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Aktuelles aus dem Stadtarchiv Worms

 
 
 

Pressemitteilungen

 
 
 

Ausstellung zu dem Wormser Pressefotografen Norbert Seilheimer (1937-2015)

Fotoschau in der Sparkasse und Präsentation im Stadtarchiv

 
Ankunft von Bundespräsident Gustav Heinemann am Bahnhof, Begrüßung durch OB Dr. Kuhfuß, April 1971 Stadtarchiv Worms, Neg.-Nr. SH 341 Nr. 22
Werbefoto für die Sparkasse Worms, Backfischfestzug, 2002 (Stadtarchiv Worms Neg.-Nr. SH Nr. 011 0012)
Auftritt von Alexandra beim Rheinelektra-Abend zur 900-Jahrfeier von Worms-Hochheim, Juni 1968 (Stadtarchiv Worms, Neg.-Nr. SH 155 Nr. 28)

Der bekannte Wormser Werbe- und Pressefotograf Nobert Seilheimer (geb. 1937) wäre dieses Jahr 80 Jahre alt geworden. Seinen umfangreichen fotografischen Nachlass, der sich über einen Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren erstreckt, hat Seilheimer noch zu Lebzeiten an das Stadtarchiv bzw. dessen Fotoabteilung abzugeben begonnen; nach seinem überraschenden Ableben vor zwei Jahren gelangte der analoge und digitale Bestand dank der Unterstützung seiner Witwe vollständig in das Archiv.

 

Der sehr erfreuliche Zuwachs, die beginnende Aufarbeitung des mehrere zehntausend Fotografien umfassenden Bestandes und der Geburtstag waren für die Sparkasse Worms-Alzey-Ried und das Stadtarchiv Anlass für eine Kooperation und die Erarbeitung einer Ausstellung. Dieser Gedanke lag umso näher als Seilheimer auch und gerade als Werbefotograf seit den frühen 1970er Jahren u.a. für die Sparkasse und viele Wormser Unternehmen tätig war. Einen besonders breiten Raum in der Ausstellung nimmt Seilheimers gut dokumentierte Arbeit als Pressefotograf für die Wormser Zeitung in den spannenden Jahren zwischen 1964 bis 1976 ein, dazu kommen Fotografien aus dem Wirken der Volksbühne, von Festivals und aus dem rheinhessischen Umland aus der digitalen Ära nach 2003. 


 
Die Sparkasse Worms-Alzey-Ried lädt für Dienstag den 14.11.2017 um 18 Uhr zur Eröffnung der mehr als einhundert Fotos umfassenden Ausstellung ein, die Schau ist dann bis Mitte Dezember in der Kundenhalle im Lutherring zu sehen.
Begleitend findet am Donnerstag 23.11.2017 (18 Uhr) im Stadtarchiv (Raschi-Haus) ein Vortrag bzw. eine Präsentation über den Fotonachlass und das vielfältige und engagierte Wirken Seilheimers statt, zu der bei freiem Eintritt eingeladen wird.
 
 
301_042 Fotografie des Inneren der Wormser Synagoge (ca. 1900-1920)
301_042 Fotografie des Inneren der Wormser Synagoge (ca. 1900-1920)

Fotografie des Inneren der Synagoge (ca. 1900-1920)

  • Fotograf: Johann Heinrich Mayer, Worms
  • StadtAWo Fotoabt. Bürgis Nr. 42
  • Glasnegativ 13 x 18 cm 

Die Fotografie gelangte im Jahre 2016 im Zusammenhang einer Abgabe von Glasnegativen und weiteren Fotografien aus dem Besitz des Wormser Bürgers Dr. Heinrich Bürgis in das Stadtarchiv. Die Sammlung seines Großvaters Johann Heinrich Mayer umfasst private Amateurfotografien aus Worms aus den Jahren etwa 1900 bis in die 1920er Jahre, die vom Archiv erschlossen und verzeichnet wurden.

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Der Blick des Fotografen geht von der in den 1870er Jahren in die Synagoge eingebauten Orgelempore aus nach Osten auf den Thoraschrein. Links ist eine der beiden Säulen des Männerbaues mit dem 1938 zerstörten romanischen Kapitell zu sehen, dessen hebräische Inschrift den Bau des Gotteshauses in das Jahr 1174/75 datierbar macht.

Die Fotografie ist als authentisches Zeugnis des Synagogeninnern vor seiner barbarischen Zerstörung in der NS-Diktatur von besonderem Wert. Viele originale, mit der Vernichtung verschwundene originale Ausstattungsstücke wie die fünf von der Decke herabhängenden Leuchter des 18. Jahrhunderts sind erkennbar. Sie sind mit dem Doppeladler als Zeichen des Heiligen Römischen Reiches bekrönt.

Die Inschrift an der Ostwand neben dem Aron (Thoraschrein) bezieht sich noch auf die erste Synagogenstiftung des Jahres 1034, die Reste des Sandsteins konnten beim Wiederaufbau der Synagoge 1957 geborgen werden.

Die Sonne fällt aus südöstlicher Richtung in die Synagoge ein. Genauer datierbar ist die Aufnahme nicht. Vergleichbare Fotografien aus dieser Perspektive sind bislang nicht bekannt. Dies erhöht die Bedeutung des originalen Negativs, das wir einem privaten Fotografen verdanken.

 
Heinrich Boos, ca. 1910 (Stadtarchiv Worms Abt. 185 Nr. 2677)
Heinrich Boos, ca. 1910 (Stadtarchiv Worms Abt. 185 Nr. 2677)

Heinrich Boos (1851-1917)

Vor einhundert Jahren, am 10. Juli 1917, starb in Basel Prof. Dr. Heinrich Boos – in Worms ist er zu Unrecht in Vergessenheit geraten, obwohl seine Leistungen für das Archiv und die Erforschung der Wormser Stadtgeschichte als überragend bezeichnet werden müssen.

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Boos kam 1851 in einer protestantischen Handwerkerfamilie in Cannstatt (heute Stuttgart) zur Welt, sein Vater war Schlossermeister. Boos studierte in Basel, Leipzig und Göttingen, wo er promoviert wurde. Von 1875 bis zu seinem Tod lebte und wirkte er dann als Hochschullehrer in Basel. Er war noch keine 30 Jahre alt, als ihn der einflussreiche und vermögende Wormser Industrielle, Politiker und Mäzen Cornelius Wilhelm Heyl (1843-1923) in Absprache mit Bürgermeister Friedrich Heimburg um ein Gutachten über die Bedeutung, den Zustand und die dringend nötige Neuordnung der Unterlagen des über Jahrzehnte vernachlässigten Stadtarchivs Worms bat. Darin hat Boos 1880 Vorschläge für eine Erschließung und Ordnung der Dokumente erarbeitet und Heyl dazu veranlasst, diese Arbeiten dann auch finanziell zu tragen. In seinem Rückblick bei Erscheinen des ersten Bandes seiner späteren Stadtgeschichte 1897 erinnerte sich Boos, damals eine „Raritäten- und Gerümpelkammer“ vorgefunden zu haben, jedoch kein Archiv.

Ermöglicht durch das großzügige Mäzenatentum Heyls konnte sich Boos von 1881 bis 1884 der Ordnung und Verzeichnung der Urkunden und Akten bis um 1800 widmen, die als 'Reichsstädtisches Archiv' Platz in dem aufwendig und den Archivbedürfnissen angepaßten alten Archivgewölbe im Rathaus fanden. Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Stadthauses durch Gabriel von Seidl bis 1885 wurde das Archivgewölbe mit Schränken ausgestattet und im Oktober dieses Jahres mitsamt dem neugeordneten Archiv der Stadt übergeben. Der aufwendig ausgestaltete Raum im alten Rathausflügel wurde dann ab 1886 von dem Wappenmaler Otto Hupp mit Geschlechter-, Stadt-, Familien- u.a. Wappen ausgemalt und ist bis heute erhalten.

Auf Boos‘ Ordnung und Erschließung des Archivmaterials folgte seine Edition der Wormser Urkunden bis 1400 und der Chroniken bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts in einer bis heute grundlegenden dreibändigen Quellenausgabe (1886-1893, liegt inzwischen digitalisiert vor) sowie die Erarbeitung einer vierbändigen Stadtgeschichte (Geschichte der rheinischen Städtekultur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Stadt Worms, 1897-1901). Auch diese von Boos mit bewundernswürdigem Fleiß und hohem wissenschaftlichem Anspruch ausgeführten Arbeiten wurden durch das Mäzenatentum des 1886 nobilitierten Fabrikanten und Politikers von Heyl entscheidend gefördert. Auch nach dem Abschluß seiner offiziellen Mission und seiner Rückkehr auf den Lehrstuhl nach Basel blieb Heinrich Boos, der auch andere Archive (v.a. in der Schweiz) neu ordnete, weiterhin in und für Worms engagiert.

Der Wert der Leistungen von Heinrich Boos, der unverheiratet blieb, früh gealtert und vielfach kränklich war, jedoch über einen subtilen Humor und enorme Energie verfügte, sowohl für die Sicherung, Ordnung und Edition des älteren Wormser Quellenmaterials als auch für die erste, monumentale Gesamtdarstellung der Stadtgeschichte (eingebettet in die rheinische Stadtgeschichte insgesamt) kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Seine Neuordnung der Archivunterlagen der Reichsstädtischen Zeit (bis 1798) ist bis heute grundlegend geblieben, seine Arbeit wirkt also bis heute vielfältig nach.

 
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)

Fortschritte bei der Digitalisierung durch Kooperation mit Landesbibliothekszentrum

Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1913 und 1927 stehen online zur Verfügung

Die seit einigen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des Stadtarchivs im Rahmen des vom Landesbibliothekszentrum betreuten Projekts "Dilibri" mit dem Ziel einer Bereitstellung landesgeschichtlich relevanter Druckschriften und Bücher im Internet konnte jetzt fortgesetzt werden. Nachdem bereits die städtischen Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1885 bis 1898 digitalisiert und ins Netz gestellt wurden, konnten jetzt in der Landesbibliothek Speyer zwei besonders aussagekräftige und umfangreiche Jahrgänge der Zeit danach bearbeitet werden.

Mit dem fast 500 Seiten starken Band des Jahres 1913 (dem letzten vor Kriegsausbruch) und dem des Jahres 1927 (der letzte gedruckte Bericht vor 1945, Umfang ca. 370 Seiten) stehen jetzt zwei außergewöhnlich reichhaltige Bände zur Nutzung durchsuchbar zur Verfügung. Die beiden sehr seltenen Druckwerke geben äußerst ausführlich Einblick in die differenzierte und leistungsfähige kommunale Verwaltung in all ihren Zweigen kurz vor und nach dem "Großen Krieg". Die durch zahlreiche Grafiken, Tabellen und Statistiken angereicherten Berichte bieten schon aufgrund des reichhaltigen statistischen Materials bislang ungenutzte Chancen zur Erforschung aller Zweige der kommunalen Daseinsvorsorge von den Schulen bis zum Schlachthof, vom Armenwesen bis zu den städtischen Finanzen.

Verwaltungsrechenschaftsberichte

 
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms

Stadtarchiv lässt Urkundenbuch der Reichsstadt Pfeddersheim digitalisieren

Das Stadtarchiv Worms ist seit einigen Jahren um die gezielte Digitalisierung von Quellen und Publikationen zur Stadtgeschichte bemüht. Nachdem die gedruckten Wormser Urkundenbücher von Heinrich Boos aus dem späten 19. Jahrhundert bereits seit einiger Zeit digitalisiert vorliegen, wurde jetzt das 1911 erschienene Urkundenbuch von Pfeddersheim in Angriff genommen, zumal das Werk nur in wenigen Bibliotheken nachgewiesen ist.

Für die Beschäftigung mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt ist die fast 400 Seiten umfassende Publikation von Urkunden und Quellen des 14. bis 18. Jahrhunderts grundlegend. Ermöglicht wurde die Herausgabe der Publikation seinerzeit durch den finanziellen Einsatz der historisch stark interessierten Familie von Heyl; als Bearbeiter konnte der auch im Altertumsverein Worms sehr aktive, wissenschaftlich arbeitende Gymnasiallehrer Daniel Bonin (1861-1933) gewonnen werden. Die Erforschung der Geschichte Pfeddersheims, dessen Archivalien im Wormser Archiv ohnehin sehr reichhaltig überliefert sind, wird durch die Digitalisierung des Werkes deutlich erleichtert.

Das Urkundenbuch ist im rheinland-pfälzischen Digitalisierungsportal dilibri online einsehbar.

Literaturtipp: Gerold Bönnen, Die Familie Heyl und ihr Wirken (ca. 1850 bis 1980), in: Gerold Bönnen/Ferdinand Werner, Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms 2010, S. 35-186, hier S. 132-145

 
 
 
 

Weitere Meldungen

Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247 
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Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer 
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer
Dia-Sammlung 
Dia-Sammlung

Fotos in Archiven

Eine Fachtagung der Stadtarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 im Wormser Kultur- und Tagungszentrum

Der Umgang mit fotografischer Überlieferung ist vor allem im Alltag der kleineren und mittleren Archive mit besonderen fachlichen Anforderungen und Problemen verbunden. Nicht selten handelt es sich um Massenbestände; Bildquellen werden in der zunehmend visualisierten und durch digitale Verfügbarkeit geprägten Welt verstärkt nachgefragt, und das nicht nur als Illustrationen.

70 Teilnehmende aus ganz Deutschland

Vor dem Hintergrund dieser Problematik, die nicht nur Archive betrifft, veranstalteten die beiden Kommunalarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 eine eintägige Fachtagung, um den weiteren fachlichen Austausch anzuregen – auch zwischen den verschiedenen bildverwahrenden Institutionen. Rund 70 Teilnehmende aus einem räumlich weiten Einzugsbereich kamen, um Erfahrungen auszutauschen und beispielhafte Projekte zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der alltäglichen Arbeit. Breiten Raum nahm die Diskussion von Problemen und Lösungsansätzen zu den verschiedenen Aspekten wie Erschließung, Bewertung oder Digitalisierung ein. Auf dem Programm standen nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (Stadt Worms) und Dr. Gerold Bönnen (Leiter Stadtarchiv Worms) sechs Kurzvorträge zu folgenden Themen:

  • Bewertung und Kassation von Fotobeständen (Tanja Wolf, Stadtarchiv Worms) 
  • Benutzung der Bildbestände (Dr. Frank Teske, Stadtarchiv Mainz) 
  • Fotos in Medienarchiven (Rita Funk, Bildarchiv der Deutschen Presse-Agentur Frankfurt/M.)
  • Erschließung und Einsatz von Ressourcen (Katrin Hopstock, Abt. Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer; Michaela Hayer, Niedersächsisches Landesarchiv Hannover)
  • Präsentation von Fotos im Museum (Katrin Seidel, Landesmuseum Koblenz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) 
  • Bestandsgenerierung und Erwerbung von Fotosammlungen (Dr. Friedrich W. Knieß, Stadtarchiv Darmstadt)

Von Bewertung bis Benutzung

Die Problematik der Bewertung von Fotobeständen wurde anhand von drei Beispielen aus der Praxis des Stadtarchivs Worms zur Arbeit mit analogem wie digitalem Material angesprochen und auf der Basis des Appells „Haben Sie Mut zur Lücke!“ erfreulich intensiv diskutiert.
Der auf die Benutzungspraxis im Stadtarchiv Mainz abzielende Beitrag vermochte die Besonderheiten bei der Nutzung der analogen und digitalen Bildbestände deutlich zu machen. Am Beispiel des mehrere Millionen Stück umfassenden Fotobestandes der Deutschen Presseagentur erläuterte die Referentin zentrale Aspekte im Umgang mit dem dortigen Material und die Besonderheiten bei der Nutzung und Erschließung.
Nach der Mittagspause stellte das Stadtarchiv Speyer einige seiner laufenden Projekte vor: Es ging dabei um die Bedeutung sozialer Medien u. a. für Präsentationen und die Einbindung von Nutzern in die Fotoerschließung. Ebenso kam die Retrokonversion von Findmitteln mit DFG-Hilfe und die zum Teil nur durch den Einsatz von Ehrenamtlichen mögliche Erfassung unterschiedlicher Fotonachlässe zur Sprache.
Mit dem Umgang mit Fotografien in Museen befasste sich der folgende Beitrag, der die Besonderheiten in der Erwerbungs- und Ausstellungspraxis der künftigen Landessammlung Fotografie am Landesmuseum in Koblenz beleuchtete. Dabei spielen konservatorische Belange ebenso eine Bedeutung wie die für Archive durchweg nicht relevante künstlerische Fotografie.
Abschließend wurde vor dem Hintergrund der Besonderheiten der Fotosammlung innerhalb des Stadtarchivs Darmstadt vor allem auf Fragen des Erwerbs fotografischen Materials eingegangen.

Fortsetzung geplant

Es hat sich gezeigt, dass diese und viele weitere Fragen zum äußerst weiten Problemkomplex von Fotografien in Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen künftig intensiver diskutiert werden müssen und weitaus mehr fachlicher Austausch nötig ist – gerade angesichts der massiven Herausforderungen des digitalen Zeitalters.
Das Stadtarchiv Worms plant vor dem Hintergrund der erfreulich guten Resonanz der Tagung und der Fülle der in den Diskussionen angesprochenen Fragen, solche Fachtagungen in Worms alle zwei Jahre in vergleichbarer Form und jeweils mit interessierten Partnereinrichtungen zu etablieren und freut sich diesbezüglich über Anregungen und Kritik aus der Fachwelt.

Außerdem wurde ein Blog eingerichtet, das als Diskussionsplattform den fachlichen Austausch zum Thema Fotos in Archiven anregen soll: Foto-Blog

 
Sammelband Erster Weltkrieg

"Eine furchtbar ernste Zeit..."

Worms, die Region und der "Große Krieg" 1914 bis 1918

Der vor einhundert Jahren entfesselte Erste Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, wälzte alle Lebensbereiche der Zeitgenossen in unfassbarem Ausmaß um. Die Folgen waren auch in Worms gravierend: Tod und Hunger, Mangel und Elend, Ernüchterung und Traumatisierung sind nur einige Stichworte im Rückblick auf die Jahre einer tiefgreifenden Epochenwende 1914 bis 1918.

Die Wormser kulturellen Institutionen erinnern - koordiniert durch das Stadtarchiv - in einer Reihe von Veranstaltungen an die Ereignisse und laden zum Nachdenken darüber ein, welche Folgen dieser Krieg bis in unsere Zeit hat.

Gern nimmt das Archiv dazu auch persönliche Dokumente aus privatem Besitz, etwa Feldpostbriefe oder andere Unterlagen der Jahre 1914 bis 1918, in die Ausstellung und seine Sammlungen auf. Selbstverständlich können die Originale auf Wunsch nach ihrer Digitalisierung wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden (Anfragen bitte an: stadtarchiv@worms.de – Telefon 06241-853/4700 oder 4701).

Der reich bebilderte Sammelband, der die Ausstellung des Stadtarchivs begleitet, ist im Buchhandel für 35 Euro erhältlich.

Weitere Organisationen und Vereine, die Veranstaltungen und Aktivitäten planen werden gebeten, sich mit dem Archiv zwecks Absprache und Koordination in Verbindung zu setzen.

Mehr Informationen zu Worms im Ersten Weltkrieg und den Veranstaltungen rund um das Thema finden Sie hier.

 
 
 
 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms)
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms)

Hilfestellung und Informationsangebote für Vereine

Wie alt ist mein Verein? Wir bereiten eine Chronik vor, haben aber keine Bilder, keine Informationen, kein Material! Unser Gründungsdatum ist unsicher, Unterlagen fehlen....

Das Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen umfangreiche Informationen über das reiche und vielfältige Vereinsleben der Stadt Worms seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Jeder Verein, der ein Jubiläum vorbereitet, eine Chronik oder Festschrift schreiben will oder der mehr über sich und seine früheren Aktiven wissen will, ist gut beraten, sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und seiner reich bestückten Fotoabteilung zu wenden.

Als "Gedächtnis der Stadt" verwahrt das Archiv insbesondere zahlreiche Unterlagen über die Wieder- und Neugründungen von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg. Gerade in den Jahren 1947 bis 1950 wurden zahlreiche Wormser Vereine neu oder wieder gegründet und mussten ihre Bildung bei der Stadt und der französischen Militärbehörde genehmigen lassen. Das Archiv verwahrt diese für die Vereine und Organisationen aufschlussreichen Informationen und stellt diese ebenso zur Verfügung wie Zeitungsberichte, evtl. Fotos, Plakate und Daten zu den Akteuren und weitere Informationen, darunter alte Festschriften und Chroniken.

Als Beispiel sei das im Frühjahr 1947 wiedergegründete Kiefer-Koch-Quartett Neuhausen genannt, das dem Kulturamt der Stadt seine beigefügten Satzungen vorgelegt hat (Abb.). Im selben Jahr fand die Wiedergründungsversammlung des Verkehrsvereins statt, von der sich auch ein Plakat in der entsprechenden Sammlung des Archivs erhalten hat.

Das Stadtarchiv hat in der letzten Zeit zahlreiche Vereinsunterlagen übernommen und verzeichnet und kann diese damit für die Benutzung zur Verfügung stellen. Ein Besuch lohnt sich!

 

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