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Einmalige Veranstaltungsreihe im Herbst

21.09.2020

"Das Herbstprogramm" bringt hochkarätige Künstler zurück auf die Wormser Bühnen und gibt einen Ausblick auf die Spielzeiten 2021/22 der Nibelungen-Festspiele.

Ein Wiedersehen gibt es am 31. Oktober mit Sängerin und Schauspielerin Wiebke Puls. Sie liest und singt aus dem Werk von Leonard Cohen. (Foto: Josef Beyer) 
Ein Wiedersehen gibt es am 31. Oktober mit Sängerin und Schauspielerin Wiebke Puls. Sie liest und singt aus dem Werk von Leonard Cohen. (Foto: Josef Beyer)

Vorfreude auf künftige Festspielsommer

In diesem Sommer konnten die Nibelungen-Festspiele aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Dennoch wurde für den Herbst 2020 eine einmalige Veranstaltungsreihe mit hochkarätigen Künstlern konzipiert. Vom 31. Oktober bis zum 2. November präsentieren die Nibelungen-Festspiele im Wormser „Das Herbstprogramm“. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung des Autorenwettbewerbs „Wind von Norden“ gemeinsam mit dem Nationaltheater Mannheim, ein Ausblick auf die beiden Uraufführungen vor dem Wormser Kaiserdom der nächsten Festspieljahre, Vorträge der Nibelungenliedgesellschaft sowie eine musikalische Lesung mit der Sängerin und Schauspielerin Wiebke Puls. 

Der Vorverkauf startet ab sofort.

 

"Das Herbstprogramm"

Den Auftakt macht am Samstag, den 31. Oktober um 20 Uhr, die Sängerin und Schauspielerin Wiebke Puls mit der musikalischen Lesung „Leonard Cohen – Das Lieblingsspiel“. Leonard Cohen war einer der populärsten Singer und Songwriter der jüngsten Vergangenheit. Als Schriftsteller kennen ihn jedoch nicht viele. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Wiebke Puls, Brunhild der Jahre 2004 und 2005 bei den Nibelungen-Festspielen, liest und singt aus seinem Werk. Ivica Vukelic begleitet sie an der Gitarre. Die Veranstaltung wird unterstützt von Lotto Rheinland-Pfalz GmbH.

(31. Oktober 2020, 20 Uhr, DAS WORMSER Mozartsaal, VVK & AK 24,- Euro)

 

„Ildikó Gáspár und Lukas Bärfuss treffen Martin Luther “ – mit einerMatinée beginnen die Veranstaltungen am Sonntag. Georg-Büchner-Preisträger und Autor der „Luther“-Uraufführung 2021 Lukas Bärfuss wird zusammen mit der aus Ungarn stammenden Regisseurin Ildikó Gáspár am Sonntagmorgen, den 1. November, zu Gast beim künstlerischen Leiter Thomas Laue sein. Gemeinsam mit Festspielintendant Nico Hofmann gewähren sie Einblicke in das Luther-Stück und die geplante künstlerische Umsetzung. 2021 steht nicht die Geschichte der Nibelungen im Zentrum der Festspiele, sondern Martin Luther. Zum 500. Mal jährt sich die Widerrufsverweigerung Luthers vor dem Reichstag zu Worms. Mit dem Schweizer Schriftsteller und Dramatiker konnte ein herausragender Autor für die Uraufführung über den großen Reformator gewonnen werden. Die Regisseurin Ildikó Gáspár gehört zu den wichtigsten Vertreterinnen der jungen ungarischen Theaterszene. Arbeiten am renommierten Budapester Örkény Theater, wo sie neben eigenen Stücken unter anderem Werke von Shakespeare, Schiller und Kafka inszenierte, machten sie international bekannt: Als Regisseurin arbeitet sie in Schweden, Litauen, Serbien und Deutschland. Außerdem ist sie Autorin und Übersetzerin. 

