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OB-Gespräch mit "Fridays-for-Future"-Aktivisten

09.09.2019

Zum Kennenlernen und zum Austausch hatte OB Kessel das Jugendparlament und Wormser "Fridays-for-Future"-Aktivisten ins Rathaus eingeladen.

Auf Einladung des Oberbürgermeister sprachen Vertreter des Jugendparlaments und der Wormser „Fridays for-Future“-Bewegung im Rathaus mit Verwaltungsfachleuten über Maßnahmen gegen den Klimawandel. 
Auf Einladung des Oberbürgermeister sprachen Vertreter des Jugendparlaments und der Wormser „Fridays for-Future“-Bewegung im Rathaus mit Verwaltungsfachleuten über Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Zahlreiche Maßnahmen hinsichtlich Klimaschutz

Um gemeinsame Ideen und Lösungsansätze in Sachen Klimaschutz auszuloten, hatte Oberbürgermeister Adolf Kessel Jugendliche der Wormser „Fridays for-Future“-Bewegung und die Vertreter des Jugendparlaments ins Rathaus eingeladen. Mit am Tisch saßen zudem Vertreter der Abteilung Umweltschutz und Landwirtschaft und Bereichsleiterin Angelika Zezyk. Seitens des Jugendparlaments ergänzte dessen stellvertretender Vorsitzender, Daniel Usner, die Runde.

Reinhold Lieser, Klimaschutzbeauftragter der Stadt, stellte zunächst das Wormser Klimaschutzkonzept „KLIK“ und daraus resultierende Maßnahmen vor. Er sei froh, dass sich die Gruppierung „Fridays for-Future“ ernsthaft mit dem Thema auseinandersetze und freue sich über einen regelmäßigen Austausch. Ungeachtet dessen hat die Stadt in den letzten Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen hinsichtlich Klimaschutz und Energieeffizienz in Gang gesetzt. 

 

Angebote für jede Zielgruppe

Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung von geeigneten Maßnahmen für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes in Worms alle fünf Jahre um zehn Prozent. „Wir versuchen dabei, alle Zielgruppen zu erreichen“, machte der Klimaschutzbeauftragte deutlich. Nicht nur die größten CO2-Verursacher, die Betriebe, finden in den insgesamt 41 Maßnahmen Berücksichtigung, sondern eben auch jeder einzelne Bürger findet dort Beratungs- und Lösungsangebote, um die eigene Ökobilanz zu verbessern. Als Beispiele seien die Energiekarawane in den Stadtteilen, Verbraucherberatungen und Wettbewerbe zum Thema Klimaschutz genannt. Großer Resonanz erfreut sich zudem die Energie- und Baumesse, die in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Jubiläum feiert.

Doch die Stadt beschäftigt sich nicht nur mit dem Thema Energie- und CO2-Einsparung, sondern auch mit den Folgen des Klimawandels. Klimaschutzmanagerin Selma Mergner stellte deshalb das Konzept zur Anpassung an den Klimawandel, kurz „KLAK“, vor. Dazu gehört unter anderem ein örtliches Hochwasserschutzkonzept, aber auch ein Hitzeaktionsplan, der voraussichtlich Ende des Jahres startet. Zudem enthält das Konzept wiederum Maßnahmen für Bürger, etwa den Schutz von Haus und Grund bei Starkregen. 

Gemeinsame Ansätze

Die drei mit „Fridays-for-Future-Aktivisten“ Isabell Lieffertz sowie Martha und Leonhard Schmitt gaben den Verwaltungsvertretern einen Einblick in ihren Forderungskatalog, den sie in ihrer Aktionswoche, beginnend am 20. September, weiter bearbeiten wollen. Lokale Aktionen und Gegebenheiten seien jedoch nicht der Schwerpunkt ihrer Initiative, machte Leonhard Schmitt deutlich. Dennoch konnten die Gesprächsteilnehmer auch gemeinsame Ansätze eruieren, etwa die Ausweitung von Tempolimits im Stadtgebiet, die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV oder auch die Ausweitung von Grün- und Wasserflächen. 

OB Kessel bot den Jugendlichen zudem an, sich bei der Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzepts einzubringen und sich an einem regen Austausch zu beteiligen. „Das Thema Klimaschutz betrifft uns alle, deshalb sollten wir es als gemeinsame Aufgabe verstehen“, betonte der Stadtchef.

Klimaschutz in Worms

Quelle: Stadt Worms