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Escape Game: "Die letzte Chance"

27.02.2019

150 Teilnehmer/innen im Alter von 16 bis 85 Jahren begaben sich im Januar für zwei Wochen auf Entdeckungsreise beim Rätselspiel.

Auch Vertreter des Jungendparlaments der Stadt Worms spielten mit Begeisterung das Escape Game „Die letzte Chance“. (Foto: Stadt Worms) 
Auch Vertreter des Jungendparlaments der Stadt Worms spielten mit Begeisterung das Escape Game „Die letzte Chance“. (Foto: Stadt Worms)

Rätselspiel zum Thema Klimawandel

Vom 07. bis 31. Januar wurde in der Volkshochschule Worms das Escape Game „Die letzte Chance“ im Rahmen der deutsch-französischen Energiewendewoche gespielt. Zwei Wochen lang lösten insgesamt ca. 150 Teilnehmende im Alter von 16 bis 85 Jahren in rund 25 Gruppen die Rätsel um die fiktiven Forscher Professorin Blue aus Worms und Professor Green aus Metz. Dabei reisten die Spielerinnen und Spieler gedanklich in das Jahr 2050, wo sie sich in einem Büro voller Rätsel auf die Suche nach einer Entdeckung des deutsch-französischen Professorenteams machten, wie der Klimawandel zu stoppen ist.

 

Bedeutende Herausforderung unserer Zeit

Spätestens nach dem Dürre-Sommer 2018 ist klar: Der Klimawandel und damit verbundene Wetterextreme sind bereits heute spürbar. Für eine lebenswerte Welt sind Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel zwei wichtige Disziplinen der heutigen Zeit.

Doch wie kann die Dringlichkeit des Themas den Menschen bewusst gemacht werden? Die Klimaschutzmanagerinnen der Stadt Worms nutzten ein neues, innovatives Format – das Escape Game – und hatten Erfolg. „Das Tolle ist, dass man mit diesem Format junge und ältere Menschen gleichermaßen ansprechen kann“, so Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek. Entwickelt wurde das Spiel zusammen mit der langjährigen französischen Klimaschutz-TANDEM-Partnerregion Metropolregion Metz und der dortigen Energieagentur (ALEC du Pays Messin).

Bei der Entwicklung des Spiels standen neben den Rätseln und deren technischer Umsetzung, der Gestaltung des Raums und der Rahmengeschichte auch insbesondere die Kernbotschaften im Vordergrund. Diese finden sich in einer Broschüre wieder, die jeder Teilnehmende am Ende des Spiels erhielt: Ein Leitfaden mit Hinweisen, was jeder Einzelne tun kann, um das Klima zu schützen und sich an den Klimawandel anzupassen. Ganz nach dem Motto: „Die Lösung der Zukunft liegt in den Taten von heute.“

Ggrenzübergreifende Lösungen und lokales, individuelles Handeln

So, wie die Entwicklung des Spiels auf der deutsch-französischen Zusammenarbeit basierte, konnten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur in deutsch-französischer Zusammenarbeit alle Rätsel lösen. Ein besonderes Element bestand in der erforderlichen Kommunikation der beiden Gruppen aus Metz und Worms, die das Spiel jeweils zeitgleich spielten. „Der Klimawandel macht an den Grenzen eben nicht halt – nur gemeinsam können wir Lösungsansätze entwickeln und umsetzen“, schlussfolgerte eine begeisterte Teilnehmerin nach dem Spiel.

„Die Termine waren so schnell ausgebucht, dass wir das Spiel spontan um eine weitere Woche verlängerten“, freut sich Klimaschutzmanagerin Katharina Reinholz über den Erfolg des Escape Games. Auch das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. „So funktioniert erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit“, lobte eine Spielerin im Nachgang das Spiel.

Wiederholung im Herbst 2019 geplant

 „Nach diesem gelungenen Start können sich alle, die sich im Januar keinen freien Termin sichern konnten, auf den Herbst freuen. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest, sicher ist jedoch, dass das Escape Game gegen Ende des Jahres in eine zweite Runde gehen wird“, so Klimaschutzmanagerin Selma Mergner. Außerdem arbeiten die Klimaschutzmanagerinnen nun gemeinsam mit ihren französischen Partnern an einem Leitfaden zur Vervielfältigung des Spiels, so dass es auch an anderer Stelle angeboten werden kann.

Die Deutsch-französische Energiewendewoche wird von Energy Cities und Klima-Bündnis konzipiert und durchgeführt und vom deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen des EUKI-Programmes (Europäische Klimaschutzinitiative) gefördert.