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Aktuelles aus dem Stadtarchiv Worms

 
 
 

Pressemitteilungen

 

Buchvorstellung „In Worms ist keine Fensterscheibe gesprungen“. Revolution, Kriegsende und Frühzeit der Weimarer Republik in Worms 1918-1923‘

Wormser Dom, kolorierte Postkarte, um 1900 (Stadtarchiv Worms Neg. Nr.: E0272)

Der neue, reich bebilderte Sammelband mit Aufsätzen zum Ende der Monarchie 1918 und dem Beginn der Weimarer Republik in Worms nach 1919 bietet in acht Beiträgen auf 370 Seiten einen facettenreichen Überblick über eine entscheidende Zeitenwende der jüngeren Geschichte in lokaler Perspektive.

In Worms ist keine Fensterscheibe gesprungen“. Revolution, Kriegsende und Frühzeit der Weimarer Republik in Worms 1918-1923‘, hg. v. Gerold Bönnen u. Daniel Nagel, Worms-Verlag, Verkaufspreis 30 Euro

 

 


 
Die Buchvorstellung findet am 12. November ab 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Worms statt. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Altertumsverein Worms e.V.
 

Tagung zu ‚Dom und Stadt‘ in Worms

Wormser Dom, kolorierte Postkarte, um 1900 (Stadtarchiv Worms Neg. Nr.: E0272)
Wormser Dom, kolorierte Postkarte, um 1900 (Stadtarchiv Worms Neg. Nr.: E0272)

Das tausendjährige Jubiläum der Wormser Domweihe wird in diesem Jahr unter großer öffentlicher Anteilnahme gefeiert. Nun beschäftigen sich auch namhafte Wissenschaftler mit zentralen Aspekte der Geschichte des Domes.

 

Die Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte veranstaltet, unterstützt von der Domgemeinde, der Stadt Worms und der Akademie des Bistums Mainz (Erbacher Hof), vom 11. bis 13.10.2018 im Wormser Tagungszentrum eine spannende Tagung unter dem Titel ‚Dom und Stadt‘. Experten verfolgen dabei Bezugsfelder zwischen dem Gotteshaus und der Stadt vom 11. bis in das 20. Jahrhundert auf ganz unterschiedlichen Feldern unter Beachtung neuester Forschungsergebnisse. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen nimmt entgegen das Historische Seminar der Universität Mainz, Prof. Dr. Ludger Körntgen (ludger.koerntgen@uni-mainz.de).

 

Den Auftaktvortrag im Dom-Westchor mit neuen Einblicken in Baugeschichte und Denkmalpflege des Domes bestreiten am 11.10. um 18 Uhr Prof. Dr. Matthias Untermann und Dipl.-Ing. Jürgen Hamm.


Das vollständige Programm der Tagung (der Besuch auch einzelner Vorträge ist möglich) findet sich auf der Homepage des Wormser Tagungszentrums  hier .

 

Der Wormser Dom in Ansichten - Stücke aus der Graphischen Sammlung des Stadtarchivs und aus Privatbesitz

Wormser Dom, Aquarell von Fritz Muth, 1896 (StadtAWo Abt. 217 Nr. 123)

Zu den Beständen des Wormser Stadtarchivs gehört eine kaum bekannte, weil bislang kaum erschlossene Graphische Sammlung. In dieser befinden sich unter anderem zahlreiche historische Ansichten des Wormser Domes und seines Umfeldes mit einem Schwerpunkt im 19. Jahrhundert. Eine Ausstellung im Stadtarchiv (Raschi-Haus, Hintere Judengasse 6) aus Anlass der Tausendjahrfeier des Domes präsentiert nach der begonnenen Neuverzeichnung der Sammlung erstmals eine Auswahl aussagekräftiger Originale, darunter vor allem Stiche aus dem Zeitraum von ca. 1830 bis etwa 1900.

Fachlich ermöglicht und mit wertvollen Stücken aus einer Wormser Privatsammlung angereichert wird die Ausstellung durch die intensiven Recherchen und Kenntnisse des Wormser Kunsthistorikers und Verlegers Dr. Ferdinand Werner. In seinem Verlag erscheint aus Anlass der Ausstellung ein reich bebilderter, ca. 75-seitiger Katalog mit ausführlichen Beschreibungen der knapp 40 gezeigten Stücke zum Preis von 14 Euro.

 
 

Wormsgau-Aufsätze der Jahre 1926 bis 1996 online recherchierbar

Der Wormsgau Band 1-16

Seit 1926 bringen der Altertumsverein und die Stadt Worms gemeinsam die wissenschaftliche Zeitschrift "Der Wormsgau" heraus. Das Stadtarchiv hat jetzt alle bis zum Band 16, 1995 erschienenen mehr als 460 Aufsätze als pdf-Dateien zum Herunterladen und Durchsuchen online gestellt. Mit diesem über die Homepage des Stadtarchivs (Punkt Veröffentlichungen) auffind- und nutzbaren Aufsatzarchiv wird die Arbeit zu Wormser Themen ganz erheblich erleichtert.

Die Daten sind finden hier und zugleich unter der Adresse

www.der-wormsgau.de

 

Von der Oberrealschule zum Gauß-Gymnasium: Schularchiv intensiv erschlossen

Oberrealschule, Goethestr. (heute Karmeliter-Realschule), erbaut 1880, Foto 1927 (Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg.-Nr. 07701_3)
Oberrealschule, Goethestr. (heute Karmeliter-Realschule), erbaut 1880, Foto 1927 (Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg.-Nr. 07701_3)

137 Archivkartons – 17 laufende Meter Unterlagen – 683 Einheiten: Das ist das zahlenmäßige Ergebnis der Erschließung des reichhaltigen und weit über die engere Bildungs- und Schulgeschichte hinaus wertvollen Archivmaterials des heutigen Wormser Gauß-Gymnasiums. Das Stadtarchiv hatte im Herbst 2017 nach entsprechender Vereinbarung mit dem Schulleiter Gerrit Mennecke, selbst Geschichtslehrer, das praktisch vollständig erhaltene Schularchiv von den Anfängen im späten 19. Jahrhundert, seinerzeit Oberrealschule, bis in die 1950er Jahre abgeholt, intensiv in der Archivdatenbank verzeichnet, neu verpackt und damit seit kurzem für Recherchen aller Art zugänglich gemacht.

Die Unterlagen sind im Stadtarchiv hinterlegt und jetzt bequem nutzbar - das ist angesichts der Bedeutung der vielfältig auswertbaren Unterlagen zwischen Kaiserreich und früher Bundesrepublik eine große Hilfe für die Forschung und interessierte Nutzer.

Ein entsprechender Vertragsabschluss und die Übergabe eines Findbuches fanden kürzlich statt und unterstreichen den Stellenwert der Dokumente für die Stadtgeschichte insgesamt.

 
 
 
 
 

Stadtarchiv, Denkmalpflege, Jüdisches Museum: Jahresbericht 2017 liegt vor

 
 
Glückwunschadresse der Lederwerke Cornelius Heyl zu, 70. Geburtstag von Reichskanzler Otto von Bismarck 1885 (Stadtarchiv Worms Abt. 217 Nr.1000_003)
Glückwunschadresse der Lederwerke Cornelius Heyl zu, 70. Geburtstag von Reichskanzler Otto von Bismarck 1885 (Stadtarchiv Worms Abt. 217 Nr.1000_003)

Wie zu Beginn jeden Jahres, so hat das Institut für Stadtgeschichte im Raschi-Haus (Stadtarchiv mit Fotoabteilung, Jüdisches Museum/Synagoge, Untere Denkmalschutzbehörde) wieder seinen Jahresbericht vorgelegt. Auf 35 Seiten werden die vielfältigen Aktivitäten, Zahlen und Fakten zur Arbeit der Einrichtungen im Dienst von Bürgerschaft, Kultur und Verwaltung der Stadt detailliert aufgezeigt. Neuerwerbungen, Fortschritte bei der Erschließung der Bestände, aktuelle und laufende Projekte, der personelle Neuanfang in der Denkmalpflege, die Neukonzeption der künftigen Arbeit der Fotoabteilung, ein Blick auf die intensive Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Leistungen und Kontaktfelder, Digitalisierung und stetige Modernisierung – dies sind nur einige der Stichworte, die der Bericht anspricht. Der Text findet sich auf der Homepage des Stadtarchivs und belegt, wie reichhaltig und vielfältig die geleistete Arbeit gerade auch im Jahre 2017 war. 


Jahresbericht 2017


 

Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)

Fortschritte bei der Digitalisierung durch Kooperation mit Landesbibliothekszentrum

Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1913 und 1927 stehen online zur Verfügung

Die seit einigen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des Stadtarchivs im Rahmen des vom Landesbibliothekszentrum betreuten Projekts "Dilibri" mit dem Ziel einer Bereitstellung landesgeschichtlich relevanter Druckschriften und Bücher im Internet konnte jetzt fortgesetzt werden. Nachdem bereits die städtischen Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1885 bis 1898 digitalisiert und ins Netz gestellt wurden, konnten jetzt in der Landesbibliothek Speyer zwei besonders aussagekräftige und umfangreiche Jahrgänge der Zeit danach bearbeitet werden.

Mit dem fast 500 Seiten starken Band des Jahres 1913 (dem letzten vor Kriegsausbruch) und dem des Jahres 1927 (der letzte gedruckte Bericht vor 1945, Umfang ca. 370 Seiten) stehen jetzt zwei außergewöhnlich reichhaltige Bände zur Nutzung durchsuchbar zur Verfügung. Die beiden sehr seltenen Druckwerke geben äußerst ausführlich Einblick in die differenzierte und leistungsfähige kommunale Verwaltung in all ihren Zweigen kurz vor und nach dem "Großen Krieg". Die durch zahlreiche Grafiken, Tabellen und Statistiken angereicherten Berichte bieten schon aufgrund des reichhaltigen statistischen Materials bislang ungenutzte Chancen zur Erforschung aller Zweige der kommunalen Daseinsvorsorge von den Schulen bis zum Schlachthof, vom Armenwesen bis zu den städtischen Finanzen.

Verwaltungsrechenschaftsberichte

 

Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms

Stadtarchiv lässt Urkundenbuch der Reichsstadt Pfeddersheim digitalisieren

Das Stadtarchiv Worms ist seit einigen Jahren um die gezielte Digitalisierung von Quellen und Publikationen zur Stadtgeschichte bemüht. Nachdem die gedruckten Wormser Urkundenbücher von Heinrich Boos aus dem späten 19. Jahrhundert bereits seit einiger Zeit digitalisiert vorliegen, wurde jetzt das 1911 erschienene Urkundenbuch von Pfeddersheim in Angriff genommen, zumal das Werk nur in wenigen Bibliotheken nachgewiesen ist.

Für die Beschäftigung mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt ist die fast 400 Seiten umfassende Publikation von Urkunden und Quellen des 14. bis 18. Jahrhunderts grundlegend. Ermöglicht wurde die Herausgabe der Publikation seinerzeit durch den finanziellen Einsatz der historisch stark interessierten Familie von Heyl; als Bearbeiter konnte der auch im Altertumsverein Worms sehr aktive, wissenschaftlich arbeitende Gymnasiallehrer Daniel Bonin (1861-1933) gewonnen werden. Die Erforschung der Geschichte Pfeddersheims, dessen Archivalien im Wormser Archiv ohnehin sehr reichhaltig überliefert sind, wird durch die Digitalisierung des Werkes deutlich erleichtert.

Das Urkundenbuch ist im rheinland-pfälzischen Digitalisierungsportal dilibri online einsehbar.

Literaturtipp: Gerold Bönnen, Die Familie Heyl und ihr Wirken (ca. 1850 bis 1980), in: Gerold Bönnen/Ferdinand Werner, Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms 2010, S. 35-186, hier S. 132-145

 
 
 
 

Weitere Meldungen

Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247 
Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer 
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer
Dia-Sammlung 
Dia-Sammlung

Fotos in Archiven

Eine Fachtagung der Stadtarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 im Wormser Kultur- und Tagungszentrum

Der Umgang mit fotografischer Überlieferung ist vor allem im Alltag der kleineren und mittleren Archive mit besonderen fachlichen Anforderungen und Problemen verbunden. Nicht selten handelt es sich um Massenbestände; Bildquellen werden in der zunehmend visualisierten und durch digitale Verfügbarkeit geprägten Welt verstärkt nachgefragt, und das nicht nur als Illustrationen.

70 Teilnehmende aus ganz Deutschland

Vor dem Hintergrund dieser Problematik, die nicht nur Archive betrifft, veranstalteten die beiden Kommunalarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 eine eintägige Fachtagung, um den weiteren fachlichen Austausch anzuregen – auch zwischen den verschiedenen bildverwahrenden Institutionen. Rund 70 Teilnehmende aus einem räumlich weiten Einzugsbereich kamen, um Erfahrungen auszutauschen und beispielhafte Projekte zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der alltäglichen Arbeit. Breiten Raum nahm die Diskussion von Problemen und Lösungsansätzen zu den verschiedenen Aspekten wie Erschließung, Bewertung oder Digitalisierung ein. Auf dem Programm standen nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (Stadt Worms) und Dr. Gerold Bönnen (Leiter Stadtarchiv Worms) sechs Kurzvorträge zu folgenden Themen:

  • Bewertung und Kassation von Fotobeständen (Tanja Wolf, Stadtarchiv Worms) 
  • Benutzung der Bildbestände (Dr. Frank Teske, Stadtarchiv Mainz) 
  • Fotos in Medienarchiven (Rita Funk, Bildarchiv der Deutschen Presse-Agentur Frankfurt/M.)
  • Erschließung und Einsatz von Ressourcen (Katrin Hopstock, Abt. Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer; Michaela Hayer, Niedersächsisches Landesarchiv Hannover)
  • Präsentation von Fotos im Museum (Katrin Seidel, Landesmuseum Koblenz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) 
  • Bestandsgenerierung und Erwerbung von Fotosammlungen (Dr. Friedrich W. Knieß, Stadtarchiv Darmstadt)

Erfahren Sie mehr

Von Bewertung bis Benutzung

Die Problematik der Bewertung von Fotobeständen wurde anhand von drei Beispielen aus der Praxis des Stadtarchivs Worms zur Arbeit mit analogem wie digitalem Material angesprochen und auf der Basis des Appells „Haben Sie Mut zur Lücke!“ erfreulich intensiv diskutiert. 
Der auf die Benutzungspraxis im Stadtarchiv Mainz abzielende Beitrag vermochte die Besonderheiten bei der Nutzung der analogen und digitalen Bildbestände deutlich zu machen. Am Beispiel des mehrere Millionen Stück umfassenden Fotobestandes der Deutschen Presseagentur erläuterte die Referentin zentrale Aspekte im Umgang mit dem dortigen Material und die Besonderheiten bei der Nutzung und Erschließung.
Nach der Mittagspause stellte das Stadtarchiv Speyer einige seiner laufenden Projekte vor: Es ging dabei um die Bedeutung sozialer Medien u. a. für Präsentationen und die Einbindung von Nutzern in die Fotoerschließung. Ebenso kam die Retrokonversion von Findmitteln mit DFG-Hilfe und die zum Teil nur durch den Einsatz von Ehrenamtlichen mögliche Erfassung unterschiedlicher Fotonachlässe zur Sprache.
Mit dem Umgang mit Fotografien in Museen befasste sich der folgende Beitrag, der die Besonderheiten in der Erwerbungs- und Ausstellungspraxis der künftigen Landessammlung Fotografie am Landesmuseum in Koblenz beleuchtete. Dabei spielen konservatorische Belange ebenso eine Bedeutung wie die für Archive durchweg nicht relevante künstlerische Fotografie.
Abschließend wurde vor dem Hintergrund der Besonderheiten der Fotosammlung innerhalb des Stadtarchivs Darmstadt vor allem auf Fragen des Erwerbs fotografischen Materials eingegangen. 

Fortsetzung geplant

Es hat sich gezeigt, dass diese und viele weitere Fragen zum äußerst weiten Problemkomplex von Fotografien in Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen künftig intensiver diskutiert werden müssen und weitaus mehr fachlicher Austausch nötig ist – gerade angesichts der massiven Herausforderungen des digitalen Zeitalters. 
Das Stadtarchiv Worms plant vor dem Hintergrund der erfreulich guten Resonanz der Tagung und der Fülle der in den Diskussionen angesprochenen Fragen, solche Fachtagungen in Worms alle zwei Jahre in vergleichbarer Form und jeweils mit interessierten Partnereinrichtungen zu etablieren und freut sich diesbezüglich über Anregungen und Kritik aus der Fachwelt.

Außerdem wurde ein Blog eingerichtet, das als Diskussionsplattform den fachlichen Austausch zum Thema Fotos in Archiven anregen soll: Foto-Blog

 
 
 
 
Sammelband Erster Weltkrieg

"Eine furchtbar ernste Zeit..."

Worms, die Region und der "Große Krieg" 1914 bis 1918

Der vor einhundert Jahren entfesselte Erste Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, wälzte alle Lebensbereiche der Zeitgenossen in unfassbarem Ausmaß um. Die Folgen waren auch in Worms gravierend: Tod und Hunger, Mangel und Elend, Ernüchterung und Traumatisierung sind nur einige Stichworte im Rückblick auf die Jahre einer tiefgreifenden Epochenwende 1914 bis 1918.

Die Wormser kulturellen Institutionen erinnern - koordiniert durch das Stadtarchiv - in einer Reihe von Veranstaltungen an die Ereignisse und laden zum Nachdenken darüber ein, welche Folgen dieser Krieg bis in unsere Zeit hat.

Gern nimmt das Archiv dazu auch persönliche Dokumente aus privatem Besitz, etwa Feldpostbriefe oder andere Unterlagen der Jahre 1914 bis 1918, in die Ausstellung und seine Sammlungen auf. Selbstverständlich können die Originale auf Wunsch nach ihrer Digitalisierung wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden (Anfragen bitte an: stadtarchiv@worms.de – Telefon 06241-853/4700 oder 4701).

Der reich bebilderte Sammelband, der die Ausstellung des Stadtarchivs begleitet, ist im Buchhandel für 35 Euro erhältlich.

Weitere Organisationen und Vereine, die Veranstaltungen und Aktivitäten planen werden gebeten, sich mit dem Archiv zwecks Absprache und Koordination in Verbindung zu setzen.

Mehr Informationen zu Worms im Ersten Weltkrieg und den Veranstaltungen rund um das Thema finden Sie hier.

 
 
 
 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms)
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms)

Hilfestellung und Informationsangebote für Vereine

Wie alt ist mein Verein? Wir bereiten eine Chronik vor, haben aber keine Bilder, keine Informationen, kein Material! Unser Gründungsdatum ist unsicher, Unterlagen fehlen....

Das Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen umfangreiche Informationen über das reiche und vielfältige Vereinsleben der Stadt Worms seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Jeder Verein, der ein Jubiläum vorbereitet, eine Chronik oder Festschrift schreiben will oder der mehr über sich und seine früheren Aktiven wissen will, ist gut beraten, sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und seiner reich bestückten Fotoabteilung zu wenden.

Als "Gedächtnis der Stadt" verwahrt das Archiv insbesondere zahlreiche Unterlagen über die Wieder- und Neugründungen von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg. Gerade in den Jahren 1947 bis 1950 wurden zahlreiche Wormser Vereine neu oder wieder gegründet und mussten ihre Bildung bei der Stadt und der französischen Militärbehörde genehmigen lassen. Das Archiv verwahrt diese für die Vereine und Organisationen aufschlussreichen Informationen und stellt diese ebenso zur Verfügung wie Zeitungsberichte, evtl. Fotos, Plakate und Daten zu den Akteuren und weitere Informationen, darunter alte Festschriften und Chroniken.

Als Beispiel sei das im Frühjahr 1947 wiedergegründete Kiefer-Koch-Quartett Neuhausen genannt, das dem Kulturamt der Stadt seine beigefügten Satzungen vorgelegt hat (Abb.). Im selben Jahr fand die Wiedergründungsversammlung des Verkehrsvereins statt, von der sich auch ein Plakat in der entsprechenden Sammlung des Archivs erhalten hat.

Das Stadtarchiv hat in der letzten Zeit zahlreiche Vereinsunterlagen übernommen und verzeichnet und kann diese damit für die Benutzung zur Verfügung stellen. Ein Besuch lohnt sich!

 

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Stadtarchiv mit Fotoabteilung

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Nähere Informationen zu aktuellen Terminen finden Sie auch in unseren 

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