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Auf Safari durch Afrikas Kultur

10.07.2017

Bei den Sommerferienspielen von "museum live" im Nibelungenmuseum Worms gingen 25 Kinder auf Afrika-Expedition.

"Hakuna Matata – Auf nach Afrika" lautete das Motto der diesjährigen Sommerferienspiele von "museum live". (Foto: Nibelungenmuseum Worms) 
"Hakuna Matata – Auf nach Afrika" lautete das Motto der diesjährigen Sommerferienspiele von "museum live". (Foto: Nibelungenmuseum Worms)

"Hakuna Matata – Auf nach Afrika"

Afrika ist nicht nur Schauplatz unberührter Wildnis und atemberaubender Naturspektakel, sondern auch Heimat einer aufregenden Kulturlandschaft. Neben einzigartigen Schätzen, die der Kontinent bereithält, haben die Menschen hier vielerorts aber auch mit Armut zu kämpfen. 

Getreu dem Motto „Hakuna Matata – Auf nach Afrika“ haben sich die jungen Teilnehmer der diesjährigen Sommerferienspiele im Nibelungenmuseum in der Woche vom 3. bis 7. Juli aufgemacht, die Geheimnisse des afrikanischen Kontinents zu lüften: Die 25 Jungen und Mädchen lernten, wie ihre Altersgenossen dort den Alltag erleben, wie man aus einfachsten Materialien Spielzeug und Musikinstrumente basteln kann und überzeugten sich bei einem Ausflug in den Heidelberger Zoo von der Artenvielfalt des afrikanischen Tierreichs. Zum Abschluss der Ferienspiele präsentierten die Nachwuchs-Forscher einstudierte Trommelrhythmen.  

 

Es wurde getrommelt, gesungen, getanzt und viel gelacht. Bei der Abschlussveranstaltung der diesjährigen Sommerferienspiele unter dem Motto „Hakuna Matata – Auf nach Afrika“ führten 25 Kinder zwischen sechs und elf Jahren ihren Eltern und Großeltern vor, was sie in einer ereignisreichen Woche über Afrika erfahren hatten. 

Bräuche und Gepflogenheiten der afrikanischen Kultur 

Zu Beginn der Ferienspiele von „museum live“, dem museumspädagogischen der vier Wormser Museen, lernten die Kinder die Bräuche und Gepflogenheiten der afrikanischen Kultur in einer Einführung von Janine Georgoulis kennen. Die langjährige Mitarbeiterin des Museums ist in Südafrika aufgewachsen und vermittelte den Kindern allerhand Wissenswertes über das Land und seine Bewohner.

Vor allem das spielerische Element bestimmte die erste Annäherung an das Thema: Wasser auf dem Kopf balancieren oder afrikanische Speisen zubereiten, standen im Wormser Umweltgarten ebenso auf dem Programm wie das Einstudieren eines Waka-Waka Tanzes. 

Um eine lebendige Vorstellung von den Lebensumständen der jungen Menschen in Afrika zu bekommen, erzählte Elke Scheiner, die erste Vorsitzende der Hilfsorganisation „afemdi“, mit Bildern und Anschauungsmaterial von ihrer Arbeit in einem Kinderheim in Kamerun. „Wenn die Kinder sehr still sind, dann spürt man, dass ein Vortrag etwas hinterlassen hat“, zeigte sich die Afrika-Expertin im Rahmen der Abschlussveranstaltung begeistert von besonders aufmerksamen Zuhörern. 

Während am Dienstag, 4. Juli, für einige beim Trommelworkshop mit FSJlerin Maleen Knies im Mythenlabor Rhythmusgefühl gefragt war, bastelte eine zweite Gruppe parallel Musikinstrumente aus einfachsten Materialien.

Ausflug in den Heidelberger Zoo

Als Höhepunkt der wöchentlichen Abenteuerreise erwartete die jungen Teilnehmer am dritten Tag ein Ausflug in den Heidelberger Zoo. Dort durfte man sich in Kleingruppen auf „Safari-Tour“ begeben. Später beim gemeinsamen Rundgang mit dem Zoo-Ranger stand dann die Artenvielfalt des afrikanischen Tierreichs im Vordergrund. Insbesondere die Robbenfütterung sorgte für leuchtende Kinderaugen.

Dass Afrika durch Bürgerkriege, Flüchtlingskrisen und Armut natürlich auch mit traurigen Schattenseiten zu kämpfen hat, erfuhren die Kinder am Donnerstag, 6. Juli, in einem Vortrag zur Apartheit von Janine Georgoulis. „Uns war wichtig Afrika so darzustellen, wie es auch ist“, erklärt die Leiterin der Ferienspiele, Isabell Schärf-Miehe. 

Genauso lehrreich für die Nachwuchsforscher war am Freitagmorgen, 7. Juli, der Besuch des Flüchtlings Abiel Fuzum Tewelde, der seine Geschichte sehr berührend in Worte packte und den wissbegierigen Fragen der Runde, gerne Rede und Antwort stand. 

Abschlussveranstaltung mit Trommelkunst

Zum Abschluss einer ereignisreichen Woche am Freitag, 7. Juli waren dann Familienangehörige, Freunde und Interessierte eingeladen, die gewonnenen Eindrücke der Gruppe gemeinsam Revue passieren zu lassen. Sie alle konnten miteinstimmen in eine eigene Version des Songs „Hakuna Matata“ aus dem beliebten Disney-Klassiker „Der König der Löwen“ oder die Tanzeinlagen ihrer Zöglinge bestaunen. 

Wie Isabell Schärf-Miehe resümiert, gab es im Vorlauf der Ferienspiele einige Komplikationen zu meistern. So fiel beispielsweise die Leiterin des geplanten Trommelworkshops krankheitsbedingt aus. Dafür sprang kurzerhand Maleen Knies ein, die ihr freiwilliges soziales Jahr im Nibelungenmuseum absolviert, um mit den Kindern einen rhythmischen Abschlussvortrag einzuüben. 

Am Ende waren sich alle Betreuer einig, dass man eine sehr lebhafte und vor allem begeisterungsfähige Gruppe erlebt hatte. 

Ausblick: Osterferienspiele 2018

Die nächsten Ferienspiele veranstaltet das Team von „museum live“ zu den Osterferien im nächsten Jahr. Dann werden Richard Löwenherz und Robin Hood das Thema sein. Der Anmeldungsbeginn wird rechtzeitig auf www.nibelungenmuseum.de bekannt gegeben.    

www.museumlive.de