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Wildparkern konsequent auf die Pelle gerückt

29.01.2019

Groß angelegte Kontrollaktion der Ordnungsbehörde am vergangenen Samstag zu später Stunde. Ergebnis: 98 Verwarnungen und ein sichergestellter Pkw.

98 Verwarnungen und die Sicherstellung eines zur Fahndung ausgeschriebenen Pkw waren die Bilanz des abendlichen Kontrolleinsatzes der Ordnungsbehörde gegen die Wildparkerei in der Wormser City. 
98 Verwarnungen und die Sicherstellung eines zur Fahndung ausgeschriebenen Pkw waren die Bilanz des abendlichen Kontrolleinsatzes der Ordnungsbehörde gegen die Wildparkerei in der Wormser City.

Kontrollaktion in den späten Abendstunden

Zugeparkte Gehwege, Passanten und Rollstuhlfahrer, die auf die befahrene Straße ausweichen müssen und versperrte Einfahrten: So manchen Fahrzeuglenker interessieren Verkehrsregeln nicht die Bohne und die Belange der Fußgänger und Anwohner ebenso wenig. 

Am vergangenen Samstag setzte die Ordnungsbehörde ein unmissverständliches Zeichen gegen die Wildparkerei in Worms und führte auf Initiative von Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek eine groß angelegte Kontrollaktion in den späten Abendstunden an neuralgischen Punkten in der Innenstadt durch. 

Acht Mitarbeiter von Vollzugsdienst und ruhendem Verkehr machten sich auf den Weg, um von 20 bis 24 Uhr rings um den Bahnhof und an anderer Stelle nach dem Rechten zu schauen und Verkehrssünder in die Schranken zu weisen. 

„Gerade in den Abendstunden wird die Straßenverkehrsordnung oftmals nicht ernst genommen und das Auto rigoros auch kurzerhand direkt vor die Kneipe mitten auf den Gehweg gestellt“, weiß Abteilungsleiter Stefan Laskowski vom städtischen Kontroll- und Vollzugsdienst aus Erfahrung. 

Mag wohl daran liegen, dass sich die Verkehrssünder in Sicherheit wiegen und mit dem Auftauchen von Uniformierten zu solch unüblichen Zeiten nicht rechnen. Am Samstag gingen derlei Rechnungen jedoch nicht auf. 

 

"Wenn nötig, wird auch abgeschleppt"

Insgesamt 98 Verwarnungen verteilten die Ordnungshüter im Zeitraum von vier Stunden und rechneten dabei auch mit der ein oder anderen unliebsamen Begegnung. „Doch die blieben aus“, lobt Stefan Laskowski das besonnene Vorgehen seiner Kolleginnen und Kollegen und das Verhalten der beim Falschparken Ertappten. 

Zwar habe es gelegentlich kleinere Diskussionen mit den Parksündern gegeben, aber insgesamt habe man einsichtigen Menschen gegenübergestanden, die genau wussten, dass ihr Verhalten im städtischen Verkehrsraum nicht korrekt war, zieht der Abteilungsleiter ein positives Resümee des Einsatzes, der kein Einzelfall bleiben soll. Nur ein Fahrzeug habe man abschleppen lassen. Der Grund: bei der Kontrolle und Überprüfung fiel auf, dass der Pkw zur Fahndung ausgeschrieben war und sichergestellt werden musste.

Den Zeitpunkt der präventiven Kontrollaktion habe man zum Auftakt bewusst auf das Wochenende und nach 20 Uhr gelegt. „Es ging mir darum, zu demonstrieren, dass unsere Ordnungsbehörde jederzeit auch außerhalb der regulären Dienstzeiten einsatzbereit ist“, setzt Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek als zuständiger Dezernent auf die Sensibilisierung und Einsicht der Verkehrsteilnehmer, warnt aber zugleich auch vor Ignoranz. „Wer meint, sein Auto in Missachtung jeglicher Verkehrsregeln dort abstellen zu können, wo es beliebt, liegt mit dieser Annahme grundlegend falsch. Und wenn nötig, wird auch abgeschleppt“, so der Ordnungsdezernent.