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Aktuelles aus dem Stadtarchiv Worms

 
 
 

Pressemitteilungen

 
 
 
Schicksalswege Wormser Juden beleuchtet der Vortrag von Susanne Flörke
Schicksalswege Wormser Juden beleuchtet der Vortrag von Susanne Flörke

Neue Forschungen zum Schicksal der jüdischen NS-Opfer aus Worms

Der Vortrag der Historikerin Frau Susanne Flörke im Raschi-Haus am 26.1.2017im Jüdischen Museum (Raschi-Haus) zu diesem Thema vor dem Hintergrund ihrer Recherchen im Archiv des Internationalen Suchdienstes stieß auf sehr großes Interesse. Dankenswerterweise hat die Referentin, die dort 2016 im Auftrag des Stadtarchivs gearbeitet hat, ihre Präsentation für die Homepage des Archivs zur Verfügung gestellt, so dass man ...hier die Informationen und das Abbildungsmaterial auffinden kann.

Zugleich wird die von ihr auf der Basis der Recherchen ergänzte Liste der NS-Opfer mit den neuen Rechercheergebnissen aus Worms ...hier online gestellt.

Im Stadtarchiv werden die Detailforschungen und das aus dem Archiv beschaffte Quellenmaterial verwahrt; die Daten stehen für Forschungen zu einzelnen Personen bzw. Schicksalen frei zur Verfügung.

 
 

Neuerscheinung im Januar 2017

„Was Deutschland im Großen, das ist Osthofen im Kleinen“. Edition der Tagebücher des Osthofener Gutsbesitzers, Bürgermeisters und Unternehmers Johann Weißheimer II. erscheint

Mit der Herausgabe der vier Bände Tagebücher (geführt zwischen 1816 und 1882) erscheint im Januar 2017 die Edition einer für die Geschichte der Region während des 19. Jahrhunderts einzigartigen Quelle. 

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Johann Weißheimer II. (1797-1883), Sohn eines Müllers und Gutsbesitzers, war über Jahrzehnte eine führende Persönlichkeit im südlichen Rheinhessen. Als langjähriger Bürgermeister und zeitweiliger Landtagsabgeordneter in Darmstadt, vermögender und einflussreicher Unternehmer, am höchsten besteuerter Grundbesitzer in ganz Rheinhessen und führender, gut vernetzter liberaler Politiker war er auf das Engste mit den Ereignissen und Wandlungen seiner Zeit verbunden. 

Seine im Familienbesitz in Osthofen befindlichen Tagebücher stellen eine außergewöhnlich reiche und spannende Fundgrube für die Zeit zwischen dem Vormärz und der Zeit nach der Reichsgründung dar. Der Text der Bände wurde jetzt gemeinsam von seinem Nachfahren, Stadtbürgermeister und Historiker Thomas Goller (Osthofen) und dem Leiter des Stadtarchivs Worms Gerold Bönnen, in Buchform herausgebracht.

Der Verfasser war mit den konfessionellen, politischen und wirtschaftlichen Wandlungen seiner Zeit bestens vertraut und berichtet ausführlich in persönlicher Sicht von seiner eigenen Epoche. Weißheimers Tagebücher eröffnen durch die Dokumentation seines politischen Werdegangs, seiner persönlichen Einschätzung der politischen Lage und durch sein Wirken in Osthofen und Umgebung die seltene Chance, die subjektive Wahrnehmung eines Menschen nachzuvollziehen, der sowohl die dörfliche als auch die regional-staatliche Ebene kannte und an den Entscheidungsprozessen hier wie dort Einfluss zu nehmen versuchte. 

Die Tagebücher, die grundlegende Wandlungen im liberalen Bürgertum des 19. Jahrhunderts nachvollziehbar machen, sind Teil eines Familienarchivs in der Osthofener Steinmühle (Briefwechsel, chronikalische Aufzeichnungen, Wirtschaftsbücher, Bibliothek u.a.). Der mehr als 660 Seiten umfassenden Publikation kommt eine grundlegende Bedeutung zu, da vergleichbare Quellen aus der dörflichen Oberschicht dieser Zeit bislang nicht bekannt sind. 

Nach einer reich bebilderten Einleitung zum Wert und den Eigenarten der Quelle sowie der einflussreichen Familie des Tagebuchschreibers folgt der Text der vier Bände mit ihrem im Original ca. 1300 Seiten seiner über etwa sieben Jahrzehnte geführten Aufzeichnungen. Das reichhaltige Material wird abschließend durch Register (erstellt von Frau Katharina Gernegroß, Worms) erschlossen und nutzbar gemacht.

