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Frühlingsfreude in Rheinhessen

07.03.2019

Sinfonietta Worms spielt am Sonntag, 24. März in der Dreifaltigkeitskirche Werke von Mozart, Mayer und Witt.

Gibt im Rahmen der Konzertreihe "Frühlingsfreude in Rheinhessen" sein nächstes Konzert: Sinfonietta Worms, das Projektorchester der Lucie-Kölsch-Musikschule. 
Gibt im Rahmen der Konzertreihe "Frühlingsfreude in Rheinhessen" sein nächstes Konzert: Sinfonietta Worms, das Projektorchester der Lucie-Kölsch-Musikschule.

Werke von Mozart, Mayer und Witt

Am Sonntag, 24. März, findet um 16 Uhr im Rahmen der Konzertreihe „Frühlingsfreude in Rheinhessen“ das nächste Konzert mit „Sinfonietta Worms“, dem Projektorchester der Lucie-Kölsch-Musikschule unter der Leitung von Reinhard Volz, in der Wormser Dreifaltigkeitskirche statt.

Im Mittelpunkt des Programms steht Mozarts berühmtes Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622, ein wunderbares Spätwerk, für das der Wormser Klarinettist Samir Müller als Solist gewonnen werden konnte. Seit 2018 ist er Dozent für Klarinette und Saxophon an der Lucie-Kölsch-Musikschule.

 

Eingerahmt wird dieser „Klassik-Hit“ von selten aufgeführten aber sehr wertvollen Raritäten der sinfonischen Literatur. So eröffnet die Sinfonietta das Konzert mit der „Faust Ouvertüre“ von Emilie Mayer (1812-1883). In Friedland geboren, ging Emilie Mayer nach Studien bei Carl Löwe als Komponistin nach Berlin. Erstmals an die Berliner Öffentlichkeit trat sie mit einem Streichquartett, das bei einer Matinee junger Komponisten vorgestellt wurde. Danach jagte ein Erfolg den anderen. Ihre Orchesterwerke wurden am Königlichen Schauspielhaus in Berlin aufgeführt und traten bald ihren Erfolgsweg durch Europa an. 

Emilie Mayer erfuhr Ehrungen, die vor ihr noch keiner komponierenden Frau zuteil geworden waren: In München wurde sie zum Ehrenmitglied der Philharmonischen Gesellschaft ernannt, war Mitvorsteherin der Opernakademie Berlin und erhielt von Königin Elisabeth von Preußen einen Orden für ihre musikalischen Verdienste. Die Uraufführung ihrer 1880 entstandenen „Faust-Ouvertüre“ wurde in Berlin frenetisch gefeiert.

Emilie Mayers Gesamtwerk, das neben acht Sinfonien und mindestens fünfzehn Konzertouvertüren eine Vielzahl von kammermusikalischen Gattungen abdeckt, erschien nur selten im Druck – denn dieser war teuer und außerhalb der häuslichen Kammermusik wenig lukrativ. So lagern ihre Handschriften bis heute in Berlin und werden nur selten hervorgeholt. Auch gab es keine Schüler, die ihr Werk weiter hätten propagieren können. Und dann wäre da noch der Fakt des Frauseins, der es Komponistinnen, ungeachtet ihrer künstlerischen Qualität - damals mehr als heute - schwer gemacht hat sich zu etablieren.

Zum Abschluss des Konzerts erklingt die 9. Sinfonie in d-Moll des im gleichen Jahr wie Beethoven geborenen deutschen Komponisten und Cellisten Friedrich Witt (1770-1836). Im Frühjahr 1802 wurde Witt nach der Uraufführung seines Oratoriums „Der leidende Heiland“ zum Hofkapellmeister in Würzburg berufen. Ab 1814 war er Kapellmeister am dortigen Theater. Er schrieb 23 Sinfonien, Solokonzerte und diverse Kammermusikwerke, Kirchenmusik und Bühnenwerke. Nach seinem Tod wurde zwar noch Witts Kirchenmusik gerühmt, aber sein Gesamtwerk geriet durch den sich ändernden Musikgeschmack bald völlig in Vergessenheit, obwohl seine Kompositionen zu seinen Lebzeiten sehr beliebt und geschätzt waren.

„Sinfonietta Worms“ 2015 als Projektorchester gegründet

Die „Sinfonietta Worms“ wurde 2015 als Projektorchester der Lucie-Kölsch-Musikschule gegründet. Mitglieder sind ehemalige und aktive Schüler und Lehrer der Musikschule sowie ambitionierte Instrumentalisten der Region, die jährlich in zwei Probenphasen anspruchsvolle sinfonische Musik erarbeiten und präsentieren.

Karten im Vorverkauf und an der Tageskasse

Eintrittskarten zu 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) sind bei allen Vorverkaufsstellen von Ticket-Regional und online unter www.ticket-regional.de sowie an der Tageskasse erhältlich. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.