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Gebäudeunterhaltung soll neu strukturiert werden

07.10.2019

Eine Organisationsuntersuchung hat ergeben, dass es hinsichtlich der Organisation der Gebäudeunterhaltung grundsätzlicher Umstrukturierungen bedarf.

Der GBB ist in der Monsheimer Straße untergebracht. Verschiedene Abteilungen sollen mit der Hochbauabteilung zusammengelegt werden. 
Der GBB ist in der Monsheimer Straße untergebracht. Verschiedene Abteilungen sollen mit der Hochbauabteilung zusammengelegt werden.

Kapazitätsgrenzen erreicht

375 Gebäude an 161 Standorten im Wert von knapp 800 Millionen Euro betreut der städtische Gebäudebewirtschaftungsbetrieb (GBB), rund 270.000 Euro verbaut der Betrieb wöchentlich – doch immer wieder stoßen die Mitarbeiter auch an ihre Grenzen. Denn alleine für die aktuellen Schulsanierungsmaßnahmen muss der GBB ein Auftragsvolumen von sage und schreibe 100 Millionen Euro abarbeiten. Die Verwaltung hatte deshalb eine Organisationsuntersuchung für den Betrieb beauftragt. Die Ergebnisse liegen nun vor. Unter anderem deshalb, weil dringliche Projekte nicht zeitnah abgearbeitet werden können, hatte der GBB unter der Führung von Baudezernent Uwe Franz immer wieder Alarm geschlagen. 

 

Untersuchung zeigt Restrukturierungsbedarf auf

Die Organisationsuntersuchung sollte drei Konzepte herausarbeiten: Zum einen geht es um die sachgerechte Prioritätsabgrenzung von bautechnischen Maßnahmen mit konkreter Reihenfolge zur Aufgabenerledigung. Hinzu kommt eine nicht minder wichtige Aufgabe: die künftige Substanzerhaltung städtischer Gebäude mit dem langfristigen Ziel, den Instandhaltungsstau abzubauen. Ein drittes Konzept soll ein fortschreibungsfähiges Verfahren zur Bestimmung eines angemessenen Personalbedarfs darlegen. „Die Mitarbeiter des GBB haben in den letzten Jahren, trotz des chronischen Personalmangels, unter hohem Druck ausgezeichnete Arbeit geleistet“, attestiert Dezernent Uwe Franz, der auf eine schnelle Umsetzung des erarbeiteten Maßnahmenkatalogs drängt, um die Mitarbeiter zu entlasten.

Der GBB gliedert sich neben der Leitung in drei Kernbereiche: die Immobilien- und infrastrukturelle Serviceleistungen, die die Gebäudereinigung, den Hausmeisterservice sowie das Immobilienmanagement beinhalten, den Bereich Planung, Bau und Unterhaltung von Gebäuden (nochmals untergliedert in den Bereich reine Bauleistungen und technische Gebäudeausrüstung) und den Bereich Finanzen/Rechnungswesen. Untersuchungsgegenstand waren der Bau- und der Finanzbereich mit der zentralen Auftragsannahme. Die mit der Organisationsuntersuchung beauftragte Firma PWC ermittelte zunächst den Ist-Zustand, um daraus im Anschluss Optimierungspotenziale abzuleiten. Ergebnis: eine Nachsteuerung, begrenzt auf die personelle Ausstattung und die GBB-internen Abläufe, ist nicht Erfolg versprechend. Ungeachtet dessen hat die Untersuchung ergeben, dass dem GBB derzeit acht Stellen fehlen. „Außerdem zeigt die Untersuchung, dass wir eine Restrukturierung benötigen“, erläutert der Baudezernent. Diese sieht vier Handlungsfelder vor, die eine Reorganisation der Zuständigkeiten innerhalb des Betriebs, eine Prozessoptimierung, eine Neustrukturierung der Substanzerhaltung und eine angepasste Personalentwicklung beinhalten.

Zusammenlegung mit Hochbau soll Prozesse optimieren

„Das Untersuchungsergebnis macht deutlich, dass wir grundlegende Änderungen herbeiführen müssen“, so Uwe Franz. Bereits zu Beginn der Untersuchungen hatte der Baudezernent die Mitarbeiter des GBB für eine Neustrukturierung sensibilisiert. Die schon damals angekündigte Zusammenführung des GBB und der Abteilung 6.5 – Hochbau führe, wie nun auch die Untersuchung zeige, zu einer wesentlichen Verbesserung der Situation, da damit eine Optimierung der Prozesse einhergehe. Zusätzlich ist eine Personalaufstockung geplant; erste Ausschreibungen hierfür hat die Verwaltung bereits auf den Weg gebracht. Auch Oberbürgermeister Adolf Kessel hatte vor der OB-Wahl eine Zusammenführung von GBB und Hochbauabteilung angekündigt. „Wir wollen deshalb schon bald die nächsten Schritte für die Zusammenführung planen“, so Franz.

Über Jahre hinweg waren die Zuständigkeiten zwischen GBB und Hochbauabteilung nicht klar definiert mit dem Ergebnis, dass der GBB Aufgaben und Zuständigkeiten übernahm, die über den ursprünglich intendierten Betriebszweck hinausgingen. Die Personalkapazität wuchs jedoch nicht im erforderlichen Umfang mit, was zur Folge hatte, dass sich Projekte stauten und auch die Prozessoptimierung litt. Mit der geplanten Zusammenlegung mit der Hochbauabteilung könnten vorhandene personelle Ressourcen besser genutzt und eingesetzt werden, zudem wäre die Zuständigkeitsfrage eindeutig geregelt.

Der gesamte Restrukturierungsprozess werde tiefgreifende Veränderungen beinhalten. Deshalb sei eine zentrale Koordinierungsstelle vorgesehen, die den Prozess begleite und steuere, erklärt der Baudezernent.

Quelle: Stadt Worms