Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Schriftvergrößerung
AAA

Fotoarchiv

Geschichte

Die Fotoabteilung des Stadtarchivs geht in ihren Anfängen auf den Museums- und Archivdirektor Dr. Friedrich Maria Illert (1892-1966) zurück, der vor dem Zweiten Weltkrieg eine Fotowerkstatt in den Räumen des Museums eingerichtet hat. 

Atelier des Fotografen August Füller (04151) 
Atelier des Fotografen August Füller (04151)

Ende 1941 förmlich eingerichtet

Das Fotoarchiv des Wormser Stadtarchivs zählt zu den bedeutendsten kommunalen Einrichtungen dieser Art über das Land Rheinland-Pfalz hinaus. Es geht in seinen Anfängen auf den Museums- und Archivdirektor Dr. Friedrich Illert zurück, der in dem von ihm geleiteten Museum seit den 30er Jahren die Einrichtung einer Fotowerkstätte betrieb. Diese wurde Ende 1941 durch Übernahme der Negative und Gerätschaften des Fotografen Kurt Füller förmlich eingerichtet und nahm sofort nach dem Krieg bereits im Sommer 1945 die Arbeit wieder auf. Die Leitung übernahm als Stadtfotograf Kurt Füller (11.07.1901 - 06.02.1976), mit dessen Verlag bzw. Fotogeschäft das Museum bereits im Jahre 1930 einen Vertrag über Rechte an Fotografien im neu eingerichteten Museum abgeschlossen hatte. Im Zuge der Einberufung Füllers zur Wehrmacht 1941 und der damit verbundenen Stillegung seines fotografischen Betriebs hatte Illert eine eigene Werkstatt eingerichtet; die Sammlung Füllers, der als städtischer Fotograf tätig blieb, wurde angekauft.

Im Jahre 1952, als die Bestände der Fotoabteilung der seinerzeitigen Kulturinstitute in einer Ausstellung präsentiert wurden, umfaßte der Bestand ca. 50.000 Negative. Das Fotoarchiv war innerhalb des Städtischen Museum im Andreasstitft ein Bestandteil der bis Ende 1979 bestehenden Städtischen Kulturinstitute und blieb diesem angeschlossen bis zu seinem Übergang an das inzwischen verselbständigte Stadtarchiv; 1982 erfolgte der Umzug in das Raschi-Haus.

Nachlässe namhafter Fotografen

Den Grundstock der Sammlung bildeten Nachlässe namhafter Fotografen, darunter die von Christian Herbst (1859-1929, Fotograf und Kunsthändler, Begründer des Wormser Postkarten- und fotografischen Verlages, vgl. zu ihm Unterlagen in Abt. 202 sowie Postkarten-Dubletten in Abt. 209) und August Füller (1870-1942), Vater von Kurt Füller. In Mainz geboren und seit 1898 in Worms ansässig, betrieb August Füller als Großherzoglicher Hoffotograf ab 1901 ein Geschäft in der Hardtgasse. Die Gliederung des Füllerschen Fotonachlasses bildete die Grundlage für das bis heute verwendete Gliederungsschema bzw. die Systematik der Sammlung. Kurz nach 1945 wurden die bis heute verwendeten Alben mit den für die Benutzung vorgesehenen Kontaktabzügen erstellt.

Weitere wichtige Nachlassgeber waren Leopold Hanselmann (1900-1942, Fotobestand zur NS-Zeit mit ca. 6000 Glasplattennegativen, komplett gescannt und erschlossen) und Andreas Lonsdorfer (1880-1969); außerdem enthält die Abteilung die Aufnahmen der verschiedenen städtischen Fotografinnen und Fotografen seit 1941.

 

Archivdatenbank:

Die Bestände des Stadtarchivs Worms können Sie auch im Internet abrufen:

Beständeübersicht auf findbuch.net