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Tag des offenen Denkmals 2014

Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

am 14. September 2014 unter dem Motto "Farbe"

Der Denkmaltag am 14. September 2014 widmete sich mit dem Motto "Farbe" einem wahren Universalthema.

 
 
 
 

Das Programm 2014 in Worms:

Dom - Motivfenster Westchor (Foto: R. Uhrig) 
Dom - Motivfenster Westchor (Foto: R. Uhrig)
Dom Südseite mit Blindenmodell (Foto: R. Uhrig)  
Dom Südseite mit Blindenmodell (Foto: R. Uhrig)

Dom St. Peter (Stadtzentrum)

Als Hauptbeispiel der Romanik am Mittelrhein wirkte der im 12. Jh. auf den Fundamenten eines ottonischen Vorgängerbaus errichtete Dom schulbildend.

Die doppelchörige dreischiffige Basilika mit Querhaus, Vierungsturm und vier Ecktürmen, Kapellen- und Sakristeianbauten und bedeutender Ausstattung des 12.-18. Jh. besitzt Wandmalereien und eine Fülle von Glasfenstern.

Der Entwurf für die Fenster in Nikolaus-, Georgs-, Annen-und Marienkapelle stammt vom Michelstädter Glasmaler Heinz Hindorf, die er 1967-70 bzw. in den ausgehenden 1980er Jahren schuf.

Herausragend ist die Gestaltung der Fenster in der Nikolauskapelle, in denen er den Farbkanon Blau-Rot-Weiß französischer Kathedralverglasung des frühen 13. Jh. nachempfand.

Reste von Wandmalereien finden sich hier und da im Dom; zu den gut erhaltenen gehören, einander gegenüberstehend, die überlebensgroßen Figuren von Petrus und Paulus.

Infos

Ort: Domplatz
geöffnet: 13 – 18 Uhr

Führungen Wandmalerei: 13 und 15 Uhr
Führungen Buntglasfester: 14 und 16 Uhr

 
 
 
 
Dreifaltigkeitskirche am Marktplatz (Foto: R. Uhrig) 
Dreifaltigkeitskirche am Marktplatz (Foto: R. Uhrig)
Dreifaltigkeitskirche - Altar und Motivfenster (Foto: R. Uhrig) 
Dreifaltigkeitskirche - Altar und Motivfenster (Foto: R. Uhrig)

Ev. Dreifaltigkeitskirche (Stadtzentrum)

In der Bombennacht des 21. Februar 1945 zerstört, blieben vom ursprünglichen Barockgebäude (1709-25) mit seiner reichen Holz- und Gemäldeausstattung nur die Umfassungsmauern, der Turm und damit das Westportal mit einer zweiflügeligen, fein geschnitzten Holztür erhalten.

1955-59 wurde die Kirche nach Plänen von Otto Bartning und Otto Dörzbach wieder aufgebaut. Bartning, einer der bedeutendsten Architekten des modernen evangelischen Kirchenbaus im 20. Jh., fügte in den erhaltenen Außenbau eine dem Zeitgeist gemäß schlichte Architektur ein und schuf ein herausragendes Zeugnis moderner Kirchenbaukunst.

Bei der Gestaltung des Innenraums verzichteten die Architekten auf eine historisierende Rekonstruktion der Deckengemälde, das jetzt sichtbare hölzerne Kreuzrippengewölbe entspricht dem ursprünglichen Entwurf, ist jedoch nicht mehr figürlich bemalt.

Für das heutige Erscheinungsbild der Kirche sind die zarte farbliche Gestaltung der Holzdecke und die reiche Farbgebung der 15 raumhohen Buntglasfenster von Wilhelm Buschulte charakteristisch. 10-16 Uhr, Führungen 11.30, ab 12 Uhr zu jeder vollen Stunde: „Wilhelm Buschulte und die Explosion der Farben in seinen Glasfenstern“.

Infos

Ort: Marktplatz
geöffnet: 10 – 16 Uhr

Führungen zu „Wilhelm Buschulte und die Explosion der Farben in seinen Glasfenstern“:  11.30 Uhr, ab 12 Uhr zu jeder vollen Stunde

 
 
 
 
Lutherkirche (Foto: R. Uhrig) 
Lutherkirche (Foto: R. Uhrig)

Ev. Lutherkirche (Stadtzentrum)

Der werksteingegliederte Putzbau mit mächtigem Walmdach, erhöhtem Portikus und weithin sichtbarem Turm mit gemauerter Kuppelhaube wurde 1912 nach Plänen von Prof. Friedrich Pützer, Darmstadt, vollendet.

Die in allen Details aufeinander abgestimmte Architektur und Ausstattung, fast ausschließlich von Darmstädter Künstlern geschaffen, gilt als herausragendes Beispiel für den Darmstädter Jugendstil.

Der Saal wird von einer prächtigen tonnengewölbten Kassettendecke mit ornamentalen und floralen Motiven in den Farben Ocker, Bronze und Blau überwölbt.

Infos

Ort:  Friedrich-Ebert-Straße
geöffnet:  12 - 17 Uhr

Führungen:  9, 12.30, 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr

 
 
 
 
Außenansicht der Magnuskirche (Foto: R. Uhrig) 
Außenansicht der Magnuskirche (Foto: R. Uhrig)

Ev. Magnuskirche (Stadtzentrum)

Die dreischiffige, im Wesentlichen romanische Basilika ist die kleinste und älteste erhaltene romanische Wormser Kirche mit karolingischen Bauteilen; sie wurde mehrmals zerstört.

Das anlässlich der letzten Wiederherstellung 1952/53 von Harry MacLean entworfene Chorfenster, der auch das Glasfenster mit dem „Christus Pantokrator“ in der Westrose schuf, setzt einen kräftig farbigen Akzent im Innenraum.

Infos

Ort:  Weckerlingplatz
geöffnet:  11 - 16.30 Uhr

Führung "Farben des Lebens":  11.30 Uhr
Turmführungen:  12 und 15 Uhr

 
 
 
 
Martinskirche 
Martinskirche

Kath. Pfarrkirche St. Martin (Stadtzentrum)

Die dreischiffige Basilika wohl schon im 1. Viertel des 11. Jh. begonnen, das heutige Erscheinungsbild gibt die spätromanische Erneuerung um 1200 wieder; das frühgotische Westportal mit Renaissance-Rahmung von 1625.

Durch Stadtbrände immer wieder zerstört und wiederaufgebaut, wurde sie 1945 erneut zerstört und anschließend in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt.

Zur Ausstattung gehören zahlreiche mittelalterliche und frühneuzeitliche Grabsteine von Klerikern und den Kämmerern von Worms.

Infos

Ort: Martinsgasse 6
geöffnet: 14 - 18.30 Uhr

Führungen:
"Farbliche Schätze und bauliche Schäden - Zur Innenrenovierung der Martinskirche";
"Die Restaurierung der aus dem Rokoko stammenden Kanzel - Konzept, Technik, Farbgebung"

Besonderheit:
Konzert des Trios Sanssouci (Frankenthal): „Blühendes Barock - Lustwandeln mit Werken des 18. Jahrhunderts“,  17 Uhr (Karten an der Abendkasse 10 € / ermäßigt: 8 €)

 
 
 
 
Blütenpracht in den Ringanlagen 
Blütenpracht in den Ringanlagen
Heylshofpark 
Heylshofpark

Ringanlagen, Heylshofgarten, Lutherplatz (Stadtzentrum)

Die Ringanlagen, ein historischer Grünzug entlang der mittelalterlichen Stadtmauer, sind die wohl bedeutendsten Grünflächen in der Innenstadt von Worms.

Die Umgestaltung des ehemaligen Verteidigungsgrabens in eine Grünanlage erfolgte ab 1860. In den Ringanlagen ist der Besucher „zu Fuß durch zwei Jahrtausende“ unterwegs.

Die aufwändige Gestaltung der Blumenbeete am Adenauerring und auf dem Lutherplatz erfolgt nach jährlich wechselnden Farbkonzepten.

Der Heylshofgarten ist eine historische Parkanlage aus dem 19. Jh. auf geschichtsträchtigem Boden in unmittelbarer Nähe zu Dom und Ringanlagen.

Infos

Treffpunkt: Lutherplatz

Führung: 13 Uhr

 
 
 
 
Kapelle von Abenheim 
Kapelle von Abenheim

St.- Michaels-Kapelle auf dem Klausenberg (Worms-Abenheim)

Spätgotischer Saalbau mit Schildgiebel und schlankem Dachreiter von 1572.

Infos

Ort: Worms-Abenheim, Klausenberg
geöffnet: 14 – 17.30 Uhr

Führungen: 14, 15, 16 und 17 Uhr

Besonderheiten:
Mal-Ecke für Kinder

 
 
 
 
Gottliebenkapelle (Foto: R. Uhrig) 
Gottliebenkapelle (Foto: R. Uhrig)
Bemalte Decke in der Gottliebenkapelle in Worms-Herrnsheim 
Bemalte Decke in der Gottliebenkapelle in Worms-Herrnsheim
Deckenmalereien des Künstlers Otto Hupp im Kreuzgang der Gottliebenkapelle in Worms-Herrnsheim 
Deckenmalereien des Künstlers Otto Hupp im Kreuzgang der Gottliebenkapelle in Worms-Herrnsheim

Gottliebenkapelle (Worms-Herrnsheim)

1891 von den Freiherren von Heyl zu Herrnsheim als Privatkapelle mit Grablege erbaut, schuf der berühmte Münchener Architekt Gabriel von Seidl ein herausragendes Beispiel neuromanischer Architektur.

Die historisierende Ausmalung fertigte der Heraldiker und Kunstmaler Otto Hupp, der auch den anschließenden Kreuzgang ausmalte.

