Die wichtigsten Urkunden von Ibersheim

Von Ibersheim gibt es in verschiedenen Archiven Urkunden, die beweisen, dass der kleine Ort seit dem 8. Jahrhundert historische Bedeutung hatte.

Bayerisches Staatsarchiv Würzburg
- Codex Laureshamensis (Lorscher Codex) mit 27 Schenkungsurkunden von 767 bis 829
- Engiltrud schenkte 804-806 dem Kloster Lorsch zum Seelenheil ihrer Eltern: Eberhard, um Mannheim begütert und Adeltrud, schenkte viermal Ibersheimer Besitz dem Kloster Lorsch.

Universitätsbibliothek Heidelberg
- Im Codex Manesse (Heidelberger Liederhandschrift) sind Miniaturen der Minnesänger
- Friedrich von Hausen (+ 1190) und
- Friedrich von Leininngen (um 1201-1237), die in Ibersheim Besitz hatten.
- Im Wormser Synodale von 1496 wird Ibersheim beschrieben.

Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
Dort befindet sich die größte Sammlung mit 40 Ibersheimer Urkunden, die wichtigsten:
- Vertrag von 1173 zwischen Ibersheimer Dorfgenossen und Zisterzienser-Abtei Otterberg, mit einem Hof in Worms am Glaskopf.
- Baubewilligung von 1417 des St. Paulsstiftes an Pfalzgraf Ludwig III. für das heute älteste Wormser Schloss in Ibersheim.
- Eigentumsübertragung von 1465: Ibersheimer Besitz des Deutschen Ordens Koblenz in Ibersheim an Landgraf Hesso von Leiningen.
- Schiedsspruch von 1481 des Königlichen Kammergerichtes: Erbstreit zwischen Deutschem Orden und Reinhard I. zu Leiningen-Westerburg wegen einer Hälfte von Ibersheim
- Weistum von 1486 des Hubgerichtes von Ibersheim
- Erbestandsbrief von 1683 des pfälzischen Kurfürsten an Ibersheimer Mennoniten

Übersicht der Urkunden

Landeshauptarchiv Koblenz
- Zollprivileg von 1282 des Königs Rudolf I. von Habsburg für Ibersheimer Erntefrüchte, zur ungehinderten Verschiffung auf dem Rhein zur Ballei Koblenz.

Historisches Archiv der Stadt Köln
- Zins- und Pachtbuch von 1402-1412 der Deutschordenskommende Ibersheim

Staatsarchiv des Kantons Zürich
- Schema genealogicum (Ahnentafel) von 1769 als Beweis für Erbansprüche in der Schweiz.


Edmund Ritscher, Mannheim - Februar 2014