(1. November 2020, 11 Uhr, DAS WORMSER Mozartsaal, VVK & AK 14,- Euro)

Der künstlerische Leiter Thomas Laue zu Ildikó Gáspár:

„Die ungarische Theaterlandschaft ist eine der aufregendsten in Europa: hochemotional, extrem formenstark und aufgrund der aktuellen Umstände so politisch wie selten. Mit Ildikó Gáspár als Regisseurin machen die Festspiele zudem einen großen Schritt Richtung Internationalität. Und gemeinsam mit Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss ist für das Lutherjahr 2021 ein extrem starkes Team am Start.“

 

Ab 14 Uhr wird die Nibelungenliedgesellschaft e.V. in zwei Vorträgen Neues aus der Nibelungenliedforschung vorstellen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe, die seit 2002 einen festen Platz im Kulturprogramm der Festspiele hat, stehen dieses Jahr die Frauenfiguren Kriemhild und Brunhild. Der Eintritt zu den Vorträgen ist kostenfrei, eine Voranmeldung ist erforderlich unter Tel. 06241 / 2000 400.

(1. November 2020, 14 Uhr, DAS WORMSER Mozartsaal, Eintritt frei)

 

Zu einem weiteren Höhepunkt des Wochenendes zählt am Sonntagabend, 1. November um 18 Uhr, die Uraufführung des Gewinnerstücks des Autorenwettbewerbs der Nibelungen-Festspiele 2019 „Wind von Norden“ i n Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim. Der Text von dem Autor Matthias van den Höfel überzeugte im vergangenen Sommer die Jury und feiert nun als Gewinnerbeitrag seine Uraufführung . In „ Wind von Norden“ hat Hagen Unterschlupf in Rom gefunden, nachdem er vor dem Gemetzel bei Hunnenkönig Etzel und der Rache Kriemhilds geflohen war. Doch schon bald steht die Königin begleitet von einem Hunnenheer vor den Toren der Stadt. Ein Stück zwischen Liebe und Vergeltung und der großen Frage, für was es sich zu leben und zu sterben lohnt. Inszenieren wird Nachwuchsregisseur Till Ertener, Jahrgang 1995, der bereits mit verschiedenen Arbeiten am Schauspiel Köln überzeugte. „ Wind von Norden“ wird an zwei Abenden aufgeführt. Es spielen aus dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim und des Schauspiels Köln: Ragna Pitoll, Annemarie Brüntjen, Eddie Irle und Elias Reichert. Die Aufführungen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Mannheim und mit Unterstützung des Freundes- und Förderkreises der Nibelungen-Festspiele e.V. ermöglicht.

(1. & 2. November 2020, je 18 Uhr, DAS WORMSER Theater, VVK & AK 29,- Euro)

 

Danach werden in einem Künstlergespräch und mit gelesenen Szenen aus dem Stück am Sonntagabend, 1. November um 20 Uhr, der Autor Ferdinand Schmalz und Regisseur Roger Vontobel gemeinsam mit dem Intendanten Nico Hofmann und dem künstlerischen Leiter Thomas Laue aktuelle Einblicke über den Stand der in diesem Jahr geplanten und jetzt in das Jahr 2022 verschobenen Inszenierung „hildensaga. ein königinnendrama“ geben .

In der Uraufführung erzählt Ferdinand Schmalz 2022 die Geschichte der Nibelungen aus einer anderen Perspektive: Aus der Sicht der Frauen. Regie führt Roger Vontobel, dessen Inszenierung in Worms bereits 2018 Publikum und Medien überzeugt hat.

(1. November 2020, 20 Uhr, DAS WORMSER Mozartsaal, VVK & AK 14,- Euro)

Service:

Der Vorverkauf für die Veranstaltungsreihe startet ab sofort. Ein umfassendes Hygienekonzept ermöglicht den Veranstaltungsbesuch. Details dazu unter www.nibelungenfestspiele.de

Tickets für die Veranstaltungen können über die Hotline 01805 – 33 71 71 (0,14 Euro/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk maximal 0,42 Euro/Minute) oder über www.nibelungenfestspiele.de bestellt werden. Ebenso bieten alle bekannten Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen die Karten an. 

Aktuelle Informationen zu möglichen Verschiebungen und Absagen gibt es ebenfalls unter www.nibelungenfestspiele.de.

