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"Starke Frauen" im September

09.09.2019

Der Worms Verlag präsentiert im September drei Lesungen mit Anna Gien und Marlene Stark, Mithu Sanyal und Ronja Larissa von Rönne.

Anna Gien und Marlene Stark (Foto: Christoph Mack) 
Anna Gien und Marlene Stark (Foto: Christoph Mack)

Lesung & DJ-Set

Die Veranstaltungsreihe „Starke Frauen“ des Worms Verlags zeigt sich im September an drei Abenden mit einem starken Programm. Los geht es am Samstag, 14. September, um 20 Uhr   im ehemaligen Friseursalon in der Friedrich-Ebert-Straße 2 mit einer Lesung von Anna Gien und Marlene Stark sowie einem anschließenden DJ-Set von Marlene Stark. Der Eintritt kostet acht Euro.

M. ist Mann, Mädchen, die Mehrzahl, Musik, die Mitte und die Protagonistin des gleichnamigen Romans von Anna Gien und Marlene Stark. M. ist alle und niemand. M. steht in einer Tradition von in erster Linie männlichen Autoren, wie dem Marquis de Sade, Henry Miller oder Philipp Roth. M. ist gleichzeitig das Protokoll einer Ermächtigung des eigenen Körpers, des eigenen Begehrens, und kalter Bericht über das Ausbeutungsgefüge im Kunstbetrieb – in einer Sprache, die schonungslos die Entwicklung der Erzählerin vollzieht. Anna Gien und Marlene Stark stellen ihren Pop-Roman am Samstag, 14. September, um 20 Uhr in der Friedrich-Ebert-Straße 2 (ehemaliger Friseursalon) vor. Im Anschluss zur Lesung gibt es ein DJ-Set von Marlene Stark. Der Eintritt kostet acht Euro. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem „POP UP WORMS – Festival für junge Kultur, neue Perspektiven und andere schöne Dinge“. 

Über Anna Gien und Marlene Stark

Anna Gien, 1991 in München geboren, schreibt für verschiedene Magazine und Zeitschriften. Darüber hinaus arbeitet sie in unabhängigen künstlerischen Projekten. Ihr Interesse gilt der Körperpolitik, feministischer Theorie, Sexarbeit und den Zusammenhängen von Kunst, Kapital und Popkultur. Marlene Stark, 1985 in Ellwangen geboren, arbeitet meist kollaborativ und interdisziplinär mit Malerei, Installation Sound, Musik und Text. Sie ist zudem DJ und produziert Musik. 

 
Mithu Sanyal (copyright: Regentaucher) 
Mithu Sanyal (copyright: Regentaucher)

Pro und Contra zum Heimatbegriff

Mithu Sanyal stellt am Mittwoch, 18. September, um 19 Uhr  in der Stadtbibliothek Worms die Anthologie „Eure Heimat ist unser Alptraum“ vor. Der Eintritt kostet acht Euro. 

Spätestens seit das Bundesministerium des Innern durch den Zusatz „für Bau und Heimat“ umbenannt wurde, ist Heimat wieder offiziell im politischen Diskurs angekommen. Über den Heimatbegriff in der deutschen Geschichte und vor allem Heimat in Zusammenhang mit Migrationsgeschichte berichtet Mithu Sanyal am Mittwoch, 18. September, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Worms. Sie stellt die Anthologie „Eure Heimat ist unser Alptraum“ vor und sieht die Debatte unter den Aspekten der Fragen nach Identität, Vertrauensgemeinschaften, solidarischem Zusammenleben, gesellschaftlicher Demokratie und der Migration als Bereicherung der Heimat. Außerdem tritt sie für ein klares und notwendiges Engagement gegen jeglichen Rassismus, Nationalismus und Demokratiefeindlichkeit ein. Der Eintritt zur Lesung beträgt acht Euro. Die Veranstaltung wird unterstützt vom PEN Zentrum Deutschland.

Über Mithu Sanyal

Mithu M. Sanyal ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin, arbeitet für das Radio, verschiedene Zeitungen und schreibt regelmäßig Kolumnen für die „taz“. 2009 erschien ihr Buch „Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“ sowie 2017 das Sachbuch „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“, das mit dem Preis „Geisteswissenschaften international“ ausgezeichnet wurde. Mithu Sanyal ist bereits zum dritten Mal beim Worms Verlag zu Gast.

 
Ronja Larissa von Rönne (Foto: Carolin Saage) 
Ronja Larissa von Rönne (Foto: Carolin Saage)

Texte über das Leben

„Heute ist leider schlecht. Beschwerden ans Leben“ – so heißt das 2017 erschienene Buch von Ronja Larissa von Rönne. Dieses stellt sie am Samstag, 28. September, 19 Uhr in der ehemaligen Kneipe in der Rotkreuzgasse 4 vor. Der Eintritt beträgt 15 Euro. 

„Positiv denken ist sehr in. Dabei ist das großer Unsinn. Wenn man zum Beispiel einsam ist, hilft es auch nicht, sich einzureden, man sei eigentlich nur die kleinste Polonaise der Welt“, schreibt Ronja Larissa von Rönne in ihrem Buch „Heute ist leider schlecht. Beschwerde ans Leben“. Darin befindet sich eine Auswahl ihrer Kolumnen aus der „Welt am Sonntag“ und ihrem Blog „Sudelheft“ sowie einige neue Texte, in denen sie frei heraus über allerlei Unnützes und das Leben schreibt. Die Veranstaltung ist ein Beitrag des „POP UP WORMS – Festival für junge Kultur, neue Perspektiven und andere schöne Dinge“ innerhalb der „Starke Frauen“-Reihe des Worms Verlages.

Über Ronja Larissa von Rönne

Die 1992 geborene Bloggerin, Journalistin, Schriftstellerin und Moderatorin sorgte 2015 durch ihre als Radikalposition angekündigten Beitrag in „Die Welt“ innerhalb deren Schwerpunkts „Brauchen wir Feminismus überhaupt noch?“ für große Aufregung, indem sie sich darin betont antifeministisch gab. Für ihren Text hätte sie mit dem silbernen Hauptpreis des Axel-Springer-Preises ausgezeichnet werden sollen. Sie distanzierte sich jedoch davon und lehnte den Preis ab. Danach verließ sie „Die Welt“ und schreibt seitdem für „Die Zeit“ und „ZeitOnline“. Das Deutschlandradio bezeichnete Ronja von Rönne als den neuen Stern am Himmel des deutschen Popliteratentums.

 

Weitere Informationen zur „Starke Frauen“-Reihe findet man hier und unter der Rubrik LiteraturInitiative.

Quelle: Stadt Worms / Kultur und Veranstaltungs GmbH