Infos

Ort:  Gabriel-von-Seidl-Straße 10
geöffnet:  13 - 18 Uhr

Führung zu Bauwerk und Geschichte:  14 Uhr
Führung zur Geschichte der Familie von Heyl:  16.30 Uhr

Besonderheit:
Zusätzlich findet statt: um 18.00 Uhr "Ciao, bella Italia" - eine italienische Reise voller Sehnsüchte, Träume und Erinnerungen in Poesie und Musik mit dem Schauspieler Moritz Stoepel und dem Musiker Christopher Herrmann (Cello, Gitarre, Klarinette), Eintritt Abendkasse 15.- €.

 
 
 
 
Schloss Herrnsheim mit sommerlichen Blumenrabatten (Foto: R. Uhrig) 
Schloss Herrnsheim mit sommerlichen Blumenrabatten (Foto: R. Uhrig)

Schloss (Worms-Herrnsheim)

„Ich habe Meinungstoleranz über alles“, sagte Wolfgang Heribert (1750-1806), Sprössling der Kämmerer von Worms, gen. von Dalberg, die man als Kosmopoliten ihrer Zeit beschreiben kann.

Diese Haltung spiegelt sich auch in Schloss und Garten in Herrnsheim, das sie im frühen 19. Jh. errichten ließen.

Einbezogen in den klassizistischen Kubus wurden ein mittelalterlicher Rundturm (seit 1821 Bibliothek) und umfangreiche barocke Bausubstanz.

Hervorzuheben im Innern ist das streng klassizistische Treppenhaus.

Auch die hochwertige Ausstattung ist über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus bekannt, z. B. die kostbaren Intarsien-Fußböden, Wand- und Deckenmalereien im „pompejanischen“ Stil oder die beiden farbigen französischen Papiertapeten mit Darstellungen von Paris und einer idyllischen Landschaft am Bosporus.

Infos

Ort:  Herrnsheimer Hauptstraße 1

Führung:  10 Uhr (keine freie Besichtigung, nur mit Führung); 

Anschließend um 11 Uhr Schlossparkführung (siehe unten)

 
 
 
 
Brücke im Schlosspark 
Schlosspark
Schlosspark Herrnsheim 
Schlosspark Herrnsheim

Schlosspark (Worms-Herrnsheim)

Der bedeutendste Englische Landschaftsgarten in Rheinland-Pfalz wurde 1788-93 von Friedrich Ludwig von Sckell gestaltet, der etwa gleichzeitig auch den Englischen Garten in München schuf.

Wesentliche Gestaltungselemente sind die ausgedehnte Teichanlage mit Brücken, Inseln, Kanälen und Amorgrotte, großzügige Wiesenbereiche sowie waldartige Baumbestände.

Der Park wurde seit 1992 auf der Grundlage eines „Parkpflegewerks“ aufwändig saniert.

Infos

Ort: Herrnsheimer Hauptstraße 1
geöffnet: ganztägig

Führung „Farbenpracht der Bäume und Blumen“: 11 Uhr
(Treffpunkt:Infotafel am Haupteingang)

Davor um 10 Uhr Schlossführung (siehe oben).

 
 
 
 
Kirche (Foto: R. Uhrig) 
Kirche (Foto: R. Uhrig)

Ev. Gustav-Adolf-Kirche (Worms-Horchheim)

Der in eine Grünanlage eingebettete Saalbau mit steilem Satteldach bildet zusammen mit dem östlich angeschlossenen Pfarrhaus einen bemerkenswerten Gebäudekomplex in Formen des Jugendstils, einmalig in der Wormser Umgebung.

Das erhöht über einer Treppenanlage gelegene Ensemble wurde 1907/08 vom Gustav-Adolf-Verein nach Plänen von Friedrich Becker erbaut.

Beeindruckend ist die aufwändige malerische Ausgestaltung des Altarraums mit aufwändigen Jugendstil-Ornamenten durch den Wormser Maler Fritz Muth.

Infos

Ort:  Obere Hauptstraße 23
geöffnet:  11 - 17 Uhr

Führung:  nach Bedarf

 
 
 

(Alle Angaben ohne Gewähr / Änderungen vorbehalten)

 
 
 

Deutscher Beitrag zu den European Heritage Days

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.Ziel des Tages ist es, Denkmale für ein breites Publikum zu öffnen, die sonst nicht zugänglich sind. Mit dieser Idee zählt die Aktion zu den erfolgreichsten Kulturveranstaltungen in Deutschland.

 

Kontakt

Info-Button

Untere Denkmalschutzbehörde

(Bei Fragen zum Programm in Worms)

Bei allgemeinen Fragen zum Aktionstag bzw. zum bundesweiten Programm:

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Tag des offenen Denkmals
Koblenzer Straße 75
53177 Bonn
Telefax: (02 28) 3 90 63 43

Weitere Informationen zum bundesweiten Denkmaltag finden Sie unter
www.tag-des-offenen-denkmals.de