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Starkregenvorsorge gemeinsam gestalten

17.07.2017

Die Stadt Worms beteiligt sich neben zwei weiteren Modellkommunen am Modellprojekt "Regen Sicher" des Umweltbundesamts.

Ziel des Modellprojekts "Regen Sicher" ist es, innovative und informelle Beteiligungsprozesse zur Starkregenvorsorge durchzuführen.
Ziel des Modellprojekts "Regen Sicher" ist es, innovative und informelle Beteiligungsprozesse zur Starkregenvorsorge durchzuführen.

Das Projekt zur Starkregenvorsorge ist im Frühjahr 2017 gestartet. Einzelheiten hierzu unter

www.starkregen-worms.de

Bürger/innen künftig besser schützen

Starkregen und Hitzewellen sind Extremwetterereignisse, die aufgrund des Klimawandels weltweit immer häufiger auftreten. Auch Worms ist in den letzten Wochen wieder kräftig ins Schwitzen gekommen und hat den ein oder anderen starken Regenschauer erlebt. 

Um Bürger/innen zukünftig besser vor Schäden durch besonders extreme Niederschläge zu schützen, nimmt die Stadt Worms neben zwei weiteren Modellkommunen an dem Projekt "Regen Sicher" des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung des Umweltbundesamts teil. 

Bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt   

Die Stadtverwaltung und der Entsorgungs- und Baubetrieb Worms (ebwo) haben in den letzten Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und enorme finanzielle Mittel in die Verbesserung des Kanalnetzes investiert, damit auch große Mengen an Regenwasser ohne Schäden an Häusern und Infrastrukturen abfließen können. 

Ein öffentliches Kanalnetz muss nach den Richtlinien Starkregenereignisse aufnehmen können, die statistisch alle drei bis fünf Jahre auftreten. Das Wormser Kanalnetz hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es in der Lage ist, auch weitaus intensivere Regen schadlos abzuleiten. Kein Kanalnetz kann jedoch auf unbegrenzte Regenmengen ausgelegt werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die drohenden Extremniederschläge infolge des Klimawandels. In solchen Fällen sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihre Grundstücke und Häuser selber vor Überflutung und eindringendem Wasser zu schützen.

 

Was können Eigentümer tun?

Was genau können Grundstücksbesitzer und -besitzerinnen tun, um ihr Eigentum zu schützen? Wer sollte überhaupt spezielle Maßnahmen ergreifen? Zu diesen Fragen wird die Stadt Worms unter dem Motto „Regen Sicher Worms“ gemeinsam mit den begleitenden Fachbüros ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation und e-fect dialog evaluation consulting eG verschiedene interaktive Informations- und Beratungsangebote zur Starkregenvorsorge entwickeln und anbieten. 

In besonders verwundbaren Gebieten wird die Stadt mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog treten, um die Starkregenvorsorge zu verbessern und die Bewohner und Bewohnerinnen dabei zu unterstützen, eigene Maßnahmen zum Schutz von Haus und Grundstück umzusetzen. 

Ziel des vom Umweltbundesamt geförderten Projekts „Regen Sicher“ ist es herauszufinden, welche dieser Angebote besonders geeignet und damit auch auf andere Städte übertragbar sind, um Menschen zur Eigenvorsorge gegenüber Starkregenereignissen zu motivieren. 

Das Vorhaben findet im Rahmen der 2008 veröffentlichten Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) statt und knüpft an das im Jahr 2016 beschlossene Wormser Konzept zur Anpassung an den Klimawandel „KLAK – Worms handelt“ an.

Workshop zum Auftakt des Projektes

Zum Auftakt des dreieinhalbjährigen Projektes in Worms fanden sich im Juni 2017 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Einrichtungen in einem Workshop zusammen, um über passende Informations- und Beratungsangebote zur Starkregenvorsorge zu beraten. 

Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme der Akteure und betont: "Starkregen wird ein Thema sein, dass für uns zunehmende Bedeutung haben wird. Uns als Stadt obliegt die Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger über die Risiken aufzuklären und für die Notwendigkeit der eigenen Vorsorge zu sensibilisieren. Wir freuen uns, dass wir für diese wichtige Aufgabe Unterstützung aus Bundesmitteln bekommen." 

Mit ersten Ergebnissen aus dem Projekt wird Ende des Jahres zu rechnen sein.