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Fachkräftesicherung durch Gesundheitsmanagement

04.07.2019

Das Referenten-Team mit (von links) Karin Ernst-Betocchi, Vivian Feller, Christiane Brandt, Sabine Müller und Maximilian Renner verdeutlichte den Unternehmensvertreterinnen und –vertretern, dass ein funktionierendes Betriebliches Gesundheitsmanagement zukunftssichernd ist.  
Das Referenten-Team mit (von links) Karin Ernst-Betocchi, Vivian Feller, Christiane Brandt, Sabine Müller und Maximilian Renner verdeutlichte den Unternehmensvertreterinnen und –vertretern, dass ein funktionierendes Betriebliches Gesundheitsmanagement zukunftssichernd ist.

Mit gesunden Mitarbeitern langfristig erfolgreich

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind gesunde und zufriedene Mitarbeiter das wichtigste Vermögen eines Unternehmens. Nur mit leistungsfähigen, gut ausgebildeten, motivierten und vor allem gesunden Mitarbeitern sind Unternehmen langfristig erfolgreich. Daher lohnt es sich, mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) in die Gesundheit von Mitarbeitern und damit in die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens zu investieren. 

Vor diesem Hintergrund hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die Stadt Worms GmbH zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, bei der sie sich diesem wichtigen Thema zur Fachkräftesicherung widmete. Der Einladung folgten zahlreiche Unternehmen aus Worms und Umgebung. 

Vivian Feller, Referentin der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz, berichtete von der positiven Resonanz beim BGM-Netzwerk Rheinland-Pfalz. Auch die Stadt Worms ist mit dem Arbeitskreis betriebliche Suchtprävention des Caritas Verbandes Worms e.V. in dem Netzwerk auf Landesebene vertreten. 

 

Von einem betrieblichen Gesundheitsmanagement profitieren

Ziel ist es, die kommunalen Netzwerke in Rheinland-Pfalz weiter auszubauen. Nicht jede Form des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist für alle Unternehmensarten geeignet und so werden künftig themenspezifische Schwerpunkte als Arbeitskreise für Handwerk, Gesundheitswesen und Kommune gesetzt.

Wie  klein- und mittelständische Unternehmen von einem betrieblichen Gesundheitsmanagement profitieren können, erläuterte Maximilian Renna, Projektleiter zukunftsfähige Arbeit für KMU im betrieblichen Gesundheitsmanagement, FAW Mainz gGmbH. Die Personalkosten aufgrund krankheitsbedingter Fehlzeiten seien gerade für klein- und mittelständische Unternehmen belastend, verdeutlichte der Referent, der besonders auf Gesundheitsförderung durch Aufbau einer emotionalen Bindung von Beschäftigten zu ihrem Unternehmen einging. In einer Bewegungspause zeigte Jochen Klek, IKK Südwest, mit dem Terraband kleine Übungen mit großer Wirkung. Karin Ernst-Betocchi von der Arbeit & Leben GmbH erläuterte das Haus der Gesundheit und stellte verschiedene Veranstaltungen zu den einzelnen Themen vor.

Vortrag mitten aus der Praxis

In einem regen Vortrag mitten aus der Praxis erläuterte Christiane Brandt, BGM-Managerin der Freizeitbetriebe Worms GmbH, wie sie seit einem Jahr bei den Freizeitbetrieben und dem Tiergarten für 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufbaut. „BGM ist kein Allheilmittel und sollte auch nicht als solches verstanden werden. BGM ist Veränderung, arbeitsintensiv, weckt häufig Blockaden und macht unter Umständen auch Angst. Aber BGM ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den alle gemeinsam gehen müssen, damit er gelingt“, betonte Brandt. 

Aus ihrer Sicht fühlen sich klein- und mittelständische Unternehmen mit dem BGM häufig überfordert. Gesetzliche Anforderungen wie beim Arbeitsschutz und betrieblichen Eingliederungsmanagement könnten kaum geleistet werden, denn es fehlen meist die nötigen Ressourcen wie Personal, Fachkompetenz und vor allem Zeit. Teilweise würden zwar bereits kleine Aktionen zur Gesundheitsförderung angeboten, aber BGM sei ein Vielfaches mehr, nämlich ein permanenter Verbesserungsprozess. 

BGM-Netzwerk für Worms

Daher macht sich Brandt für die Gründung eines BGM-Netzwerkes in Worms stark. Hierfür steht sie im engen Kontakt mit dem BGM-Netzwerk Rheinland-Pfalz und wird bereits durch die IHK Rheinhessen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Worms und dem Stadtmarketing unterstützt. Ziel ist es, die Wormser Unternehmen durch Informationen, Veranstaltungen und Aktionen im engen Austausch auch auf Landesebene zu verschiedenen Themen rund um das betriebliche Gesundheitsmanagement zu unterstützen. 

Der Startschuss zum BGM-Netzwerk Worms soll Ende des Jahres erfolgen. „Wir freuen  uns, dass die Veranstaltung ein Erfolg war und dass viele Betriebe - wie auch die wfg Worms - ihre Mitwirkung im geplanten Gesundheitsnetzwerk signalisiert haben“, ergänzt Sabine Müller von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle