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Die Wormser Domumgebung im Wandel - Fotoserie aus dem Stadtarchiv Worms

Nichts wird derzeit in Worms so stark diskutiert wie die Frage der Domumgebung und des geplanten 'Hauses am Dom' der Domgemeinde. Das Stadtarchiv präsentiert vor diesem Hintergrund eine Reihe von historischen Fotos zur geschichtlichen Entwicklung der Bebauung im Domumfeld. Die Dokumente aus den reichen Sammlungen der Fotoabteilung des Archivs belegen den Wandel des Erscheinungsbildes im Umfeld des Domes vor allem seit dem 19. Jahrhundert.

Zeichnung von Hamman um 1690: Südseite des Doms (F6468/10) 
Zeichnung von Hamman um 1690: Südseite des Doms (F6468/10)

Bild 1

Ansicht von Hamman 1690 aus der Serie von Zeichnungen der Stadt mit ihrer Darstellung vor der Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689: Blick auf den Dom von Süden, rechts die 1807 auf Abbruch versteigerte und restlos verschwundene Johanneskirche, links der um 1490/1500 unter Bischof Johann von Dalberg errichtete Domkreuzgang mit dem direkt an die Nikolauskapelle angebauten Kapitelhaus. Dieser Zustand war bis 1790 bzw. kurz nach 1800 seit dem Mittelalter Ausgangspunkt für die Wandlungen des 19. Jahrhunderts.

(Neg.-Nr. F6468/10)

 
Domumgebung am Ende des 18. Jahrhunderts (M11532) 
Domumgebung am Ende des 18. Jahrhunderts (M11532)

Bild 2

Rekonstruktionszeichnung des Dombezirks von Karl Gruber um 1790 und damit vor seiner weitgehenden Reduzierung in und nach der Zeit der Zugehörigkeit des linken Rheinufers zu Frankreich (1798-1814). Gut zu sehen sind das Kapitelhaus direkt an der Nikolauskapelle und im Nordwesten der nach 1689 neu gebaute, zwischen 1792 und 1799 zerstörte Bischofshof.
(Neg.-Nr. M 11532)

 
Modell des Dombezirks vor 1800 (CH1531) 
Modell des Dombezirks vor 1800 (CH1531)

Bild 3

Modell des Dombezirks vor 1800, Blick von Süden. Im Vordergrund gut zu sehen ist die nach 1807 verschwundene Johanneskirche, links Kreuzgang an der Nikolauskapelle und das Kapitelhaus.

(Neg.-Nr. CH1531)

 
Nordseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 17) 
Nordseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 17)

Bild 4

Nordseite des Doms mit Bebauung am Schlossplatz, dort wo heute die Volksbank steht (links) - der Dom war bis 1830 immer und von fast allen Seiten umbaut!

Aus einem Fotoalbum mit Bildern des Domumfelds, angefertigt um 1890/91 zu Beginn der großen Domsanierung, die 1890 begann und erst in den 1930er Jahren beendet war (Abt. 208 Nr. 29a, Bild-Nr. 17).

 
Südseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 25) 
Südseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 25)
Südseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 27) 
Südseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 27)

Bild 5-6

Die Südseite liegt nach Abbruch des Kreuzgangs und aller Anbauten südlich der Nikolauskapelle seit 1832 komplett frei.
Letztgenannte Bauten waren auf Betreiben der Domgemeinde zwischen 1817 und 1832 nach und nach abgerissen worden. Dies hatte viele Gründe: Geldmangel der nur noch ca. 1000 Personen umfassenden Pfarrei, der Dom war seit 1801 kein Bischofssitz mehr, fehlende finanzielle Mittel zur Erhaltung auch infolge der Säkularisation nach 1798, zudem mangelndes Interesse am Erhalt (denn Denkmalschutz war bis weit in das 19. Jahrhundert noch ein Fremdwort). Ziel der Domgemeinde war die Erhaltung des Doms als solchem, dafür opferte man die jetzt für entbehrlich gehaltenen, nach Auflösung der geistlichen Funktionen und der dadurch fehlenden Finanzquellen funktionslos gewordenen "Anbauten".
Zu erkennen sind Bauten und Schienen für die Bauarbeiten zur großen Domsanierung (ab 1893 bis in die 1930er Jahre), die den Bau vor dem Verfall gerettet hat.

Aus einem Fotoalbum mit Bildern des Domumfelds, angefertigt um 1890/91 zu Beginn der großen Domsanierung, die 1890 begann und erst in den 1930er Jahren beendet war (Abt. 208 Nr. 29a, Bild-Nr. 25 und 27).

 
Westseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 29) 
Westseite des Doms (Abt. 208 Nr. 29a Bild-Nr. 29)

Bild 7

Auch die Seite vor dem Westchor (heute Platz der Partnerschaften) war bis in die 1930er Jahre noch bebaut. Hier standen Stallungen und Remisen des Heylshofs im Familienbesitz der Heyls.

Aus einem Fotoalbum mit Bildern des Domumfelds, angefertigt um 1890/91 zu Beginn der großen Domsanierung, die 1890 begann und erst in den 1930er Jahren beendet war (Abt. 208 Nr. 29a, Bild-Nr. 29).

 
Südseite des Doms (CH0532) 
Südseite des Doms (CH0532)

Bild 8

Undatiertes Foto der Domsüdseite, vermutlich aufgenommen um 1900. Die Nikolauskapelle ist noch nicht saniert, sie wurde bis 1932 ab- und ganz neu wiederaufgebaut.

(Neg.-Nr. CH0532)

 
Südseite des Doms um 1900 (CH0523) 
Südseite des Doms um 1900 (CH0523)

Bild 9

Foto der Südseite noch während der Bauarbeiten am Dom um 1900. Das Südportal ist eingerüstet.

(Neg.-Nr. CH0523)

 
Projektentwurf für die Gestaltung des Domumfelds 1907 
Projektentwurf für die Gestaltung des Domumfelds 1907

Bild 10

Projektentwurf einer Platzgestaltung des Stadt- und Dombaumeisters Karl Hofmann 1907. Er plante u.a. an Stelle des Kapitelhauses ein Pfarrhaus, die Sichtbarmachung der Bodenreste der Johanneskirche und die Gestaltung des vormaligen Kreuzgangbereiches. Die heftig umstrittene, öffentlich auch überregional von Fachleuten, Stadtverordneten und dem Altertumsverein stark debattierte Frage der Gestaltung des Domumfeldes ("Kampf um den Dom") führte letztlich zu keiner baulichen Lösung. Die Frage der Platzgestaltung wurde dann erst in bis heute maßgebender Weise in den 1930er Jahren entschieden.
Der Plan zeigt aber auch: Dom war traditionell von fast allen Seiten her umbaut.

Abbildung in: August Weckerling (Hrsg.), Vom Rhein. Monatsschrift des Altertumsvereins der Stadt Worms, Nr. 6, Beilage zur Wormser Zeitung, 1907

 
Südseite des Doms um 1936 (10513/2) 
Südseite des Doms um 1936 (10513/2)

Bild 11

Zustand nach der erwähnten Neugestaltung um 1936, bis heute gültiges Bild der Südseite mit Abbruchkante des Kreuzgangs und der bis 1932 sanierten Nikolauskapelle.

(Neg.-Nr. 10513/2)

 
Platz der Nation um 1935 (H0697) 
Platz der Nation um 1935 (H0697)

Bild 12

Anlage des neuen "Platzes der Nation" als NS-Aufmarschplatz um 1935. Im Wesentlichen sieht der Platz heute noch so aus, nun wird er "Platz der Partnerschaft" genannt.

(Neg.-Nr. H0697)

 
Domumfeldplan um 1936 (10205/2) 
Domumfeldplan um 1936 (10205/2)

Bild 13

Plan des Domumfelds um 1936, im Wesentlichen bis heute bestehender Zustand.

(Neg.-Nr. 10205/2)

 

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