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Die bedeutsamen Ibersheimer Schätze

Wussten Sie, dass der mit weniger als 700 Einwohnern kleinste Stadtteil von Worms über bedeutsame Boden-, Natur- und Kulturschätze verfügt.

Ibersheim ist mit seiner ausführlichen Beschreibung auf 19 Seiten in der Internet-Enzyklopädie "Wikipedia" der gefragteste Wormser Stadtteil. Auch der Gemarkungsteil "Ibersheimer Wörth" erfährt dort seine Anerkennung mit erklärenden Bildern auf 10 Seiten.

Ibersheimer Wörth 
Ibersheimer Wörth

Naturschatz - Ibersheimer Wörth

Die ehemalige Rheininsel ist mit seinem ca. 5 km langen Rheinstand dem Ort vorgelagert und wird immer mehr als Naherholungsgebiet geschätzt. Die Naturfreunde kennen das größte Landschaftsschutzgebiet in Worms und erfreuten sich früher besonders an dem großen Natur-schauspiel der Apfelblüte.

Heute sind die Streuobstwiesen nicht mehr weit verbreitet. Die Vielfalt der Pflanzen- und Vogelwelt (mit mehr als 80 Arten) ist beachtlich und sogar leicht ansteigend. Auf den Betonwegen kann das Gebiet zwischen Ibersheim und Hamm gut erfahren und erwandert werden.

 

Bodenschatz - reichlich Grundwasser

Das Wormser Wasser kommt im Wesentlichen von der anderen Rheinseite, wo es immer knapper wird. Ibersheim hat diesen Bodenschatz ausreichend zur Verfügung. In der Vergangenheit konnte man sich erfolgreich gegen Polder und Klärwerksabfälle wehren, die das unterirdische Wasserreservoir, für nachfolgende Generationen, hätten verunreinigen können.

Gegen Kiesabbau auf eigener Gemarkung war man leider machtlos. Die Stadt Mainz holt bereits seit vielen Jahren mit einem eigenen Wasserwerk bei Eich, aus dem großen unterirdischen Reservoir im Rheinknie, einen Teil ihres Wassers.

Kulturschatz - 1500-jährige bedeutsame Geschichte

Im Wormser Museum werden die ältesten fränkischen Ibersheimer (um 500) und der Ibersheimer karolingische Münzschatz (um 800) verwahrt. 27 Schenkungsurkunden, ab 10. Februar 767, sind im Lorscher Codex erhalten.

Die bekannteste und reichste Ibersheimerin Adeltrud (* um 730), verheiratet mit Graf Eberhard, war Vorfahrin von: Werner I., Präfekt des Ostlandes Karls des Großen, Herzog Konrad der Rote (+ 955), beerdigt im Wormser Dom und Pilgrim (+ 991), Bischof von Passau und Oheim von Kriemhild aus der Nibelungensage. Der berühmte Kartograf Gerhard Mercator hatte Ibersheim bereits 1585 auf seiner Rheinpfalz-Karte festgehalten.

Als im Oktober 783 Karl der Große seine Fastrada in Worms heiratete, hatten die Ibersheimer bereits 20 Weinberge dem Kloster Lorsch geschenkt. Es kann angenommen werden, dass der Hochzeitswein von dort gekommen ist.

Kulturschatz - befestigter Ort mit Baudenkmälern

Im weiten Umkreis gibt es keinen befestigten mittelalterlichen Ort mehr, der auf allen vier Seiten so gut erkennbar ist wie in Ibersheim. (Dort musste etwas geschützt werden, weil dort etwas zu holen war!) Das älteste Wormser Schloss steht in Ibersheim mit der Bauerlaubnis von 1417. Der älteste heute noch erhaltene Bauernhof ist 1717 errichtet worden.

Drei große Scheunen sind als Ortsbefestigung von 1716 erhalten. Sie sind vergleichsweise so alt wie die Dreifaltigkeitskirche in Worms, die man zwischen 1709 und 1725 gebaut hatte. Mitte des 19. Jahrhunderts war, am Anfang des 200-jährigen Rheinhessen, auch in Ibersheim ein Bauboom mit der Mennonitenkirche von 1836 und den stattlichen Drei- bzw. Vierseitenhöfen an der Rheindürkheimer Strasse. Die bekannte Wormser Familie von Heyl war dort auch Gutsbesitzer.

Danke

Ein Beitrag von Edmund Ritscher, Mannheim (15. März 2012). Vielen Dank dafür!

 
 
 

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