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Aktuelles aus dem Stadtarchiv Worms

 
 
 

Pressemitteilungen

  • 07.09.2020 | Kaiserjahr Journalistenreise der GDKE

    Journalistenreise der GDKE

    Worms war kürzlich eine Station auf einer Pressereise der Generaldirektion Kulturelles Erbe zur Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“.

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  • 26.08.2020 | Digitalisierung Stadtarchiv mit verbessertem Online-Service

    Stadtarchiv mit verbessertem Online-Service

    Das Stadtarchiv Worms bietet allen an seinen Beständen und ihrer Benutzung Interessierten ab jetzt einen deutlich erweiterten Online-Service.

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Wiedereröffnung unter Auflagen

Hier zum Rätseln und Recherchieren: Was zeigt das Foto und wo könnte es aufgenommen worden sein? Wir sind gespannt auf Ihre detektivischen Fähigkeiten …

Foto: Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg. CH4339

Seit 12. Mai 2020 ist das Stadtarchiv mit seiner Fotoabteilung wieder für die persönliche Nutzung zur Verfügung stehen, wenn auch in noch eingeschränktem Umfang. Dazu wurde ein den aktuellen Anforderungen angepasstes Konzept erarbeitet, das eine Anmeldung und Terminvergabe, vorherige Archivalienbestellung und Reduzierung der Zahl der Arbeitsplätze beinhaltet.

Zu den üblichen Öffnungszeiten (Di – Fr 9-12, 14-17 Uhr) können sich Interessierte einen Termin reservieren lassen per E-Mail an 
stadtarchiv@worms.de

Vorrangig sollen dabei Nutzerinnen und Nutzer angesprochen werden, die Archivalien beruflich, für Schule und Studium oder aus rechtlichen Gründen benötigen. 

Wir freuen uns, Sie wieder als Nutzerinnen und Nutzer begrüßen zu können und bitten für die vorübergehenden Einschränkungen um Verständnis.

 

Regelungen für die Archivnutzung ab 12.05.2020

Wiederöffnung des Stadtarchivs Worms für Benutzungszwecke

Ab Dienstag, 12. Mai 2020, kann das Stadtarchiv (mit Fotoabteilung) wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten genutzt werden. Um die Auflagen zur Hygiene, die Abstandsregelungen  und zur Steuerung des Zutritts zu erfüllen, ist der Benutzungsablauf angepasst worden. Dazu müssen folgende Regeln verbindlich eingeführt werden: 

  1. Eine persönliche Nutzung von Archivalien im Lesesaal ist für Archiv und Fotoabteilung ausschließlich nach bestätigter Voranmeldung möglich per E-Mail: stadtarchiv@worms.de. Die Terminvergabe ist obligatorisch, da momentan nur begrenzt Personen zugelassen werden können.
  2. Es werden Termine vergeben zu den üblichen Öffnungszeiten Di bis Fr zwischen 9 und 12 und von 14 bis 17 Uhr (Stadtarchiv, Fotoabteilung). Im Archiv können gleichzeitig zwei, in der Fotoabteilung jeweils eine Person zugelassen werden. Der vorgeschriebene Abstand zueinander und den Archivmitarbeitern ist dabei gewährleistet.
  3. Das Archivgut, das vor Ort im Lesesaal eingesehen werden soll, muss mindestens zwei Tage vorher vorbestellt werden, damit es bereitgestellt werden kann. Zusätzliche Nachbestellungen während der Nutzung sind nicht möglich. Wir verweisen auf die Bestellmöglichkeit über die Datenbank unter der Adresse

        https://www.stadtarchiv-worms.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3709

  1. Inhaltliche und fachliche Beratungen im Lesesaal werden auf das absolut notwendige Minimum reduziert und sollten bereits im Zuge der Anmeldung geklärt werden. Bitte bereiten Sie Ihren Archivbesuch daher gut vor!
  2. Im Lesesaal ist das Tragen eines mitzuführenden Mund- und Nasenschutzes Pflicht.
  3. Vor dem Betreten des Lesesaals müssen die Hände desinfiziert werden, Mittel stehen bereit.
  4. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Archivnutzungen, die im Zuge der Berufsausübung oder zu Schul- oder Studienzwecken notwendig sind, vorrangig behandelt werden. Bitte prüfen Sie deshalb auch, ob Ihre Nutzung zum aktuellen Zeitpunkt wirklich notwendig ist.
  5. Die Bearbeitung schriftlicher Anfragen erfolgt weiterhin in gewohnter Weise.
  6. Bitte sagen Sie Ihren Besuch ab, wenn Sie Erkältungs- oder sonstige Krankheitsanzeichen bei sich feststellen! 

Abhängig vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens plant das Archiv in den kommenden Wochen eine Erweiterung der Benutzungsmöglichkeiten. Dies wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

4.1 Stadtarchiv Worms

Gerold Bönnen

Stand 29.4.2020

 

Daten des Stadtarchivs online – Angebot deutlich verbessert

Das Stadtarchiv Worms bietet allen an seinen Beständen und ihrer Benutzung Interessierten ab jetzt einen deutlich erweiterten online-Service. Schon seit 2014 ist das Archiv mit Datensätzen zu seinen Unterlagen in der ‚Deutschen Digitalen Bibliothek‘ vertreten. 

Die DDB (https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ ) eröffnet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands, also zu Millionen von Büchern, Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten, Filmen und Noten. Als zentrales nationales Portal vernetzt die DDB die digitalen Angebote aller deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen miteinander. Innerhalb der DDB bietet das Archivportal D einen spartenspezifischen Zugang zu Archivdaten, also Informationen über Archiveinrichtungen aus ganz Deutschland. Bereitgestellt werden archivische Erschließungsdaten und (künftig auch für Worms geplant) digitales Archivgut.

Nach einem deutlichen Ausbau des Angebots stehen jetzt mehr als 145.000 Datensätze zur Recherche zur Verfügung; es handelt sich um die Beschreibung der frei zugänglichen Inhalte von Urkunden, Akten, Nachlässen und Sammlungen sowie Daten zu knapp 40.000 Fotografien der Fotoabteilung. Damit liegt das Stadtarchiv im Hinblick auf sein Angebot an Informationen über die nutzbaren Archivalien bundesweit in der Spitzengruppe der Kommunalarchive.

 

Zur Startseite Worms in der DDB:
Archivportal D

oder über die Homepage des Archivs unter:
https://www.worms.de/de/kultur/stadtarchiv/bestaende_und_recherche.php

 
 

Fotoabteilung des Stadtarchivs präsentiert Faltblatt zu Aufgaben und Beständen

StadtAWo Abt. 170/26 Nr. 146 Schmuckblatt von Fritz Muth: Weihnachtsgruß der Arbeiterschaft der Lederwerke Cornelius Heyl für die Familie von Heyl, 1889

Das Stadtarchiv Worms verwahrt in den insgesamt 20 Beständen der Fotoabteilung mehr als 500.000 Negative aus allen Epochen der analogen Fotografie, darunter viele geschlossene Fotografennachlässe seit dem späten 19. Jahrhundert.
Für ein kommunales Archiv dieser Größe sind die fotografischen Bestände in Worms auch im überregionalen Vergleich außergewöhnlich vielfältig und qualitätvoll.

Die Fotografien dokumentieren in beeindruckender Breite das Leben in der Stadt und dem Umland und sind als Quellen zur Geschichte gerade in der heutigen, bilderversessenen Zeit unverzichtbar. Zugleich sind sie wichtige Quellen für sehr unterschiedliche Nutzergruppen, die Nachfrage nach Fotografien wächst stetig.