Das Werk wurde erfreulicherweise von der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt in Buchform herausgebracht; das Erscheinen wurde zudem durch großzügige Zuschüsse des Landes Hessen, der Städte Osthofen und Worms, des Kulturnetzwerks Osthofen e.V. und des Altertumsvereins Worms e.V. ermöglicht, wodurch ein sehr günstiger Verkaufspreis erreicht werden konnte. Ab Mitte Januar 2017 wird der Band über den Buchhandel verfügbar sein.

  • „Was Deutschland im Großen, das ist Osthofen im Kleinen“. Die Tagebücher von Johann Weißheimer II. (1797-1883) aus Osthofen
  • Hg. v. Thomas Goller u. Gerold Bönnen, Marburg/Darmstadt 2016 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 173)
  • 52 und 612 S., 27 Abb. u. eine Beilage
  • ISBN 978-3-88443-328-7
  • Verkaufspreis 28 € 
  • erhältlich im Buchhandel ab Mitte Januar
 
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)

Fortschritte bei der Digitalisierung durch Kooperation mit Landesbibliothekszentrum

Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1913 und 1927 stehen online zur Verfügung

Die seit einigen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des Stadtarchivs im Rahmen des vom Landesbibliothekszentrum betreuten Projekts "Dilibri" mit dem Ziel einer Bereitstellung landesgeschichtlich relevanter Druckschriften und Bücher im Internet konnte jetzt fortgesetzt werden. Nachdem bereits die städtischen Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1885 bis 1898 digitalisiert und ins Netz gestellt wurden, konnten jetzt in der Landesbibliothek Speyer zwei besonders aussagekräftige und umfangreiche Jahrgänge der Zeit danach bearbeitet werden.

Mit dem fast 500 Seiten starken Band des Jahres 1913 (dem letzten vor Kriegsausbruch) und dem des Jahres 1927 (der letzte gedruckte Bericht vor 1945, Umfang ca. 370 Seiten) stehen jetzt zwei außergewöhnlich reichhaltige Bände zur Nutzung durchsuchbar zur Verfügung. Die beiden sehr seltenen Druckwerke geben äußerst ausführlich Einblick in die differenzierte und leistungsfähige kommunale Verwaltung in all ihren Zweigen kurz vor und nach dem "Großen Krieg". Die durch zahlreiche Grafiken, Tabellen und Statistiken angereicherten Berichte bieten schon aufgrund des reichhaltigen statistischen Materials bislang ungenutzte Chancen zur Erforschung aller Zweige der kommunalen Daseinsvorsorge von den Schulen bis zum Schlachthof, vom Armenwesen bis zu den städtischen Finanzen.

Verwaltungsrechenschaftsberichte

 
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms

Stadtarchiv lässt Urkundenbuch der Reichsstadt Pfeddersheim digitalisieren

Das Stadtarchiv Worms ist seit einigen Jahren um die gezielte Digitalisierung von Quellen und Publikationen zur Stadtgeschichte bemüht. Nachdem die gedruckten Wormser Urkundenbücher von Heinrich Boos aus dem späten 19. Jahrhundert bereits seit einiger Zeit digitalisiert vorliegen, wurde jetzt das 1911 erschienene Urkundenbuch von Pfeddersheim in Angriff genommen, zumal das Werk nur in wenigen Bibliotheken nachgewiesen ist.

Für die Beschäftigung mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt ist die fast 400 Seiten umfassende Publikation von Urkunden und Quellen des 14. bis 18. Jahrhunderts grundlegend. Ermöglicht wurde die Herausgabe der Publikation seinerzeit durch den finanziellen Einsatz der historisch stark interessierten Familie von Heyl; als Bearbeiter konnte der auch im Altertumsverein Worms sehr aktive, wissenschaftlich arbeitende Gymnasiallehrer Daniel Bonin (1861-1933) gewonnen werden. Die Erforschung der Geschichte Pfeddersheims, dessen Archivalien im Wormser Archiv ohnehin sehr reichhaltig überliefert sind, wird durch die Digitalisierung des Werkes deutlich erleichtert.

Das Urkundenbuch ist im rheinland-pfälzischen Digitalisierungsportal dilibri online einsehbar.

