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Tipps zur Glasentsorgung

13.09.2018

Was es bei der Glasentsorgung zu beachten gibt, darüber informiert der ebwo anlässlich des Tags des Glasrecyclings.

Was darf in den Glascontainer? Ein Hinweisaufkleber informiert künftig über die richtige Sortierung. 
Was darf in den Glascontainer? Ein Hinweisaufkleber informiert künftig über die richtige Sortierung.

"Nicht alles passt ins Altglas"

Unter diesem Motto steht die Aufklärungskampagne der Initiative der Glasrecycler, die den 15. September zum bundesweiten Tag des Glasrecyclings erklärt hat.

Und es stimmt: Weil die zu kleine Einwurföffnung eine Entsorgung direkt im Container verhindert, sieht man häufig alte Aquarien, Stapel von Geschirr und ganze Fenster samt Rahmen auf und um die Glascontainer verteilt. Die kleine Öffnung ist aber kein Planungsfehler, sondern beabsichtigt. Denn was nicht durch die Öffnung des Glascontainers passt, gehört auch nicht hinein. Der Umkehrschluss jedoch funktioniert leider nicht: Denn längst nicht alles, was hindurchpasst, darf auch hinein.

Allein die Funktion des Glases gibt den Ausschlag, denn nur Verpackungsglas darf im Glascontainer entsorgt werden. Das sind zum Beispiel Gurken-, Schokocreme- und Marmeladengläser, gläserne Cremetiegel und Deo-Roller, leere Nasenspray- und Augentropfenfläschchen und nicht zuletzt natürlich die pfandfreien Getränkeflaschen aus Glas. All diese Verpackungen dürfen in den Glascontainer.

Nicht hinein dürfen beispielsweise Vasen, Trinkgläser, Terrarien, Glühbirnen, Glasschüsseln, Auflaufformen und Fensterscheiben, da dies keine Verpackungen sind.

 

Das Material macht den Unterschied

Wer hier bürokratisch willkürliche Grenzziehungen vermutet, liegt falsch. Letztendlich ist es nämlich das Material, das den Unterschied macht. Auch wenn sich auf den ersten Blick kein Unterschied wahrnehmen lässt, Glas ist nicht gleich Glas. Fenster- und sonstiges Flachglas unterscheidet sich in Zusammensetzung und Eigenschaften von dem hitzebeständigen Glas, wie es für Auflaufformen verwendet wird; Vasen und Trinkgläser sind häufig aus Kristallglas. Kommen diese Gläser, die teilweise einen völlig anderen Schmelzpunkt haben, zu dem in seiner Zusammensetzung genormten Verpackungsglas in den Container, stören sie den Recyclingprozess und wirken sich negativ auf die Qualität des Endprodukts aus.

Dabei ist doch gerade die Recyclingfähigkeit der große Vorteil der Glasverpackung. Sie ist schwerer und zerbrechlicher als ihr Pendant aus Plastik und Glas lässt sich immer wieder und ohne Qualitätsverlust recyceln. Dadurch werden Rohstoffe und Energie eingespart, Ressourcen geschont und im Gegensatz zur Flut der Plastikverpackungen gibt es bei Glas kein Entsorgungsproblem, keine minderwertigen Recyclingprodukte und auch keinen Müllteppich im Meer. Dieses Potenzial des Glases gilt es zu bewahren: durch verantwortungsbewusstes Sortieren und Entsorgen des eigenen Altglases und indem diese einzige Regel beherzigt wird.

Nur Verpackungsglas darf in den Container

Um darauf hinzuweisen und zu informieren, hat der Entsorgungs- und Baubetrieb (ebwo) der Stadt Worms den Tag des Glasrecyclings zum Anlass genommen, auf den Glascontainern im Wormser Stadtgebiet Hinweise zum richtigen Sortieren des Glases anzubringen. 

Und weil richtiges Sortieren immer die Grundlage bildet für funktionierendes Recycling, gibt die ebwo-Abfallberatung noch ein paar Tipps zur richtigen Entsorgung von Glas: 

Gläser sollten nur löffelleer in den Container geworfen werden, Ausspülen ist aber nicht nötig. Deckel und Verschlüsse gehören in den gelben Wertstoffsack. Sollten sie doch mit zum Container genommen werden, dann bitte vom Glas abschrauben und mit in den Container werfen. Die Deckel nicht auf den Container legen. Das Glas nach den Farben sortieren: Weiß, Grün und Braun. Alle anderen Farben wie Blau oder Rot kommen mit ins Grünglas. Eine irrige Annahme ist es, dass auf dem LKW wieder alles zusammengeschüttet wird.

Kampagne „Nicht alles passt ins Altglas“ der Initiative der Glasrecycler 
Kampagne „Nicht alles passt ins Altglas“ der Initiative der Glasrecycler
 

Wohin nun mit Glasschüsseln, Trinkgläsern und Aquarien?

Ein zerbrochenes Trinkglas kann in der Restmülltonne entsorgt werden. Größere Mengen an Glas oder Keramik können die Bürgerinnen und Bürger bei den Wertstoffhöfen als Bauschutt abgeben. Während die alte Glühbirne auch im Restabfall entsorgt werden durfte, zählen die Energiesparlampen zum Sondermüll und gehören ebenfalls auf den Wertstoffhof.

Weitere Tipps zum Glasrecycling sind auch im Internet unter www.ebwo.de und auf www.was-passt-ins-altglas.de zu finden.

Die Abfallberatung des ebwo beantwortet Fragen gerne auch telefonisch unter 06241 / 9100 -70 und -72 oder per Mail an: abfallberatung@ebwo.de.