Um allen Interessierten, der lokalen Nutzerschaft wie auch der an der Geschichte und dem Umgang mit Fotografie interessierten überörtlichen Fachöffentlichkeit, einen detaillierten Einblick in die Vielfalt, die Aufgaben und die Nutzungsmöglichkeiten der im Wormser Stadtarchiv verwahrten Fotobestände zu geben, hat das Archiv jetzt ein 14-seitiges Faltblatt mit ca. 40 Abbildungen aus den Beständen erarbeitet.

Es liegt an verschiedenen Stellen (Archiv, Stadtbibliothek, Rathauspforte u.a.) aus, kann von der Webseite des Archivs heruntergeladen werden

Faltblatt Fotoabteilung

 
 

Jahresbericht für Stadtarchiv, Jüdisches Museum und Denkmalschutzbehörde 2019 liegt vor

StadtAWo Abt. 170/26 Nr. 146 Schmuckblatt von Fritz Muth: Weihnachtsgruß der Arbeiterschaft der Lederwerke Cornelius Heyl für die Familie von Heyl, 1889

Wie zu Beginn jeden Jahres, so kann das Institut für Stadtgeschichte im Raschi-Haus (Stadtarchiv mit Fotoabteilung, Jüdisches Museum/Synagoge, Untere Denkmalschutzbehörde) auch für das abgelaufene Jahr 2019 seinen Jahresbericht vorlegen. Auf mehr als 30 Seiten werden die vielfältigen Aktivitäten, Zahlen und Fakten zur Arbeit der Einrichtungen im Dienst von Bürgerschaft, Kultur und Verwaltung der Stadt detailliert dokumentiert.

Beschrieben werden Neuerwerbungen, Fortschritte bei der Erschließung der Bestände, aktuelle und laufende Projekte und die intensive Öffentlichkeitsarbeit. Dazu kommen die wissenschaftlichem Aktivitäten, Kooperationen und Kontaktfelder sowie die Daueraufgabe der Digitalisierung. Der Text mit einer Fülle von Informationen findet sich auf der Homepage des Stadtarchivs und belegt, wie reichhaltig und vielfältig die geleistete Arbeit auch im Jahre 2019 wieder war.

Jahresbericht 2019

 
 

Wussten Sie schon...? Ein Blick ins Schaufenster der Fotoabteilung

Neuer Beitrag mit dem Thema "Das Schuhhaus Kiefer im Wandel"

09539_Stadtarchiv Worms Kämmererstraße 32, Hermann Kiefer Schuhgeschäft, 1932


Der jüdische Unternehmer Hermann Kiefer gründete mit 26 Jahren das Schuhgeschäft Hermann Kiefer in der Kämmererstraße 34, das sehr beliebt und bekannt war, da jeder Geschäftsführer auf gute Qualität und gute Kundenbetreuung achtete. 

1891 fand ein Straßendurchbruch statt und Hermann Kiefer konnte die Innenräume seines Geschäfts erweitern. 

1895 änderte sich durch eine Umnummerierung der Straße die Adresse des Schuhhauses in Kämmererstraße 32. 

Hier können Sie den gesamten Artikel lesen. 

 
 

Digitalisierung des Fotonachlasses Füller abgeschlossen

Neg. 0067/6: Umzug aus Anlass des Mittelrheinischen Turnfestes, Blick Hardtgasse Richtung KW, links Obermarkt 1902, Stadtarchiv Worms (August Füller)
Neg. 0067/6: Umzug aus Anlass des Mittelrheinischen Turnfestes, Blick Hardtgasse Richtung KW, links Obermarkt 1902, Stadtarchiv Worms (August Füller)
Neg. 06159: Lederwerke Doerr & Reinhart: Frauen beim Bearbeiten von Lackleder 1924, Stadtarchiv Worms  (August Füller)
Neg. 06159: Lederwerke Doerr & Reinhart: Frauen beim Bearbeiten von Lackleder 1924, Stadtarchiv Worms (August Füller)

Das Wormser Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen eine Reihe qualitätvoller und zahlenmäßig bedeutender fotografische Nachlässe. Der umfangreichste dieser einzigartigen Quellenzeugnisse ist mit fast 11.000 Stücken der Bestand des Fotografen August Füller.

Füller (1870-1942), in Mainz geboren, kam 1898 aus Berlin nach Worms, heiratete hier und machte sich ab 1902 mit Erfolg selbstständig; schon 1903 durfte er sich ‚Hofphotograph‘ nennen. Sein Geschäft in der Hardtgasse, seit den 20er Jahren kombiniert mit einem Kunst-und Industrieverlag und dem Einstieg in das Filmgeschäft, war die erste Adresse für Fotografie in Worms bis in die 1930er Jahre. Augusts Sohn Curt (1901-1976), ausgebildet im väterlichen Geschäft, verkaufte 1941 den gesamten Fotobestand an die Stadt und blieb als ‚Stadtfotograf‘ fotografisch aktiv. Dadurch wurde die Negativsammlung zum Grundstock für das bis heute bestehende und immer weiter gewachsene Fotoarchiv (seit 1982 im Raschi-Haus/Stadtarchiv).

Der jetzt vollständig durch eine Fachfirma digitalisierte, vor allem Glasnegative umfassende Bestand war bereits seit 2013 gründlich erfasst, fachgerecht verpackt und die Informationen zu den Fotos in der Archivdatenbank eingebunden worden, so dass die Fotografien recherchier- bzw. nutzbar sind. Füllers Nachlass umfasst vor allem Aufnahmen aus der Zeit von ca. 1902 bis 1936 und deckt viele Sparten ab, von Architektur- und Industrie- bis zur Portraitfotografie. Viele von Füllers Fotografien wurden und werden immer wieder für Bildbände und andere Veröffentlichungen genutzt und gehören gleichsam zum visuellen Gedächtnis der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Das wichtige Digitalisierungsprojekt wurde dankenswerterweise durch finanzielle Zuwendungen der Sparkasse Worms-Alzey-Ried und des Altertumsvereins Worms ermöglicht, die damit wiederum ihre Verbundenheit mit den Zeugnissen der Wormser Geschichte und Kultur unterstrichen haben.

 
 

Weiteres Ölgemälde von Herta Mansbacher vom Jüdischen Museum Worms erworben

Ölgemälde von Herta Mansbacher, 1908
Ölgemälde von Herta Mansbacher, 1908

Herta Mansbacher (1885-1942), die aus Darmstadt stammende bekannte Wormser jüdische Lehrerin, die die NS-Gewaltherrschaft nicht überlebte, war neben ihrer Arbeit als engagierte Pädagogin und Chronistin der ab 1933 erzwungenen Abwanderung der Wormser jüdischen Bürgerinnen und Bürger auch eine künstlerisch äußerst begabte Frau. Davon zeugen drei im Jüdischen Museum im Raschi-Haus in Worms befindliche Ölgemälde aus den Jahren 1910 bis 1920. Es gelang jetzt, ein weiteres, sehr gut erhaltenes, aufwendig gerahmtes Stück aus dem Jahre 1908 für das Haus zu erwerben; es zeigt eine Ansicht von Kreuzwertheim am Main (von Wertheim aus gesehen). Seit 1907 unterrichtete Frau Mansbacher an der Westendschule, bevor sie durch das NS-Regime 1933 entlassen und für die neue jüdische Bezirksschule tätig wurde.

Das Gemälde wird ab Mitte März im Jüdischen Museum gemeinsam mit dem letzten Erwerb eines Gemäldes (2017) gezeigt. Näheres über das künstlerische Wirken von Herta Mansbacher ist bislang nicht bekannt, es besteht aber immer die Hoffnung, dass noch weitere Werke aus Privatbesitz und neue biographische Daten und Fakten bekannt werden. 

 
 
 

Wormsgau-Aufsätze der Jahre 1926 bis 1996 online recherchierbar

Der Wormsgau Band 1-16

Seit 1926 bringen der Altertumsverein und die Stadt Worms gemeinsam die wissenschaftliche Zeitschrift "Der Wormsgau" heraus. Das Stadtarchiv hat jetzt alle bis zum Band 16, 1995 erschienenen mehr als 460 Aufsätze als pdf-Dateien zum Herunterladen und Durchsuchen online gestellt. Mit diesem über die Homepage des Stadtarchivs (Punkt Veröffentlichungen) auffind- und nutzbaren Aufsatzarchiv wird die Arbeit zu Wormser Themen ganz erheblich erleichtert.

Die Daten sind finden hier und zugleich unter der Adresse

www.der-wormsgau.de

 

Von der Oberrealschule zum Gauß-Gymnasium: Schularchiv intensiv erschlossen

Oberrealschule, Goethestr. (heute Karmeliter-Realschule), erbaut 1880, Foto 1927 (Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg.-Nr. 07701_3)
Oberrealschule, Goethestr. (heute Karmeliter-Realschule), erbaut 1880, Foto 1927 (Stadtarchiv Worms, Fotoabt. Neg.-Nr. 07701_3)

137 Archivkartons – 17 laufende Meter Unterlagen – 683 Einheiten: Das ist das zahlenmäßige Ergebnis der Erschließung des reichhaltigen und weit über die engere Bildungs- und Schulgeschichte hinaus wertvollen Archivmaterials des heutigen Wormser Gauß-Gymnasiums. Das Stadtarchiv hatte im Herbst 2017 nach entsprechender Vereinbarung mit dem Schulleiter Gerrit Mennecke, selbst Geschichtslehrer, das praktisch vollständig erhaltene Schularchiv von den Anfängen im späten 19. Jahrhundert, seinerzeit Oberrealschule, bis in die 1950er Jahre abgeholt, intensiv in der Archivdatenbank verzeichnet, neu verpackt und damit seit kurzem für Recherchen aller Art zugänglich gemacht.

Die Unterlagen sind im Stadtarchiv hinterlegt und jetzt bequem nutzbar - das ist angesichts der Bedeutung der vielfältig auswertbaren Unterlagen zwischen Kaiserreich und früher Bundesrepublik eine große Hilfe für die Forschung und interessierte Nutzer.

Ein entsprechender Vertragsabschluss und die Übergabe eines Findbuches fanden kürzlich statt und unterstreichen den Stellenwert der Dokumente für die Stadtgeschichte insgesamt.

 

Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)
Verwaltungs-Rechenschaftsbericht der Stadt Worms 1911 (MD29)

Fortschritte bei der Digitalisierung durch Kooperation mit Landesbibliothekszentrum

Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1913 und 1927 stehen online zur Verfügung

Die seit einigen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des Stadtarchivs im Rahmen des vom Landesbibliothekszentrum betreuten Projekts "Dilibri" mit dem Ziel einer Bereitstellung landesgeschichtlich relevanter Druckschriften und Bücher im Internet konnte jetzt fortgesetzt werden. Nachdem bereits die städtischen Verwaltungsrechenschaftsberichte der Jahre 1885 bis 1898 digitalisiert und ins Netz gestellt wurden, konnten jetzt in der Landesbibliothek Speyer zwei besonders aussagekräftige und umfangreiche Jahrgänge der Zeit danach bearbeitet werden.

Mit dem fast 500 Seiten starken Band des Jahres 1913 (dem letzten vor Kriegsausbruch) und dem des Jahres 1927 (der letzte gedruckte Bericht vor 1945, Umfang ca. 370 Seiten) stehen jetzt zwei außergewöhnlich reichhaltige Bände zur Nutzung durchsuchbar zur Verfügung. Die beiden sehr seltenen Druckwerke geben äußerst ausführlich Einblick in die differenzierte und leistungsfähige kommunale Verwaltung in all ihren Zweigen kurz vor und nach dem "Großen Krieg". Die durch zahlreiche Grafiken, Tabellen und Statistiken angereicherten Berichte bieten schon aufgrund des reichhaltigen statistischen Materials bislang ungenutzte Chancen zur Erforschung aller Zweige der kommunalen Daseinsvorsorge von den Schulen bis zum Schlachthof, vom Armenwesen bis zu den städtischen Finanzen.

Verwaltungsrechenschaftsberichte

 

Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms
Schmuckausgabe des Urkundenbuches mit Goldprägung, Exemplar für die Stifterfamilie von Heyl, Stadtarchiv Worms

Stadtarchiv lässt Urkundenbuch der Reichsstadt Pfeddersheim digitalisieren

Das Stadtarchiv Worms ist seit einigen Jahren um die gezielte Digitalisierung von Quellen und Publikationen zur Stadtgeschichte bemüht. Nachdem die gedruckten Wormser Urkundenbücher von Heinrich Boos aus dem späten 19. Jahrhundert bereits seit einiger Zeit digitalisiert vorliegen, wurde jetzt das 1911 erschienene Urkundenbuch von Pfeddersheim in Angriff genommen, zumal das Werk nur in wenigen Bibliotheken nachgewiesen ist.

Für die Beschäftigung mit der Geschichte der ehemaligen Reichsstadt ist die fast 400 Seiten umfassende Publikation von Urkunden und Quellen des 14. bis 18. Jahrhunderts grundlegend. Ermöglicht wurde die Herausgabe der Publikation seinerzeit durch den finanziellen Einsatz der historisch stark interessierten Familie von Heyl; als Bearbeiter konnte der auch im Altertumsverein Worms sehr aktive, wissenschaftlich arbeitende Gymnasiallehrer Daniel Bonin (1861-1933) gewonnen werden. Die Erforschung der Geschichte Pfeddersheims, dessen Archivalien im Wormser Archiv ohnehin sehr reichhaltig überliefert sind, wird durch die Digitalisierung des Werkes deutlich erleichtert.

Das Urkundenbuch ist im rheinland-pfälzischen Digitalisierungsportal dilibri online einsehbar.

Literaturtipp: Gerold Bönnen, Die Familie Heyl und ihr Wirken (ca. 1850 bis 1980), in: Gerold Bönnen/Ferdinand Werner, Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms 2010, S. 35-186, hier S. 132-145

 
 
 
 

Weitere Meldungen

Fotograf am Rhein, Neg.Nr. 02247 
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Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer 
Stadtarchiv Speyer, Bearbeitung der Fotosammlung Lutz im Lesesaal, Foto: Stadtarchiv Speyer
Dia-Sammlung 
Dia-Sammlung

Fotos in Archiven

Eine Fachtagung der Stadtarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 im Wormser Kultur- und Tagungszentrum

Der Umgang mit fotografischer Überlieferung ist vor allem im Alltag der kleineren und mittleren Archive mit besonderen fachlichen Anforderungen und Problemen verbunden. Nicht selten handelt es sich um Massenbestände; Bildquellen werden in der zunehmend visualisierten und durch digitale Verfügbarkeit geprägten Welt verstärkt nachgefragt, und das nicht nur als Illustrationen.

70 Teilnehmende aus ganz Deutschland

Vor dem Hintergrund dieser Problematik, die nicht nur Archive betrifft, veranstalteten die beiden Kommunalarchive Worms und Speyer am 28.11.2014 eine eintägige Fachtagung, um den weiteren fachlichen Austausch anzuregen – auch zwischen den verschiedenen bildverwahrenden Institutionen. Rund 70 Teilnehmende aus einem räumlich weiten Einzugsbereich kamen, um Erfahrungen auszutauschen und beispielhafte Projekte zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der alltäglichen Arbeit. Breiten Raum nahm die Diskussion von Problemen und Lösungsansätzen zu den verschiedenen Aspekten wie Erschließung, Bewertung oder Digitalisierung ein. Auf dem Programm standen nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (Stadt Worms) und Dr. Gerold Bönnen (Leiter Stadtarchiv Worms) sechs Kurzvorträge zu folgenden Themen:

  • Bewertung und Kassation von Fotobeständen (Tanja Wolf, Stadtarchiv Worms) 
  • Benutzung der Bildbestände (Dr. Frank Teske, Stadtarchiv Mainz) 
  • Fotos in Medienarchiven (Rita Funk, Bildarchiv der Deutschen Presse-Agentur Frankfurt/M.)
  • Erschließung und Einsatz von Ressourcen (Katrin Hopstock, Abt. Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer; Michaela Hayer, Niedersächsisches Landesarchiv Hannover)
  • Präsentation von Fotos im Museum (Katrin Seidel, Landesmuseum Koblenz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) 
  • Bestandsgenerierung und Erwerbung von Fotosammlungen (Dr. Friedrich W. Knieß, Stadtarchiv Darmstadt)

Erfahren Sie mehr

Von Bewertung bis Benutzung

Die Problematik der Bewertung von Fotobeständen wurde anhand von drei Beispielen aus der Praxis des Stadtarchivs Worms zur Arbeit mit analogem wie digitalem Material angesprochen und auf der Basis des Appells „Haben Sie Mut zur Lücke!“ erfreulich intensiv diskutiert. 
Der auf die Benutzungspraxis im Stadtarchiv Mainz abzielende Beitrag vermochte die Besonderheiten bei der Nutzung der analogen und digitalen Bildbestände deutlich zu machen. Am Beispiel des mehrere Millionen Stück umfassenden Fotobestandes der Deutschen Presseagentur erläuterte die Referentin zentrale Aspekte im Umgang mit dem dortigen Material und die Besonderheiten bei der Nutzung und Erschließung.
Nach der Mittagspause stellte das Stadtarchiv Speyer einige seiner laufenden Projekte vor: Es ging dabei um die Bedeutung sozialer Medien u. a. für Präsentationen und die Einbindung von Nutzern in die Fotoerschließung. Ebenso kam die Retrokonversion von Findmitteln mit DFG-Hilfe und die zum Teil nur durch den Einsatz von Ehrenamtlichen mögliche Erfassung unterschiedlicher Fotonachlässe zur Sprache.
Mit dem Umgang mit Fotografien in Museen befasste sich der folgende Beitrag, der die Besonderheiten in der Erwerbungs- und Ausstellungspraxis der künftigen Landessammlung Fotografie am Landesmuseum in Koblenz beleuchtete. Dabei spielen konservatorische Belange ebenso eine Bedeutung wie die für Archive durchweg nicht relevante künstlerische Fotografie.
Abschließend wurde vor dem Hintergrund der Besonderheiten der Fotosammlung innerhalb des Stadtarchivs Darmstadt vor allem auf Fragen des Erwerbs fotografischen Materials eingegangen. 

Fortsetzung geplant

Es hat sich gezeigt, dass diese und viele weitere Fragen zum äußerst weiten Problemkomplex von Fotografien in Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen künftig intensiver diskutiert werden müssen und weitaus mehr fachlicher Austausch nötig ist – gerade angesichts der massiven Herausforderungen des digitalen Zeitalters. 
Das Stadtarchiv Worms plant vor dem Hintergrund der erfreulich guten Resonanz der Tagung und der Fülle der in den Diskussionen angesprochenen Fragen, solche Fachtagungen in Worms alle zwei Jahre in vergleichbarer Form und jeweils mit interessierten Partnereinrichtungen zu etablieren und freut sich diesbezüglich über Anregungen und Kritik aus der Fachwelt.

Außerdem wurde ein Blog eingerichtet, das als Diskussionsplattform den fachlichen Austausch zum Thema Fotos in Archiven anregen soll: Foto-Blog

 
 
 
 
Sammelband Erster Weltkrieg

"Eine furchtbar ernste Zeit..."

Worms, die Region und der "Große Krieg" 1914 bis 1918

Der vor einhundert Jahren entfesselte Erste Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, wälzte alle Lebensbereiche der Zeitgenossen in unfassbarem Ausmaß um. Die Folgen waren auch in Worms gravierend: Tod und Hunger, Mangel und Elend, Ernüchterung und Traumatisierung sind nur einige Stichworte im Rückblick auf die Jahre einer tiefgreifenden Epochenwende 1914 bis 1918.

Die Wormser kulturellen Institutionen erinnern - koordiniert durch das Stadtarchiv - in einer Reihe von Veranstaltungen an die Ereignisse und laden zum Nachdenken darüber ein, welche Folgen dieser Krieg bis in unsere Zeit hat.

Gern nimmt das Archiv dazu auch persönliche Dokumente aus privatem Besitz, etwa Feldpostbriefe oder andere Unterlagen der Jahre 1914 bis 1918, in die Ausstellung und seine Sammlungen auf. Selbstverständlich können die Originale auf Wunsch nach ihrer Digitalisierung wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden (Anfragen bitte an: stadtarchiv@worms.de – Telefon 06241-853/4700 oder 4701).

Der reich bebilderte Sammelband, der die Ausstellung des Stadtarchivs begleitet, ist im Buchhandel für 35 Euro erhältlich.

Weitere Organisationen und Vereine, die Veranstaltungen und Aktivitäten planen werden gebeten, sich mit dem Archiv zwecks Absprache und Koordination in Verbindung zu setzen.

Mehr Informationen zu Worms im Ersten Weltkrieg und den Veranstaltungen rund um das Thema finden Sie hier.

 
 
 
 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Gesuch zur Genehmigung einer Gründungsversammlung (Quelle: Stadtarchiv Worms)
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms) 
Einladung zur Gründungsversammlung des Verkehrsvereins aus dem Jahr 1947 (Quelle: Stadtarchiv Worms)

Hilfestellung und Informationsangebote für Vereine

Wie alt ist mein Verein? Wir bereiten eine Chronik vor, haben aber keine Bilder, keine Informationen, kein Material! Unser Gründungsdatum ist unsicher, Unterlagen fehlen....

Das Stadtarchiv verwahrt in seinen Beständen umfangreiche Informationen über das reiche und vielfältige Vereinsleben der Stadt Worms seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Jeder Verein, der ein Jubiläum vorbereitet, eine Chronik oder Festschrift schreiben will oder der mehr über sich und seine früheren Aktiven wissen will, ist gut beraten, sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und seiner reich bestückten Fotoabteilung zu wenden.

Als "Gedächtnis der Stadt" verwahrt das Archiv insbesondere zahlreiche Unterlagen über die Wieder- und Neugründungen von Vereinen nach dem 2. Weltkrieg. Gerade in den Jahren 1947 bis 1950 wurden zahlreiche Wormser Vereine neu oder wieder gegründet und mussten ihre Bildung bei der Stadt und der französischen Militärbehörde genehmigen lassen. Das Archiv verwahrt diese für die Vereine und Organisationen aufschlussreichen Informationen und stellt diese ebenso zur Verfügung wie Zeitungsberichte, evtl. Fotos, Plakate und Daten zu den Akteuren und weitere Informationen, darunter alte Festschriften und Chroniken.

Als Beispiel sei das im Frühjahr 1947 wiedergegründete Kiefer-Koch-Quartett Neuhausen genannt, das dem Kulturamt der Stadt seine beigefügten Satzungen vorgelegt hat (Abb.). Im selben Jahr fand die Wiedergründungsversammlung des Verkehrsvereins statt, von der sich auch ein Plakat in der entsprechenden Sammlung des Archivs erhalten hat.

Das Stadtarchiv hat in der letzten Zeit zahlreiche Vereinsunterlagen übernommen und verzeichnet und kann diese damit für die Benutzung zur Verfügung stellen. Ein Besuch lohnt sich!

 

Kontakt

Info-Button

Stadtarchiv mit Fotoabteilung

Tipp:

Nähere Informationen zu aktuellen Terminen finden Sie auch in unseren 

Stadtnachrichten sowie im Veranstaltungskalender

 
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