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Hitze in Gebäuden reduzieren

08.07.2019

Haben Sie schon mal über eine Dachbegrünung nachgedacht? Ein neues, anwenderfreundliches Gründachkataster gibt nun Auskunft.

Beispiel für eine Dachbegrünung auf einer Garage. 
Beispiel für eine Dachbegrünung auf einer Garage.

Bauliche Veränderungen können Abhilfe schaffen

Der Juni 2019 war in Worms außergewöhnlich heiß, es wurden Temperaturen bis knapp 40 Grad Celsius gemessen. Ein Aufenthalt im Freien war zeitweise kaum möglich, aber auch innerhalb von Gebäuden waren Temperaturen um die 30 Grad keine Seltenheit. 

Da Innenräume in den Nachtstunden durch das tagsüber aufgeheizte Mauerwerk nur sehr langsam abkühlen, sind Verschattungsmaßnahmen am Tag und angepasstes Lüften, vor allem in den frühen Morgenstunden, wichtig.

 

Zusätzlich können bauliche Veränderungen Abhilfe schaffen: Zum Beispiel durch eine Dach- oder Fassadenbegrünung. Die Stadt Worms stellt seit einigen Jahren auf ihrer Internetseite ein Gründachpotentialkataster zur Verfügung. Hier erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger gebäuderelevante Informationen über die Eignung von Dachflächen für eine Begrünungsmaßnahme. Zusätzlich gibt es Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Gründachanlage.

Ist meine Dachfläche für eine Dachbegrünung geeignet?

Eine Dachbegrünung hat viele Vorteile: Begrünte Dächer wirken als Wärme- bzw. Kältepuffer und bieten so eine natürliche Wärme- oder Kältedämmung. Sie tragen durch Wasserverdunstung und Wärmeabsorption zu einer Reduzierung der Wärmeentwicklung im Sommer bei und wirken im Winter als Wärmedämmung. Begrünte Dächer schützen die Dachhaut (auch vor starken Temperaturunterschieden) was die Lebensdauer der Dacheindeckung erhöht. Da Regenwasser zurückgehalten wird, vermindert sich der Niederschlagsabfluss, wodurch sich die Abwassergebühren reduzieren. Begrünte Dächer filtern Staub und Schadstoffpartikel aus der Luft. Und nicht zuletzt schaffen begrünte Dächer Lebensräume für Pflanzen und Tiere und tragen somit zur Erhaltung der Biodiversität bei. Begehbare Gründächer können sogar Erholungsräume für Menschen darstellen.

Mit dem Gründachpotentialkataster der Stadt Worm auf www.gruendachkataster-worms.de können sich Hauseigentümer mit wenigen Klicks anzeigen lassen, ob die Dachfläche ihres Gebäudes für eine Dachbegrünung geeignet ist und welche Vorteile sie dadurch haben. Eine solche Maßnahme bietet sich insbesondere dann an, wenn bauliche Maßnahmen ohnehin anstehen. Spätestens dann lohnt es sich, an eine Dach- oder Fassadenbegrünung zu denken, denn der Sommer ist noch nicht vorbei und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Eine Dachbegrünung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch förderfähig. Das Programm „430 - Energieeffizient Sanieren/Investitionszuschuss“ der KfW bietet einen Zuschuss von zehn Prozent der förderfähigen Kosten, bis zu 5.000 Euro für jede Wohneinheit. Für die Förderung muss das Gründach die technischen Anforderungen der KfW erfüllen.

Die Abteilung 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft der Stadtverwaltung Worms berät gerne zu diesem Thema unter (0 62 41) 8 53 - 35 02.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle