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Eigenständige UNESCO-Bewerbung als Chance

08.09.2017

Die UNESCO-Welterbe-Anträge der Länder Rheinland-Pfalz und Thüringen bleiben weiterhin eigenständige Anträge. Dies entschied ein Expertengremium.

Der jüdische Friedhof in Worms ist ein Beispiel für das jüdische Erbe der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz.
Der jüdische Friedhof in Worms ist ein Beispiel für das jüdische Erbe der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz.

Hohe Bedeutung des jüdischen Erbes wahren

Wie die Länder Rheinland-Pfalz und Thüringen in einer gemeinsamen Pressemitteilungen am gestrigen Mittwoch mitgeteilt haben, bleiben die beiden UNESCO-Welterbe-Anträge „ SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz“ sowie „Alte Synagoge und Mikwe in Erfurt“ weiterhin eigenständige Bewerbungen. Zu diesem Ergebnis kam ein Expertengremium der Länder Thüringen und Rheinland-Pfalz.

 

weitergehende Verständnis von jüdischem Erbe in Deutschland umfassender dargestellt“ und „damit für die Aufnahme in die Welterbeliste zielführender als eine serielle Nominierung“, heißt es in der Begründung der Expertenkommission für die getroffene Entscheidung.

„Dem Schutz und der Aufbereitung des jüdischen Erbes in Deutschland kommt eine hohe Bedeutung zu. Wir sollten die beiden Welterbe-Anträge deshalb nicht als Konkurrenz, sondern als Chance betrachten, uns noch stärker mit diesem Erbe auseinanderzusetzen, es zu bewahren und es der Welt adäquat nahezubringen“, betont der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel. Eine Chance sehe er zudem auch in der gegenseitigen Beratung und dem wissenschaftlichen Austausch beider Antragsteller.