Literaturtipp: Gerold Bönnen, Die Familie Heyl und ihr Wirken (ca. 1850 bis 1980), in: Gerold Bönnen/Ferdinand Werner, Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms 2010, S. 35-186, hier S. 132-145

 
 
 
 

Weitere Meldungen

Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247 
Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer 
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer
Dia-Sammlung 
Dia-Sammlung

Fotos in Archiven

Eine Fachtagung der Stadtarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 im Wormser Kultur- und Tagungszentrum

Der Umgang mit fotografischer Überlieferung ist vor allem im Alltag der kleineren und mittleren Archive mit besonderen fachlichen Anforderungen und Problemen verbunden. Nicht selten handelt es sich um Massenbestände; Bildquellen werden in der zunehmend visualisierten und durch digitale Verfügbarkeit geprägten Welt verstärkt nachgefragt, und das nicht nur als Illustrationen.

70 Teilnehmende aus ganz Deutschland

Vor dem Hintergrund dieser Problematik, die nicht nur Archive betrifft, veranstalteten die beiden Kommunalarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 eine eintägige Fachtagung, um den weiteren fachlichen Austausch anzuregen – auch zwischen den verschiedenen bildverwahrenden Institutionen. Rund 70 Teilnehmende aus einem räumlich weiten Einzugsbereich kamen, um Erfahrungen auszutauschen und beispielhafte Projekte zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der alltäglichen Arbeit. Breiten Raum nahm die Diskussion von Problemen und Lösungsansätzen zu den verschiedenen Aspekten wie Erschließung, Bewertung oder Digitalisierung ein. Auf dem Programm standen nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (Stadt Worms) und Dr. Gerold Bönnen (Leiter Stadtarchiv Worms) sechs Kurzvorträge zu folgenden Themen:

  • Bewertung und Kassation von Fotobeständen (Tanja Wolf, Stadtarchiv Worms) 
  • Benutzung der Bildbestände (Dr. Frank Teske, Stadtarchiv Mainz) 
  • Fotos in Medienarchiven (Rita Funk, Bildarchiv der Deutschen Presse-Agentur Frankfurt/M.)
  • Erschließung und Einsatz von Ressourcen (Katrin Hopstock, Abt. Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer; Michaela Hayer, Niedersächsisches Landesarchiv Hannover)
  • Präsentation von Fotos im Museum (Katrin Seidel, Landesmuseum Koblenz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) 
  • Bestandsgenerierung und Erwerbung von Fotosammlungen (Dr. Friedrich W. Knieß, Stadtarchiv Darmstadt)

Von Bewertung bis Benutzung

Die Problematik der Bewertung von Fotobeständen wurde anhand von drei Beispielen aus der Praxis des Stadtarchivs Worms zur Arbeit mit analogem wie digitalem Material angesprochen und auf der Basis des Appells „Haben Sie Mut zur Lücke!“ erfreulich intensiv diskutiert.
Der auf die Benutzungspraxis im Stadtarchiv Mainz abzielende Beitrag vermochte die Besonderheiten bei der Nutzung der analogen und digitalen Bildbestände deutlich zu machen. Am Beispiel des mehrere Millionen Stück umfassenden Fotobestandes der Deutschen Presseagentur erläuterte die Referentin zentrale Aspekte im Umgang mit dem dortigen Material und die Besonderheiten bei der Nutzung und Erschließung.
Nach der Mittagspause stellte das Stadtarchiv Speyer einige seiner laufenden Projekte vor: Es ging dabei um die Bedeutung sozialer Medien u. a. für Präsentationen und die Einbindung von Nutzern in die Fotoerschließung. Ebenso kam die Retrokonversion von Findmitteln mit DFG-Hilfe und die zum Teil nur durch den Einsatz von Ehrenamtlichen mögliche Erfassung unterschiedlicher Fotonachlässe zur Sprache.
Mit dem Umgang mit Fotografien in Museen befasste sich der folgende Beitrag, der die Besonderheiten in der Erwerbungs- und Ausstellungspraxis der künftigen Landessammlung Fotografie am Landesmuseum in Koblenz beleuchtete. Dabei spielen konservatorische Belange ebenso eine Bedeutung wie die für Archive durchweg nicht relevante künstlerische Fotografie.
Abschließend wurde vor dem Hintergrund der Besonderheiten der Fotosammlung innerhalb des Stadtarchivs Darmstadt vor allem auf Fragen des Erwerbs fotografischen Materials eingegangen.

