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Recycling-Irrtümer

08.06.2018

Der Entsorgungs- und Baubetrieb räumt in seinem aktuellen Abfall-Tipp mit "beliebten" Recycling-Irrtümern auf.

Aktueller Abfall-Tipp des Entsorgungs- und Baubetriebs:

Annahmen, Gerüchte und Fehlinformationen gibt es viele rund ums Thema Recycling. In seinem aktuellen Abfall-Tipp erklärt der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms, welche Irrtümer ins Reich der Mythen und Legenden gehören und was tatsächlich der Wahrheit entspricht:

Irrtum Nummer 1: Abfalltrennung ist unnötig, weil sowieso alles zusammengeschüttet und verbrannt wird. 

Natürlich wird der getrennt entsorgte Abfall auch getrennt verwertet. Der Bioabfall aus der braunen Tonne wird zu Kompost verarbeitet, Glas ist unbegrenzt recycelfähig, es wird eingeschmolzen und zu neuen Glasgefäßen verarbeitet. Altes Papier kann wieder neues Papier werden und auch die Kunststoffe und das Metall aus dem Wertstoffsack werden zu einem großen Teil weiter verarbeitet. Dadurch werden wichtige und hochwertige Rohstoffe gewonnen und die natürlichen Ressourcen geschont. Aus diesem Grund ist das Recycling dem Verbrennen immer vorzuziehen. Nur der Restmüll landet auf direktem Weg in der Müllverbrennung. Aber auch hier dient er noch einem Zweck: Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird zum Heizen verwendet und es wird Strom daraus gewonnen.

 

Irrtum Nummer 2: Bioabfall kann in Plastiktüten entsorgt werden. 

Plastiktüten verunreinigen den organischen Abfall und müssen aufwendig aussortiert werden. Das Fremdmaterial würde den Kompostiervorgang und die Qualität des gewonnenen Kompostsubstrats sonst massiv beeinträchtigen. Das gilt auch für die angeblich kompostierbaren Bioabfalltüten. Auch diese werden herausgesammelt, da sie sich sogar in den Großkompostieranlagen bei idealen Bedingungen nicht schnell genug zersetzen. Das nachträgliche Aussortieren verursacht erhebliche Mehrkosten, die letztendlich auf den einzelnen Bürger zurückfallen. Dabei gibt es eine einfache und preiswerte Alternative zu Tüten jeglicher Art: den Bioabfall am besten einfach in Zeitungspapier einwickeln. Die Zeitung bindet Feuchtigkeit, vermindert die Geruchsbildung und löst sich im Kompostwerk genauso wie im heimischen Komposthaufen rückstandslos und störungsfrei auf.

Irrtum Nummer 3: Kaffeekapseln können recycelt werden. 

Damit Kaffeekapseln nicht von vorneherein aus dem Recyclingprozess aussortiert werden, müssten sie, wie alle Verpackungen, restentleert in den Wertstoffsack gegeben werden. Dies ist jedoch in der Regel nicht der Fall. Auch die Kapseln aus sogenanntem Bioplastik bringen hier keine ökologischen Vorteile. Hier sollte der verantwortungsbewusste Verbraucher generell das System wechseln und zu umweltfreundlicheren Alternativen greifen.

Irrtum Nummer 4: Speisereste können über die Toilette entsorgt werden. 

Eine Entsorgung von Essensresten mithilfe der Toilettenspülung fördert die Vermehrung von Ratten in der Kanalisation. Diese werden durch die vielen Speisereste unter der Stadt gefüttert und optimal versorgt, daher muss der Bestand ständig eingedämmt werden. Das geht nicht ohne den Einsatz von Gift. Viel davon könnte eingespart werden, wenn nicht so viel Essbares in der Kanalisation landen würde. Essensreste sollten in Zeitungspapier eingeschlagen über die Biotonne entsorgt werden.

Die Abfallberatung des ebwo beantwortet Fragen gerne telefonisch 

  • montags bis freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr und 
  • montags bis donnerstags von 14.00 bis 16.00 Uhr 
  • unter (0 62 41) 91 00 - 70 oder - 72 
  • sowie per E-Mail an abfallberatung@ebwo.de

Viele weitere wichtige Informationen und Tipps finden Sie unter www.ebwo.de.