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Sozialdemokraten in Ibersheim

Politische Parteien beschimpfen und bekämpfen sich täglich und lassen den Steuerzahler dafür bezahlen. Dabei geht es um politische und auch um persönliche Macht, für sachliche oder ideelle Ziele. Bevor man sich mit dem politischen Gegner streitet, hat man als Parteimitglied noch andere hinter sich zu bringen. Das alles soll eine gut funktionierende Demokratie aushalten können.

Politik in Ibersheim

Dies geschieht auf hoher und auf niederer Ebene. Information und Selbstdarstellung sind dabei wichtig. Deshalb gibt es eine Medienlandschaft, die von jedem gepflegt und benutzt wird. In einem kleinen Ort sieht es jedoch mit einer Parteienlandschaft schlecht aus. Dort wird derjenige gewählt, der etwas kann, schon etwas geleistet hat und sich für die Allgemeinheit stark macht. Notfalls hängt man dem Feuerwehrkommandanten noch ein zusätzliches Amt an.


In Ibersheim hat man es schwer, bei der geringen Einwohnerzahl, eine Ortsgruppe für eine der vorherrschenden Volksparteien zu gründen. Man ist deshalb oft gezwungen Personen statt Parteiprogramme zu wählen. Eine Ausnahme machten die Sozialdemokraten, die gerade ihr 150-jähriges Bestehen feierten. Das Gedankengut kam ab 1900 durch die Eisenbahn und die Eisenbahner hierher. Wer tagsüber nur den Hintern der Pferde sah und mit seinen Gedanken für ein besseres Leben alleine gelassen wurde, sehnte sich oft nach sozialer Gerechtigkeit, die jetzt versprochen wurde. Die Hitler-Diktatur mit all seinen Folgen, machte nach dem Zweiten Weltkrieg auch den letzten Stumpfsinnigen hellhörig. Deshalb wurde 1946 von drei Mutigen eine SPD-Ortsgruppe gegründet. Sie hatten sich politisch gegen ein Gedankengut zu wehren, das am 5. März 1933 mit 59 % zum Ausdruck kam. Die SPD konnte damals nur ein verschwindend geringes Wahlergebnis von 8 % erzielen. Die drei Gründungsmitglieder der SPD-Ortsgruppe Ibersheim von 1946 waren:


Rudolf Knies (1897 - 1954), Rudolf Becker (1900 - 1977), Friedrich Groll (1918 - 1990)


Der politische Tatendrang war schnell durch die zu bewältigenden örtlichen Probleme gebremst worden. Denen, die seit Jahrzehnten in Frieden und Freiheit leben und Krieg nur vom Fernsehen kennen, sollten die Ergebnisse der Ibersheimer Politik in der Vergangenheit einmal aufgezeigt werden, damit man erkennen kann, wie gut es uns heute geht:

1950er Jahre

Erschließung des Baugebietes "Am Arbeitsdienstlager"
Gewerbesteuereinnahmen durch Erdgasbohrungen
Instandsetzung und Ausbau der Ortsstraßen

1960er Jahre

Verlegung der Wasserleitung
Wirtschaftswegebau
Eingemeindung zur Stadt Worms

1970er Jahre

Erstellung des Ortsbebauungsplanes
Erschließung der Baugebiete "Bertha-Karrillon-Straße" und "An den Deichstücken"
Verbesserung der Verkehrsverbindung zur Innenstadt
Errichtung der Friedhofshalle und des Bolzplatzes


1980er Jahre

Kanalisation und Wiederherrichten der Straßen
Einrichten des Kinderspielplatzes beim Kindergarten


1990er Jahre

Ausbau- und Umbau bei der Ortsverwaltung
Verlegung des Feuerwehrgerätehauses
Mitwirkung bei der Planung zur Hauptdeichsanierung
Repräsentanten der SPD Ibersheim innerhalb von fünf Jahrzehnten waren:


Vorsitzende

Rudolf Knies 1946 - 1953
Friedrich Groll 1953 - 1969
Georg Arnold 1969 - 1971
Friedrich Groll 1971 - 1974
Jürgen Erkens 1975 - 1978
Richard Brehm 1979 - 1990
Werner Wolf 1990 - 1993
Heinz-Jürgen Pfitzner 1993 - 1995
Gunter Nischwitz 1995 - 1996


Bürgermeister

Rudolf Knies 1949 - 1954


Ortsvorsteher

Karl Maier 1969 - 1974
Richard Brehm 1989 - 1990
Richard Sobottka 1990 - 1997


Stadtrat

Gerhard Ritscher 1974 - 1978

Auch wenn in einem kleinen Ort nicht immer die personellen Voraussetzungen für einen gut funktionierenden Verein vorhanden sind, so bleiben jedoch die Ziele für eine soziale Gerechtigkeit bestehen und werden weitergegeben.

Edmund Ritscher, Mannheim Juni 2013

 
 
 

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