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Bischof Pilgrim und die Nibelungen

Bischof, Heiliger, Romanvorlage: Pilgrim war ein verehrter Mann und inspirierte den Autor der Nibelungensage dazu, ihn als Onkel von Kriemhild in seinem Epos zu verewigen. Die Wurzeln Pilgrims reichen zurück bis zur reichen Ibersheimerin Adeltrud.

Kriemhilds Einzug bei ihrem Onkel Bischof Pilgrim in Passau. Zeichnung aus einer der 10 Nibelungenlied Handschriften (Bild: Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz) 
Kriemhilds Einzug bei ihrem Onkel Bischof Pilgrim in Passau. Zeichnung aus einer der 10 Nibelungenlied Handschriften (Bild: Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)

Pilgrim, der Oheim von Kriemhild

Pilgrim war 971 bis 991 Bischof von Passau, dorthin berufen von Kaiser Otto I. Pilgrim stand treu zum Kaiser, auch beim Aufstand der Herzöge 977, bei dem Passau zerstört wurde. Obwohl er eigentlich einem bayerischen Adelsgeschlecht entstammt, lassen sich seine Vorfahren bis Graf Eberhard zurück verfolgen. Graf Eberhard wiederum war mit der reichen Ibersheimerin Adeltrud verheiratet.

Pilgrim, der "Oheim" (Mutterbruder, also Onkel) von Kriemhild nahm diese sogar auf, als sie zu Etzel geführt wurde. Ihre Reise führte sie somit auch nach Passau, wo ihr Onkel Pilgrim Bischof war.

Ende des 12. Jahrhunderts verehrte man den Bischof, der vor allem die Ungarn missionierte, als Heiligen, im Nibelungenlied spielt er eine bedeutende Rolle. Die Ergänzungsdichtung "Nibelungenklage" behauptet gar, Pilgrim hätte die Ereignisse des Untergangs der Nibelungen in lateinischer Sprache festgehalten.

Sehen Sie den Stammbaum von Bischof Pilgrim bis zur reichen Ibersheimerin Adeltrud.

 

Danke

Ein Beitrag von Edmund Ritscher. Vielen Dank dafür!

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