Intendant Nico Hofmann: „Großartig, dass wir das Herbstprogramm noch in diesem Jahr so prominent zusammenstellen konnten. Großer Dank an die Geldgeber und Organisatoren, die intensiv an der Umsetzung gearbeitet haben. Theater und künstlerischer Austausch sind und bleiben extrem wichtig, gerade in dieser Zeit. Mehr denn je wird sich Worms gesellschaftlich und politisch relevant positionieren, hier gibt das Herbstprogramm einen Vorgeschmack. Nicht nur die Pandemie bewegt uns, auch politische Ereignisse, wie zuletzt der Eingriff des Staates Ungarn in die Freiheit von Kunst und Kultur verstärkt unseren Anspruch, gesellschaftspolitisch mit unserem Programm zu reagieren.

Ich freue mich besonders auf das Gespräch mit Ildikó Gáspár und Lukas Bärfuss und bin gespannt auf ihre Ideen und Auslegungen des Luther-Themas, das im Jahr 2021 zur Aufführung kommt. Ebenso wie auf die Uraufführung des Nachwuchsstücks ‚Wind von Norden’.“

 

Geschäftsführer Sascha Kaiser: „Es freut mich sehr, dass wir in diesem Herbst solch ein schönes und umfangreiches Programm mit tollen Gästen anbieten können. Das ist nicht selbstverständlich in Zeiten der Pandemie, in der die Kulturbranche besondere Einschränkungen erfährt. Die Nibelungen-Festspiele können auf einen großen Rückhalt von Seiten des Wormser Oberbürgermeisters Adolf Kessel und des Wormser Stadtrats zählen. Ohne die Unterstützung vom Land Rheinland-Pfalz, von unseren Sponsoren und Förderern, die ein großes Vertrauen in uns haben, sowie vom Freundes- und Förderkreis der Nibelungen-Festspiele wäre dies alles so nicht möglich. Das unterstreicht noch einmal, dass die Nibelungen-Festspiele ein wichtiger Leuchtturm im kulturellen Leben der Stadt Worms und der gesamten Region sind. Lange haben wir gewartet und freuen uns jetzt auf ein Wiedersehen mit unserem Publikum.“

 

Künstlerischer Leiter Thomas Laue: „Die große Inszenierung vor dem Dom konnte in diesem Sommer nicht stattfinden, doch wir dürfen nicht aufhören, Theater zu machen! Nicht nur, weil derzeit zahllose Künstlerinnen und Künstler ohne Arbeit sind, sondern vor allem auch, weil das Theater als gemeinschaftsstiftender Moment für diese Gesellschaft lebenswichtig ist. Wo sonst kommen wir so intensiv zusammen, um uns mit den Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen? Das Programm im Herbst mit den vielen hochkarätigen Künstlern ist daher ein wichtiges Zeichen: Es gibt das Theater noch, auch die Festspiele gehen weiter, und die Diskussion darüber, was diese Gesellschaft zusammenhält, wird keinesfalls aufhören.“

 

Künstlerische und Technische Betriebsdirektorin Petra Simon: „Dieses Jahr ist außergewöhnlich und hat uns alle in den letzten Monaten vor große Herausforderungen gestellt. Ende April mussten wir mitten in den Vorbereitungen die Nibelungen-Festspiele für den Sommer absagen. Wie sehr Kunst und Kultur vermisst werden, wenn sie nicht mehr stattfinden, hat uns der große Zuspruch von unserem Publikum nach der Absage gezeigt. Umso mehr freue ich mich, dass es uns gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern und dank der Unterstützung unserer Partner und Partnerinnen gelungen ist, für den Herbst ein Programm zu konzipieren, um damit in Zeiten der Krise unserem Publikum ein künstlerisches und kulturelles Angebot sowie unsere künstlerischen Ideen wahrnehmbar zu machen. Wir wünschen uns nichts sehnlicher als wieder wundervolle und aufregende Theater-Momente mit unserem Publikum gemeinsam und live zu erleben.“

Quelle: Nibelungenfestspiele gGmbH
 
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