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Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden

10.07.2018

Mit dem Hissen der "Mayors for Peace"-Flagge setzt der Wormser Stadtvorstand erneut ein Zeichen gegen die Aufrechterhaltung von Atomwaffenkontingenten.

Beigeordneter Waldemar Herder hisste stellvertretend für Oberbürgermeister Kissel die Flagge des Bündnisses "Mayors for Peace" als symbolischen Akt der Unterstützung gegen eine Atomwaffenfreie Welt. 
Beigeordneter Waldemar Herder hisste stellvertretend für Oberbürgermeister Kissel die Flagge des Bündnisses "Mayors for Peace" als symbolischen Akt der Unterstützung gegen eine Atomwaffenfreie Welt.

Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen

Am vergangenen Freitag, 6. Juli, hisste Beigeordneter Waldemar Herder, stellvertretend für Oberbürgermeister Michael Kissel, vor dem Rathaus die Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“). Sie symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. In diesem Jahr appellieren die Bürgermeister für den Frieden mit der Aktion überdies an die Atommächte und weitere Staaten der Weltgemeinschaft, den im Juli 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. 

Beigeordneter Herder erklärt: „Es ist das große Anliegen der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, der Hibakushas, die Atommächte und weitere Staaten aufzufordern, dem Vertragswerk beizutreten. Das gemeinsame Hissen der Flagge verleiht diesem Wunsch die nötige Unterstützung unsererseits.“ 

Schon Oberbürgermeister Kissel machte in den letzten Jahren darauf aufmerksam, dass die atomare Abrüstung ein Thema ist, das auch Worms betrifft. Das unfassbare Ausmaß der Stadtzerstörung im Zweiten Weltkrieg ist noch für viele Wormser Bürger präsent. Deswegen ist es für den Stadtchef und den gesamten Stadtvorstand selbstverständlich, mit dem Hissen der Flagge ein Zeichen gegen derartige Kriegsszenarien zu setzen. 

 

Modernisierung der vorhandenen Waffen hemmt Erfolge

Aktuell schätzt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dass neun Staaten - die USA , Russland, Großbritannien, Frankreich , China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – zurzeit zusammen etwa 14.465 Atomwaffen besitzen. Das sind zwar 470 weniger als im Vorjahr, doch steht der Reduzierung der Waffen eine Modernisierung des vorhandenen Arsenals gegenüber.

Mittlerweile nehmen mehr als 270 Städte an der deutschlandweiten Aktion teil. Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen), das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der IGH kam einstimmig zu dem Ergebnis, dass die Atomwaffenstaaten verpflichtet sind, nach Art. 6 des 1968 geschlossenen Nichtverbreitungsvertrages (NPT) in redlicher Absicht Verhandlungen zur Abschaffung von Atomwaffen zu führen und die Atomwaffen auch tatsächlich abzuschaffen.