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Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder

10.07.2019

Die Kinder des Familiennetzwerks Worms-Neuhausen lernten "selbstbewusst, sicher und stark´"(SeSiSta) im täglichen Leben aufzutreten.

Beim Kurs lernten die Kinder unter anderem, vorsichtig zu sein und nicht auf Lockangebote Fremder zu reagieren.  (Foto: Familiennetzwerk Worms-Neuhausen) 
Beim Kurs lernten die Kinder unter anderem, vorsichtig zu sein und nicht auf Lockangebote Fremder zu reagieren.
(Foto: Familiennetzwerk Worms-Neuhausen)

"Spricht mich jemand an, geh‘ ich einfach weiter dann"

Wenn Kinder in die Schule kommen, gewinnen sie schnell an Selbständigkeit hinzu. Der Schulweg muss häufig allein zurückgelegt werden und die Pausensituation auf dem Schulhof ist eine ganz andere als das behütete Spielen in der Kita. Es ist wichtig, mögliche Konflikt- und Gefahrensituationen rechtzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können und zu wissen, wie man deeskalierend handeln kann. SeSiSta hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder jeden Alters in speziell auf sie zugeschnittenen Kursen selbstbewusst, sicher und stark zu machen.

Die Kooperation mit der Bernd-Jung-Stiftung in Bobenheim-Roxheim ermöglichte es dem Familiennetzwerk Worms-Neuhausen einen SeSiSta-Kurs für die Vorschulkinder anzubieten. Der Geschäftsführer der Stiftung, Harald Stark, bemühte sich um eine Reduzierung der Kursgebühr und so konnte das Netzwerk den Kurs über das Landesprogramm Kita!Plus finanzieren.

 

Die Vorschulkinder der Kitas Liebenauer Feld, Pusteblume und Kindertreff 93 lernten im Intensivkurs an drei Tagen wichtige Dinge, z.B. was eine „Pappnase“ ist und wie man sie erkennt. Die Antworten der Kinder auf die Frage, woran man eine Pappnase erkennt, sind ganz typisch: „An der schwarzen Kleidung“, „An einer Maske im Gesicht“, „Er hat eine Waffe dabei". Kursleiter Frank Zindler machte deutlich, dass jeder eine Pappnase sein kann, egal ob Kind oder Erwachsener und dass Pappnasen ganz normal aussehen. Deshalb lernten die Kinder auch gleich die erste Grundregel: „Spricht mich jemand an, geh‘ ich einfach weiter dann“.

Anhand von Rollenspielen wurde die Anwendung der Regel eingeübt und die Kinder gewannen Vertrauen in ihre Fähigkeit, in kritischen Situationen richtig zu handeln.

Im Verlauf des Kurses wurden zwei weitere Grundregeln erlernt und immer wieder praktisch eingeübt. Die Kinder erfuhren, was ein Kinderschutzraum ist und wie man dort Hilfe sucht. Ein wichtiger Tipp von Frank Zindler: „Lernt die Telefonnummer eurer Mami auswendig, denn euren Kopf habt ihr immer dabei!“

Hier kommen die Eltern als wichtige Trainingspartner ihres Kindes ins Spiel. Da das erlernte Verhalten immer wieder geübt werden muss, fand bereits im April ein vorbereitender Elternabend statt, bei dem sich zahlreiche Eltern über die Kursinhalte informierten.

Schließlich erfolgte zum Abschluss des Kurses noch einmal eine wichtige praktische Übung. Die Kinder passierten das Auto des Kursleiters, wurden von ihm - dem Fremden - angesprochen und er bot ihnen Süßigkeiten an. Aber alle Kinder gingen selbstbewusst, sicher und stark an ihm vorbei. Genau dies war auch beabsichtigt und das Erlernte wurde von allen Kindern erfolgreich umgesetzt.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle