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Kulturelle Teilhabe und Bildung im Fokus

28.05.2019

Das Wormser Kulturforum ist zurück und soll künftig wieder den Kulturtreibenden die Möglichkeit zum Austausch bieten.

Kulturelle Teilhabe für alle und mehr kulturelle Bildung erweitern die Agenda der städtischen Kulturkoordination.
Kulturelle Teilhabe für alle und mehr kulturelle Bildung erweitern die Agenda der städtischen Kulturkoordination.

Wunsch nach persönlichem Austausch

Das wieder ins Leben gerufene Wormser Kulturforum, insgesamt das bisher siebte, war ein voller Erfolg. „Zu Beginn meiner Arbeit habe ich zahlreiche Rückmeldungen von Wormser Kulturschaffenden erhalten, die sich einen regelmäßigen persönlichen Austausch wünschen. Aus diesem Grund war es für uns selbstverständlich, dass wir das Wormser Kulturforum nach einer längeren Pause nicht nur wieder durchführen, sondern dieses Format künftig auch zweimal im Jahr stattfinden lassen werden“, erläuterte Kulturkoordinator David Maier die Gründe für den Neustart des Kulturforums. 

Der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf, ebenfalls zu Gast beim Wormser Kulturforum, lobte die professionellen kulturpolitischen Strukturen in Worms und insbesondere das Verständnis um die Relevanz von Kulturarbeit, das in der Nibelungenstadt stark ausgeprägt sei.

Neben den gesetzten Wormser Kulturprofilen, die die Arbeit der städtischen Kulturkoordination um Volker Gallé und David Maier weiterhin prägen, gibt es auch neue Schwerpunkte: Einer davon ist die kulturelle Teilhabe und, damit einhergehend, die kulturelle Bildung. 

 

Stiftung KulturLeben ermöglicht Teilhabe

„Nicht zuletzt ist Kulturelle Bildung und die damit einhergehenden Auseinandersetzungsprozesse als Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe zu begreifen“, betonte Maier. Kulturelle Teilhabe in Worms zu ermöglichen, sei deshalb ein elementarer Bestandteil seiner Idee von Kulturarbeit. Ermöglicht werden soll kulturelle Teilhabe nun auch in Worms dank der Unterstützung der Stiftung KulturLeben Rheinhessen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Kulturpartner der Stiftung stellen Karten zur Verfügung, die Sozialpartner der Stiftung - dies können etwa die Tafeln oder die Sozialverbände sein - verteilen die Karten. 

Die Kulturkoordination konnte bereits 13 Kulturpartner aus der Wormser Kulturszene für die Teilhabe-Initiative gewinnen.  Neben den „großen Playern“ wie der städtischen Kultur und Veranstaltungs GmbH und der Nibelungenfestspiele gGmbH gehören auch die Wormser Kantorei und Musik am Dom, das LincolnTheater, die beiden Theatergruppen Szene 9 und die Nibelungenhorde, das Pop-Up-Festival, die Konzertanbieter Blue Nite und das Chateau Schembs, Karl-Heinz Deichelmanns Reihe Matineen im Heylshof, die Kinowelt Worms und natürlich die Kulturkoordination zu den Partnern. 

Die Stiftung KulturLeben Rheinhessen wird von all diesem Kulturinitiativen und –einrichtungen künftig ein gewisses Kartenkontingent erhalten, die über die Sozialpartner weitergegeben werden. Die Bemühungen in Worms, allen Menschen – unabhängig von Alter oder (sozialem) Hintergrund – den Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen, haben dabei Modellcharakter.

Neue Projekte an Schulen

Das nächste Wormser Kulturforum am 14. November dieses Jahres soll sich einem weiteren Schwerpunktthema der städtischen Kulturkoordination widmen: der kulturellen Bildung. „Wir wollen das zweite Kulturforum dieses Jahres etwas interaktiver gestalten und mit den Kulturschaffenden über Kooperationen von Kultur und dem schulischen Bereich diskutieren, um Synergien zu schaffen, etwa die Nachwuchsgewinnung für ehrenamtliche Kulturinitiativen“, erläutert David Maier. Auch wolle man gemeinsam überlegen, wie kulturelle Angebote künftig noch besser beworben werden könnten.

Dass sich in Worms im Bereich kultureller Bildung bereits viel tut, machen Zahlen deutlich: Ein großer Teil der Erzieherinnen in Rheinland-Pfalz, die sich für die musikalische Früherziehung weiterbilden ließen, kämen aus Worms, berichtet der Kulturkoordinator. Insofern sei Worms auch in dieser Hinsicht vorbildlich, denn die Zusammenarbeit von Kultur und Bildungseinrichtungen sei von großer Wichtigkeit. An den Schulen sollen zudem neue Projekte angestoßen werden, etwa in Kooperation mit dem Land das Projekt „Pop II Go“, das Kinder und Jugendliche im musikalischen Bereich fördern soll. Zudem plant die Kulturkoordination, das in Worms bereits beachtliche Angebot im Bereich kultureller Bildung stärker sichtbar zu machen und enger zu vernetzen. In einem ersten Schritt sollen nun zunächst die bestehenden Angebote eruiert werden.

Quelle: Stadt Worms