu:

  • Ohne Menschen mit Migrationshintergrund hätte Worms in den letzten drei Jahren an Bevölkerung verloren, darunter insbesondere Familien.
  • Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist im Beobachtungszeitraum insgesamt um 4,4 Prozent gestiegen, in der Innenstadt sogar um 8,2 Prozent. Zum ersten Mal leben dort mehr Menschen mit als Menschen ohne Migrationshintergrund.
  • Worms hat insbesondere einen Zuwachs an jungen (jünger als 25 Jahre), ausländischen Personen zu verzeichnen. Flüchtlinge wurden dabei ausgeklammert.
  • Der Zuwachs an Migranten generiert sich überwiegend aus (ledigen) EU-Ausländern. Vermutlich handelt es sich hierbei um die Effekte arbeitsbedingter Migration.

Die Wormser Migrations- und Integrationsbeauftragten sind mit der Arbeit des Dienstleisters „Demografie kommunal“ sehr zufrieden und freuen sich, dass sich bereits weitere Kommunen am Wormser Beispiel orientiert und die Expertise des Unternehmens in Anspruch genommen haben.

Oberbürgermeister Michael Kissel ist davon überzeugt, dass diese Analyse über den verwaltungsinternen Gebrauch hinaus erneut seine Nutzer in der Fachöffentlichkeit finden wird. Er schreibt in seinem Grußwort zur Neuauflage der Analyse „Ich sehe dies als spannende Herausforderung und zugleich als Chance, unsere Stadt im gesellschaftlich-kulturellen Wandel im Sinne unserer Bürger weiterzuentwickeln und fit für die Zukunft zu machen. Es würde mich freuen, wenn die vorliegenden Informationen erneut das Interesse der Wirtschaft und der sozialen Organisationen finden würden, um zukünftige Entscheidungen daran auszurichten.“