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Warnung vor Grünastabbruch

25.08.2020

Durch die Trockenheit kann es an Bäumen zu so genanntem Grünastabbruch kommen. Bürger sollten vorsichtig sein.

Gesund aussehende Bäume, doch unvermittelt bricht ein Ast ab: Der so genannte Grünastabbruch kann gefährlich werden. Vorzeitige Warnzeichen gibt es nicht.  
Gesund aussehende Bäume, doch unvermittelt bricht ein Ast ab: Der so genannte Grünastabbruch kann gefährlich werden. Vorzeitige Warnzeichen gibt es nicht.
Auch große Äste können plötzlich abbrechen. In Baumgebieten ist deshalb Vorsicht geboten. 
Auch große Äste können plötzlich abbrechen. In Baumgebieten ist deshalb Vorsicht geboten.

Großer Ast stürzt auf Fußweg

Die Stadt warnt vor der Gefahr so genannter Grünastabbrüche an Bäumen. Die Gefahr ist insofern gegeben, als die Bäume vorher keinerlei Anzeichen für einen Astabbruch zeigen. Wie der Name dieses Phänomens bereits suggeriert, sehen die Bäume gesund aus und geben bei den regelmäßigen Kontrollen keinen Anlass zur Sorge. Grünastabbrüche ereignen sich unvermittelt in der Vegetationsperiode; sie sind unvorhersehbar und spontan – entsprechende „natürliche Warnhinweise“ gibt es nicht.

Auch in Worms gab es bereits mehrere Fälle von Grünastabbrüchen, etwa bei den stattlichen Alteichen im Stadtpark. Zuletzt kam es vergangenen Freitag im Stadtpark zu einem spontanen Astabbruch: Baumpfleger der ebwo AöR waren gerade mit Routinearbeiten beschäftigt, als unmittelbar neben ihnen ein 40 bis 50 cm dicker Seitenast einer Eiche zunächst laut knackte, sich dann absenkte und auf den Hauptweg stürzte. Zu Schaden kam zum Glück niemand, doch vor dem Hintergrund dieser unvermittelten Astabbrüche sollte in der Nähe von Bäumen Vorsicht geboten sein.  

Komplexe Ursachen des Phänomens

Die Ursachen des Phänomens sind komplex. Zurückzuführen sind sie nicht etwa auf starke Regenfälle und Winde, sondern eher auf Trockenheit und physikalische Aspekte. Bei den in Worms beobachteten Fällen gehen die Experten davon aus, dass durch die trockenen und heißen Sommer der vergangenen Jahre die Wasserversorgung der Baumriesen nicht mehr ausreichend gewährleistet ist. Die Bäume bilden daraufhin einen übermäßigen Behang mit Früchten aus - die so genannte Notfrucht - die die Kronen mit ihrem Gewicht belasten. Hinzukommen dürfte der nachlassende Zelldruck durch Wärme und Trockenheit und eine Verringerung der Elastizität des Holzes. Holz besteht aus Lignin, das besonders druckfest ist, und aus Zellulose, das besonders zugfest ist. Leidet ein Baum unter der Trockenheit, kann die Zellulose im Holz feine Risse bekommt. Sind zu große Bereiche von diesen feinen Rissen betroffen, kann es zum Versagen eines Astes kommen. In Kombination mit dem starken Behang „entledigt“ sich der Baum ohne Vorwarnung eines solchen Astes.

Die Stadt bittet deshalb die Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit im Bereich von Bäumen.

 
Quelle: Stadt Worms
 
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