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Studie bescheinigt positiven Pendlersaldo

28.09.2018

Eine Studie der Metropolregion zeigt das Pendlerverhalten in der Region und bestätigt die günstige wirtschaftsgeographische Lage der Nibelungenstadt.

Die Studie wurde von der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main in Auftrag gegeben.
Die Studie wurde von der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main in Auftrag gegeben.

"Stau- und Pendlerstudie FrankfurtRheinMain"

Worms verfügt über einen positiven Pendlersaldo: Das bedeutet, dass mehr Arbeitskräfte zum Arbeiten nach Worms einpendeln, als Wormser zu ihrer Arbeitsstelle auspendeln. Dies ist das Ergebnis der „Stau- und Pendlerstudie FrankfurtRheinMain“, die einen Überblick über die Pendlerverflechtungen in der Metropolregion gibt. 

Initiiert wurde die Studie von „Perform“, einem Zusammenschluss aller Kammern der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Für die Stadt Worms hat die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (wfg) die Zahlen ausgewertet. 

 

Überblick über Aus- und Einpendler

Demnach sind von 33.285 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die am Standort Worms arbeiten, 16.987 Einpendler, was einer Quote von 51 Prozent entspricht. Der größte Anteil der Einpendler kommt aus dem Landkreis Alzey-Worms (6.083), dem Kreis Bergstraße (1.766) und dem Landkreis Mainz-Bingen (676). Außerhalb der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main belegen die Oberzentren Ludwigshafen (668) und Mannheim (640) die Spitzenplätze bei der Anzahl der Einpendler. 

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Worms leben, liegt bei 32.504. Fast 49,9 Prozent von ihnen sind als Auspendler an einem anderen Standort beschäftigt. Die Spitzenposition belegt dabei Mannheim mit 2.356, dicht gefolgt von Ludwigshafen (2.313) und innerhalb der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main der Kreis Bergstraße (2.022).

Innerhalb der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main weisen von den insgesamt 25 Städten und Landkreisen neben Worms nur die Städte Aschaffenburg, Darmstadt, Frankfurt am Main, Mainz und Wiesbaden sowie die Landkreise Fulda, Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis einen positiven Pendlersaldo auf. 

Etwa 29 Prozent aller Einpendler nach Worms kommen aus der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Dem gegenüber pendeln nur knapp 20 Prozent aller Auspendler aus Worms in die Metropolregion Frankfurt Rhein Main ein. 

Worms profitiert von seiner wirtschaftsgeographischen Lage

„Die Zahlen belegen, dass unsere Stadt von ihrer wirtschaftsgeographischen Lage inmitten der beiden Metropolregionen Frankfurt-Rhein-Main und Rhein-Neckar stark profitiert. Einerseits zieht die Stadt mehr Fachkräfte aus der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main nach Worms, als sie abgibt, anderseits finden viele Fachkräfte aus Worms attraktive Arbeitsplatzangebote auch in den nicht weit entfernten Oberzentren der Metropolregion Rhein-Neckar,“ kommentiert Oberbürgermeister Michael Kissel das Ergebnis der Studie. 

Dass rund 29 Prozent der Einpendler aus der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main kämen, sei zudem ein Indiz dafür, dass Worms über ein attraktives Angebot an Arbeitsplätzen für Menschen aus dieser Region verfüge. Gleichzeitig spreche die hohe Zahl der Erwerbstätigen, die in der Metropolregion Rhein-Neckar beschäftigt sind, jedoch in Worms leben, für die Attraktivität des Wohnstandortes Worms, so OB Kissel weiter. 

Landesweit bedeutsamer Arbeitsmarktschwerpunk

Worms gilt nach dem Landesentwicklungsplan (LEP IV) Rheinland-Pfalz von 2008 neben den Oberzentren Mainz und Ludwigshafen als „landesweit bedeutsamer Arbeitsmarktschwerpunkt“ und „Entwicklungsschwertpunkt für Gewerbe und Dienstleistungen“. Die Auswertung der Pendlerstatistik und die Entwicklung der Anzahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in den letzten Jahren bestätigen dies. „Mit 33.285 der in Worms sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verzeichnen wir für unsere Stadt einen historischen Höchststand. Das ist auch eine Bestätigung der langjährigen Strategie in der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung“, freut sich Michael Kissel.

Die zunehmenden Pendlerströme bedingen jedoch nicht nur guten Arbeitsmarktbedingungen und Wohnqualität, sondern auch einer modernen Verkehrsinfrastruktur, die eine hohe Mobilität der Beschäftigten gewährleistet. Worms ist hierbei hervorragend angebunden, sei es über Straßen (mit der A 61, B 9 und B 47), über das Schienennetz, auf dem Wasserweg (zwei Häfen) sowie über einen Verkehrslandeplatz. 

Investitionen in die Mobilität

Land und Stadt investieren intensiv in Mobilität: Mit dem Bau der zweiten Rheinbrücke ist die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz zusätzlich optimiert worden, auch wenn die Umgehung Rosengarten auf der hessischen Seite noch immer nicht in Sicht ist. Mit dem derzeit abschnittweise erfolgenden vierspurigen Ausbau der B 9 wird der Verkehrsfluss auf der Bundesstraße deutlich verbessert und mit dem Bau der B 47 - Südumgehung zudem die Innenstadt entlastet und der „Äußere Ring" um ein weiteres Element geschlossen. „Dies wird auch für Pendler deutlich verbesserte Bedingungen schaffen“, betont der Stadtchef.

Hinzu kommt die Anbindung durch die Bahn in die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main, die eine deutliche Aufwertung erfahren wird: Künftig wird es im Stundentakt eine umsteigefreie Direktverbindung von Worms nach Frankfurt geben und somit eine wesentlich bessere Verknüpfung für die Pendler mit den Arbeitsplätzen in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main sowie für die Einpendler aus dem Rhein-Main-Gebiet. „Insgesamt ist das ein deutliches Plus für die Nutzung und Attraktivität des ÖPNV“, bekräftigt Kissel diese Entwicklung. 

Stadtteile noch besser anbinden

„Im Haushaltsjahr 2017 hat die Stadt Worms den Busverkehr mit rund 1,3 Millionen Euro subventioniert. Gleichzeitig arbeiten wir an der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für Worms mit dem Ziel der stetigen Verbesserung des Umweltverbundes in der Nibelungenstadt. Vor wenigen Tagen haben wir auch für das Kalenderjahr 2018 die zweckgebundene Zuweisung gemäß dem Nahverkehrsgesetz beantragt“, berichtet der Oberbürgermeister. 

Auch innerhalb der Stadt müssten die Mobilitätsbedingungen den veränderten Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Dazu gehöre auch ein flächendeckender ÖPNV, so der OB. „Mit dem künftigen Nahverkehrsplan wollen wir unsere Stadtteile noch besser miteinander und an das Zentrum anbinden. Und ich bin mit dem Busunternehmen in Sachen Elektro-Busse im Gespräch“, umschreibt Michael Kissel die wesentlichen Ziele für die Zukunft des ÖPNV.