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Gedenkmünzen der Dreifaltigkeitskirche

Die Dreifaltigkeitskirche ist die größte evangelische Kirche in Worms. Nach der Stadtzerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Mai 1689 errichtete man aus Dankbarkeit diese Kirche, als man wieder aus dem Exil in Darmstadt, Frankfurt und Hanau in die Heimatstadt Worms zurückkehren konnte.

Gedenkmünze von 1959 zum Wiederaufbau der Dreifaltigkeitskirche  
Gedenkmünze von 1959 zum Wiederaufbau der Dreifaltigkeitskirche
Fotos von Edmund Ritscher 
Fotos von Edmund Ritscher

Der langjährige Pfarrer der Dreifaltigkeitsgemeinde von 1946 bis 1980 Heinrich Uhrhan (1910-1999) beschreibt in der "Denkschrift zum Tag der Wiedereinweihung am 30. Oktober 1959" die damalige Situation auf Seite 17: 

"Diese Zerstörung ihrer Stadt haben die Wormser als ein Gericht aus Gottes Hand genommen und sich gesagt: Wir haben zu viel getan für das Äußere und zu wenig für das Innere unseres Lebens, zu viel für unser Haus und zu wenig für Gottes Haus. - Und so haben die Wormser beschlossen, als Zeichen ihrer Umbesinnung an der Stelle ihres Rathauses ein Gotteshaus, die Dreifaltigkeitskirche, aufzubauen."

Dreifaltigkeitskirche von 1725-1945

Die Grundsteinlegung erfolgte am 31. Juli 1709, zu der eine Gedenkmünze herausgegeben wurde. Die Vorderseite trägt den ursprünglichen Grundriss und die Rückseite das Wormser Stadtbild. Am 31. Juli 1725 war die Einweihung nach 16-jähriger Bauzeit. Ihren größten Tag als Festkirche hatte sie am 25. Juni 1868 bei der Enthüllung des Lutherdenkmals gehabt. Eine Festschrift erschien zur zweihundertjährigen Gedenkfeier vom 5. bis 7. Juli 1925. Am 21. Februar 1945 ist die große barocke Kirche am Marktplatz, für mehr als 2000 Besucher, im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.

 

Dreifaltigkeitskirche von 1959

Der Wiederaufbau erfolgte ab 1955, nachdem zuerst für Wohnraum gesorgt wurde. In der Zwischenzeit sind in den zehn Jahren kleine Bäume in der Ruine gewachsen. Am 30. Oktober 1959 war die Wiedereinweihung. Zur Erinnerung ist eine Denkschrift mit 80 Seiten erschienen. Eine Gedenkmünze ist dazu auch noch geprägt worden. 

Der Text in der Umrandung, mit der Dreifaltigkeitskirche, ist bei beiden Gedenkmünzen von 1709 und 1959 gleich: "So setzt mich Gott nun an den Ort, wo Luther einst bekannt sein Wort." Damit wird deutlich, dass es sich nicht nur um eine Wormser Kirche handelt, sondern auch um eine Gedächtniskirche des Weltprotestantismus für das Bekenntnis von Martin Luther vor Kaiser und Reich 1521 in Worms.
Eine Darstellung der Gedenkmünze von 1959 konnte in Veröffentlichungen bisher nicht gefunden werden. Deshalb wird dies hiermit, nach mehr als 50 Jahren, nachgeholt.

Edmund Ritscher, Mannheim Januar 2014

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