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Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis“

ausgezeichnet mit dem Preis der Lutherstädte 2013

Die Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ hat den 9. Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" verliehen bekommen.

von links nach rechts: der Wormser Oberbürgermeister Michael Kisse, Helga Hanusa von der Initiative "Keine Bedienung für Nazis", Innenminister Holger Stahlknecht, Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben und Ina Schneider von der Initiative "Keine Bedienung für Nazis" 
von links nach rechts: der Wormser Oberbürgermeister Michael Kisse, Helga Hanusa von der Initiative "Keine Bedienung für Nazis", Innenminister Holger Stahlknecht, Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben und Ina Schneider von der Initiative "Keine Bedienung für Nazis"

Preisverleihung 2013 in Eisleben

Sechs Mitglieder der Initiative haben am 13. April 2013 in der Lutherstadt Eisleben den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“ aus den Händen von Oberbürgermeisterin Jutta Fischer entgegengenommen. Ludwig Simek, Natalie Haas, Ina Schneider, Richard Spieß, Sion Israel und Michael Sauerer und weiter Mitglieder der Initiative erhielten die Auszeichnung für ihr unerschrockenes Auftreten. Sauerer ist der Barkeeper, der couragiert eingriff, als Neonazis eine dunkelhäutige Frau anpöbelten. Diese verübten dann auf ihn und das Cafe Picasso einen Racheakt, auf Grund dessen sich die Initiative gründete.

Oberbürgermeisterin Jutta Fischer: „Im Sinne von Martin Luther – das Wort mit lauter Stimme zu erheben, gegen Taten, Gewalt und menschenverachtende Handlungen einzuschreiten -, das muss in unserer Gesellschaft von allen und mit aller Kraft unterstützt werden. Alle Initiativen gegen den braunen Mob, ob von einzelnen Bürgern, Bürgervereinigungen, Kirchen und Parteien müssen in unserer Gesellschaft mehr Gehör finden. Mit der getroffenen Jury Entscheidung des Bundes der Lutherstädte in Deutschland im vorigen Jahr zu Martin Luthers Geburtstag, den Preis „Das unerschrockene Wort“ an die Regensburger Inititiative zu verleihen, sollte so die Jurymitglieder, vielen Menschen Mut machen, gegen nationalsozialistische neue Bestrebungen anzukämpfen“.

Als Laudator begrüßte Oberbürgermeisterin Jutta Fischer Prof Dr. Eckart Conze, Professor für Neuere Geschichte der Philipps-Universität Marburg. Conze würdigte in seiner Rede den Mut und die Zivilcourage derer, die für die Freiheit leben und ihr Leben riskieren, satt sich mundtot machen zu lassen.

„Wer im öffentlichen Raum in so unmissverständlicher Weise Zeichen setzt, wie das die Regensburger Initiative tut, der setzt sich einem Risiko aus und beweist schon alleine dadurch Mut. Der Aufkleber, der heute im Eingang von immer mehr Regensburger Gaststätten zu sehen ist, ist ein „Unerschrockenes Wort“ im allerbesten Sinne, weil es nicht nur eine Meinung artikuliert und sich der Einschüchterung entgegen setzt, sondern auch weil es sich für den Kern unseres demokratischen Gemeinwesens einsetzt, für die Menschenwürde und die aus ihr abgeleiteten Prinzipien von Freiheit und Gleichheit der Menschen – aller Menschen“, so Conze.

Weiterhin nahmen an der Preisverleihung der Innenminister, Holger Stahlknecht, Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt und die Mitbegründerin der Regensburger Initiative „Keine Bedienung für Nazis“, Helga Hanusa. Stahlknecht überbrachte das Grußwort der Landesregierung Sachsen–Anhalt. 

Lesen Sie hier mehr über den Preis der Lutherstädte