Fortsetzung geplant

Es hat sich gezeigt, dass diese und viele weitere Fragen zum äußerst weiten Problemkomplex von Fotografien in Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen künftig intensiver diskutiert werden müssen und weitaus mehr fachlicher Austausch nötig ist – gerade angesichts der massiven Herausforderungen des digitalen Zeitalters.
Das Stadtarchiv Worms plant vor dem Hintergrund der erfreulich guten Resonanz der Tagung und der Fülle der in den Diskussionen angesprochenen Fragen, solche Fachtagungen in Worms alle zwei Jahre in vergleichbarer Form und jeweils mit interessierten Partnereinrichtungen zu etablieren und freut sich diesbezüglich über Anregungen und Kritik aus der Fachwelt.

Außerdem wurde ein Blog eingerichtet, das als Diskussionsplattform den fachlichen Austausch zum Thema Fotos in Archiven anregen soll: Foto-Blog

 
Sammelband Erster Weltkrieg

"Eine furchtbar ernste Zeit..."

Worms, die Region und der "Große Krieg" 1914 bis 1918

Der vor einhundert Jahren entfesselte Erste Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, wälzte alle Lebensbereiche der Zeitgenossen in unfassbarem Ausmaß um. Die Folgen waren auch in Worms gravierend: Tod und Hunger, Mangel und Elend, Ernüchterung und Traumatisierung sind nur einige Stichworte im Rückblick auf die Jahre einer tiefgreifenden Epochenwende 1914 bis 1918.

Die Wormser kulturellen Institutionen erinnern - koordiniert durch das Stadtarchiv - in einer Reihe von Veranstaltungen an die Ereignisse und laden zum Nachdenken darüber ein, welche Folgen dieser Krieg bis in unsere Zeit hat.

Gern nimmt das Archiv dazu auch persönliche Dokumente aus privatem Besitz, etwa Feldpostbriefe oder andere Unterlagen der Jahre 1914 bis 1918, in die Ausstellung und seine Sammlungen auf. Selbstverständlich können die Originale auf Wunsch nach ihrer Digitalisierung wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden (Anfragen bitte an: stadtarchiv@worms.de – Telefon 06241-853/4700 oder 4701).

Der reich bebilderte Sammelband, der die Ausstellung des Stadtarchivs begleitet, ist im Buchhandel für 35 Euro erhältlich.

Weitere Organisationen und Vereine, die Veranstaltungen und Aktivitäten planen werden gebeten, sich mit dem Archiv zwecks Absprache und Koordination in Verbindung zu setzen.

Mehr Informationen zu Worms im Ersten Weltkrieg und den Veranstaltungen rund um das Thema finden Sie hier.

 
 
 
 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms)
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms)

Hilfestellung und Informationsangebote für Vereine

Wie alt ist mein Verein? Wir bereiten eine Chronik vor, haben aber keine Bilder, keine Informationen, kein Material! Unser Gründungsdatum ist unsicher, Unterlagen fehlen....

Das Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen umfangreiche Informationen über das reiche und vielfältige Vereinsleben der Stadt Worms seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Jeder Verein, der ein Jubiläum vorbereitet, eine Chronik oder Festschrift schreiben will oder der mehr über sich und seine früheren Aktiven wissen will, ist gut beraten, sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und seiner reich bestückten Fotoabteilung zu wenden.

Als "Gedächtnis der Stadt" verwahrt das Archiv insbesondere zahlreiche Unterlagen über die Wieder- und Neugründungen von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg. Gerade in den Jahren 1947 bis 1950 wurden zahlreiche Wormser Vereine neu oder wieder gegründet und mussten ihre Bildung bei der Stadt und der französischen Militärbehörde genehmigen lassen. Das Archiv verwahrt diese für die Vereine und Organisationen aufschlussreichen Informationen und stellt diese ebenso zur Verfügung wie Zeitungsberichte, evtl. Fotos, Plakate und Daten zu den Akteuren und weitere Informationen, darunter alte Festschriften und Chroniken.

Als Beispiel sei das im Frühjahr 1947 wiedergegründete Kiefer-Koch-Quartett Neuhausen genannt, das dem Kulturamt der Stadt seine beigefügten Satzungen vorgelegt hat (Abb.). Im selben Jahr fand die Wiedergründungsversammlung des Verkehrsvereins statt, von der sich auch ein Plakat in der entsprechenden Sammlung des Archivs erhalten hat.

Das Stadtarchiv hat in der letzten Zeit zahlreiche Vereinsunterlagen übernommen und verzeichnet und kann diese damit für die Benutzung zur Verfügung stellen. Ein Besuch lohnt sich!

 

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Stadtarchiv mit Fotoabteilung

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